Petr Uhl sprach kürzlich in Berlin über den Aufbruch von 68 in Osteuropa und die Missverständnisse über den Prager Frühling im Westen. Im Interview schildert er, warum 68 nicht nur 1968 stattfand.

Mick Jagger schickte ihm den Song "Street Fighting Man" 1968 und schrieb "Für dich", sagt Ex-Studentenführer Tariq Ali. Heute untersucht er, was von 1968 bleibt. Ein Rückblickvon TARIQ ALI

Verständlich, dass niemand mehr etwas über 68 hören will - denn selbst schrille Faschismusanalogien langweilen inzwischen. Ein guter Moment zum herauszufinden, wer Dorothea Ridder ist.von GABRIELE GOETTLE

Warum kommt Rainer Langhans immer mit den Themen an die Öffentlichkeit, die nicht besonders spannend sind? Er sagt: Weil man ihn immer danach fragt.von PETER UNFRIED

Auch wenn der Pathos von damals überholt ist: Langfristige Utopien und zivilen Ungehorsam können wir nach zwanzig Jahren neoliberaler Politik gut gebrauchen.von PEDRAM SHAHYAR

Was bleibt von Dutschke? Der Glaube an Utopie und Revolution ist vorbei. Zwar fehlt manchmal die sinnstiftende, große Erzählung. Aber nur sonntags.von STEFAN REINECKE

Die Studentenbewegung um Rudi Dutschke wollte das Volk mitreißen,doch das reagierte mit Hass. Und der war nirgends stärker als in Westberlin.von CHRISTIAN SEMLER

Es sollte ein gemütlicher Plausch über 68 werden. Doch dann meldete sich eine Zeitzeugin zu Wort und bezichtigte Podiumsteilnehmer Tilman Fichte, Lügen über ihren erschossenen Bruder zu verbreiten.von ANDREAS FANIZADEH

Genossinnen und Genossen der taz erinnern sich an das Jahr 1968 - ein Stück Geschichte aus indivividueller Sicht.

Die Autorin Silvia Bovenschen wollte 1968 die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen befreien.

Über die Revolte ist eigentlich alles gesagt. Trotzdem bewegt sie noch immer die Gemüter. Denn ihre Folgen wirken bis heutevon STEFAN REINECKE

Ganz ohne Gewalt ist eine Revolte nicht zu haben. Das zeigt das Jahr 1968, als die Jugend Reformen gegen den steinharten deutschen Konservatismus durchboxte.von J.FEDDERSEN & W.GAST

Die Geschichte einer heißen, aber vergeblichen Liebe. Die radikale Linke propagiert die sozialistische Revolution - und kommt über die Revolte nicht hinaus.von CHRISTIAN SEMLER

Anspruch einer umstürzlerischen Zeit und ihre Nachwirkungen bis heute: Was sich an Lebensstilen mit dem Jahr 1968 änderte.von BARBARA DRIBBUSCH

Was war 1968? Da liefen die Kinder deutscher Massenmörder Mao hinterher, meint Historiker Götz Aly. Publizistin Katharina Rutschky widerspricht - sie findet die Praxis, etwa in Kinderläden, viel wichtiger.

Kennen Sie die Fokustheorie? Vielleicht die Haschrebellen? Wissen Sie, was mit Bewusstseinserweiterung gemeint ist? Eine Zusammenstellung von Begriffen, die 68 eine Rolle spielten.

Kritisches Bewusstsein nach dem Geschmack Adornos war 68 modisch. Auch das musste scheitern!von MICHAEL RUTSCHKY

Nonkonformistisch zu sein, war mal schwer. Dafür war man leicht zu erkennen. Nun wollen alle sich so zeigen - ätzend!von KLAUS RAAB

Die Studentenbewegung auf Mission: Die Proleten mussten für den Sozialismus gewonnen werden. Die aber fanden das doof!von JAN FEDDERSEN

Nicht Politkader, die Hippies waren die eigentlichen Revolutionäre wider die Spießer - zumindest für Jugendliche in der Provinz.von MATHIAS BRÖCKERS

Von 68 hat er nur wenig mitbekommen. Aber Uschi Obermaier und Ulrike Meinhof hat Coiffeur Udo Walz dennoch frisiert.

68 und der Nationalsozialismus: Viel großflächige Theorie, die wenig vom Holocaust, dafür mehr vom Kapitalismus wissen wollte.von CHRISTIAN SCHNEIDER

Ein taz.de-Dossier von 2008 anlässlich des 40. Jahrestages.
Das Jahr 1968 steht für einen immensen gesellschaftlichen Wandel – weltweit. Doch der damalige Traum von einer sozialistischen Revolution blieb im wirklichen Leben auf eine Revolte beschränkt. Vielleicht auch, weil die Hoffnungen der Studenten, die "Proletarier" für ihren Traum vom Sozialismus zu gewinnnen, nicht in Erfüllung ging, nur ein Aufstand ohne Lärm.
Der sich jedoch in kulturell bis heute auswirkt: Zumindest mehr Sex, Selbst und Rock'n Roll sind übrig geblieben. Ob 1968 nun mehr Gutes oder Schlechtes mit sich brachte, darüber diskutieren Historiker Götz Aly und Publizistin Katharina Rutschky - in einem Streitgespräch von Massenmörder Mao und bis zur Erfindung von Kinderläden.
Die Kulturrevolution hatte aber schließlich auch Spaß gemacht, wie sich Mathias Bröckers erinnert: Das war Leben! Und auch Uschi Obermaier musste mal zum Friseur - ein Gespräch mit Udo Walz, der sich damals an den Haaren der Zeitgeist-Ikone zu schaffen machte. Noch mehr in Mode als Uschi Obermaier war damals nur Theodor W. Adorno.
Doch manche seiner Jünger blieben bei der Rezeption nur an der Obefläche - es reichte aber für den intellektuellen Plausch beim Friseur. Aber während 1968 Nonkonformismus noch so richtig Spaß gemacht hat, ist es heute richtig schwierig geworden, sich modisch von der Masse abzuheben - und ziemlich ätzend noch dazu.
... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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