Das taz Print-Archiv

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Ausgabe von: 20.04.2012
  • LESERINNENBRIEFE

    Der Irrsinn muss gestoppt werden

     betr.: "Quälen für die Umwelt", taz vom 16. 4. 12

    Es ist geradezu grotesk: Erst werden Chemikalien für Putzmittel, Weichmacher, Waschmittel etc. an Tieren in Versuchen getestet, dann stellt sich heraus, dass diese Chemikalien für den Menschen schädlich sind, also muss erneut an Tieren getestet werden. Tiere werden benutzt, geschändet und verenden elendiglich, damit sich der Mensch Luxus leisten kann in Form lächerlicher Artikel, die nicht nötig sind. Aber auch die Verbraucher sind selbst schuld, sie kaufen unüberlegt. Welche Ironie, sie erkranken an Diabetes usw. und bekommen dann Medikamente, die auch an Tieren getestet wurden, also wieder Chemie. Dieser Irrsinn muss endlich gestoppt werden. Wo ist die Intelligenz dieser Forscher?

    CHRISTINA NEUKIRCHNER, Bad Tölz

    Diese Kolumne verpasse ich nie

     betr.: "Die Sau ist los", taz vom 18. 4. 12

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Kommentar und dafür, dass Georg Seeßlen (un)regelmäßig bei Ihnen erscheint. Diese Kolumne verpasse ich nie, beinahe immer drückt er für mich das aus, was ich zutiefst empfinde: Wahrhaftig, er kennt sich aus mit der "Blödmaschine", die uns täglich gehirnwäschemäßig bearbeitet.

    RUDOLF DEPPE, Iserlohn

    Artikel war zu arrogant

     betr.: "Verbotener Fußball", taz vom 16. 4. 12

    Auch wenn wir als jahrzehntelange Leser der taz daran gewöhnt sind, dass gerne überspitzt formuliert wird, war dieser Artikel zu arrogant, um ihn zu ignorieren. Der Aufstieg von Augsburg und jetzt von Fürth ist das Ergebnis jahrelanger kontinuierlicher Aufbauarbeit. Hier wurden nicht jedes Jahr für viel Geld Legionäre eingekauft, sondern Nachwuchsspieler systematisch und erfolgreich ausgebildet. In Fürth freut sich eine ganze Stadt und die Region auf eine spannende Erstligasaison und auf die vielen Nachbarschaftsduelle. Während wir hier Nürnberg, Augsburg, die Bayern oder Stuttgart empfangen dürfen, darf sich der Autor auf das Traditionsderby Hertha gegen Union Berlin oder gegen Cottbus freuen. Auch das Spiel gegen den SV Sandhausen wird an Brisanz nicht zu überbieten sein.

    BENEDIKT und JOCHEN VON SCHWANENFLUG, Fürth

    Augsburger schmunzeln

     betr.: "Verbotener Fußball", taz vom 16. 4. 12

    Diese surreale Neid-Kolumne hat uns in Augsburg ein Schmunzeln beschert. Danke, dass wir auch im Norden einen Artikel wert sind. Die Kolumne hat immerhin bewirkt, das die taz auch im Süden wahrgenommen wird.

    Wir spielen in jeder Liga, für die wir uns spielerisch qualifizieren. Um Ihre grauenhafte Vorstellung zu bestätigen, werden wir uns alle Mühe geben, auch den "Traditions-Verein" Hamburger SV am letzten Spieltag zu schlagen. ROBERT HÄFELE, Stadtbergen

    Über andere "Böse" berichten

     betr: "Breivik-Prozess" u. a. taz vom 19. 4. 12

    Warum wird dem Massenmörder so viel Aufmerksamkeit geschenkt, während über die Aktionen von andern "Bösen" kaum berichtet wird? Etwa über die der Linken im Bundestag. Deren Anträge müssen ja regelmäßig als "nicht finanzierbar" abgelehnt werden. Und Horst Seehofer (CSU) sagte denn auch, man könne den Armen nicht dadurch helfen, dass man den Reichen etwas wegnimmt. Indessen gehören heute in Deutschland mehr als 60 Prozent des Vermögens den oberen 10 Prozent der Bevölkerung. Etwa 23 Prozent des Vermögens gehört den oberen 1 Prozent. Daneben steht die Zunahme der Altersarmut, der Armut von Kindern, von Hartz-IV-Empfängern und Leiharbeitern und die fatale Finanznot der meisten Kommunen. Der Fiskalpakt, der europaweit Haushaltsdisziplin per Gesetz vorschreibt, wird zur Katastrophe, wenn weiterhin an den Sozialausgaben gespart wird, anstatt den Reichtum zu besteuern. Soziales Gewissen, erwache! HANS OETTE, Neuenstadt

    Schrecken mit Ende

     betr.: "Schluss mit lustig", taz vom 19. 4. 12

    Kein Schrecken ohne Ende. Ob Moderator Thomas Gottschalk diese Entscheidung bedauert oder nicht, ist zweitrangig. Die Einschaltquoten für ihn und seine Vorabendsendung waren schon lange im Keller. Wie Harald Schmidt hat der Entertainer Gottschalk den richtigen Zeitpunkt für einen würdevollen TV-Abgang verpasst. Stilvolle TV-Abschiede sehen anders aus. ALBERT ALTEN, Wernigerode

    ARD hätte es wissen müssen

     betr.: "Schluss mit lustig", taz vom 19. 4. 12

    Thomas Gottschalk hat nicht die neugierige und journalistische Art eines Günther Jauch oder Frank Elstner, sondern seine Stärke liegt eher in der unverbindlichen und humorvollen Moderation mit Spaßfaktor, die man nur in großen Hallen zelebrieren kann! Das hätten die Verantwortlichen bei der ARD eigentlich wissen müssen. THOMAS HENSCHKE, Berlin