Für die Kampagne "Deutschland 24/30" hat die INSM drei Journalisten gecastet. Beschäftigungsvoraussetzungen waren unter anderem, dass die Journalisten nicht vor "einem unternehmernahen Auftraggeber" zurückschrecken.
Die drei Journalisten, von denen zwei für den RBB arbeiten, sind derzeit auf Geheiß der INSM in Deutschland unterwegs, um die konkrete Ausformung der sozialen Marktwirtschaft im Alltag zu porträtieren - laut einem internen INSM-Infoblatt sollen neben dem Fernsehen ("Anne Will", "TTT") auch Printmedien (Bild, Neon, Zeit) und Radiosender über die Aktion berichten.
Ulrich Müller von der Initiative LobbyControl verurteilt "diese Vermischung von Journalismus und interessengeleiteter PR" scharf und bezeichnet sie als "mit den journalistischen Grundsätzen nicht vereinbar". HCP
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.
