67, wuchs bei Heide in Schleswig-Holstein auf, wohnte in Paris, Berlin und lebt heute in Hamburg. Sie ließ sich an der Lette-Schule Berlin und der Deutschen Film- und Fernsehakademie ausbilden.
Bei dem Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn fing sie zunächst an der Kamera an. Später drehten sie gemeinsam Filme, darunter "Die Liebe zum Land 1 und 2" (1974) und "Emden geht nach USA", für den beide 1976 den Adolf-Grimme-Preis in Gold erhielten.
Zu Tuchtenhagens größtem eigenen filmischen Erfolg wurde ihr Fünfteiler "Heimkinder" (1986) über ein Hamburger Kinderheim: Sie erhielt einen weiteren Grimme-Preis Gold, den Preis der Akademie der Künste Berlin und den Preis der Filmjournalisten für den besten Dokumentarfilm. Zwischenzeitlich arbeitete sie drei Jahre als Krankenschwester.
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.
