Das taz Print-Archiv

Hier können Sie in alten taz-Ausgaben blättern:

 

  • 07.02.2011

Ein gefühlter Sieg

ABSTIEGSKAMPF Bremen feiert 1:1 gegen Mainz

Die Profis von Werder Bremen feierten das in letzter Sekunde erzielte Tor zum 1:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 wie einen Sieg. "Ich glaube, das war die Wende", sagte Torschütze Claudio Pizarro. "Wenn du bis zur letzten Minute in Rückstand liegst, dann ist ein Unentschieden ein Erfolg", sagte Thorsten Frings. "So muss es weitergehen. Nur so kannst du bestehen in dieser Liga", ergänzte Per Mertesacker. "Das war ein wichtiges Erfolgserlebnis", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs.

Pizarros Ausgleich verhinderte die 500. Niederlage in der Erstliga-Geschichte und den Sturz auf den Relegationsplatz, der aber weiter nur einen Punkt entfernt ist. Engagement und Kampf waren die Bremer Tugenden in Mainz, doch die spielerische Unterlegenheit war nicht zu übersehen. "Einiges machen wir gut, anderes aber auch falsch", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Lob von höchster Stelle erhielt Pizarro. "Claudio stemmt sich dagegen. Solche Spieler brauchen wir", sagte Allofs.

Die Mainzer zeigten sehenswerte Kombinationen wie beim Führungstor von André Schürrle in der 19. Minute und erarbeiteten sich ein Chancenverhältnis von. 13:1 lautete das Chancenverhältnis. Das hätte ausreichen müssen für einen Sieg. "Das fühlt sich heute sehr bitter an", sagte Trainer Thomas Tuchel. Er ist froh, einen Teil der Mannschaft wegen Länderspieleinsätzen einige Tage nicht zu sehen. Denn der Frust muss erst verdaut werden.  (dpa)

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!