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  • 18.09.2008

die anderen über die auswirkungen der bankenkrise auf die wahl in den usa

Der Standard in Wien kommentiert: Insbesondere in wirtschaftlich gebeutelten Schlüsselregionen der USA, die als wahlentscheidende Battleground-Staaten gelten, hat das Paar McCain/Palin mit dieser Krise an Glanz verloren. Natürlich, auch Obama hat an der Wall Street Spenden gesammelt und sogar deutlich mehr davon eingenommen als sein republikanischer Widersacher. Das Geld allerdings hat er bekommen, obwohl er schon seit gut einem Jahr von einer Neuordnung der Finanzwelt spricht. Zieht er ins Weiße Haus ein und gibt es auch im Kongress eine starke demokratische Mehrheit, dann wird Wall Street wohl tatsächlich mit neuen Regeln zu rechnen haben.

Information aus Kopenhagen philosophiert: Imperien kommen und gehen. Sie fallen weniger durch Niederlagen in Kriegen, sondern im Gefolge von Übermut und Spekulation der ökonomischen Investoren. Ein System lebt über seine Verhältnisse und geht am Ende aus dem Leim. Eine nüchterne Diagnose des derzeitigen Gesundheitszustandes der US-Wirtschaft muss zum Schluss führen, dass das Land an einem Kreuzweg steht. Nimmt man die wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Spannungen durch immer größere Einkommensunterschiede und eine bevorstehende, tiefe Wirtschaftsrezession im Inneren hinzu, wird klar, dass die USA vor einer epochalen Krise stehen.

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