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  • 07.07.2009

Vielleicht ein Rekord

BREMINALE Das Festival zog mehr BesucherInnen an als 2008. Lokalbands klagen über Benachteiligung

Wie viele BesucherInnen letztendlich auf die Breminale gekommen sind, bleibt unklar. Die Rede ist von 180.000, jedenfalls waren es - gefühlt - mehr als im vergangenen Jahr, als die Zahl von 150.000 kursierte. Und das Wetter war dieses Jahr auch besser. "Es kamen sicher mehr als letztes Jahr", sagte Rolf Hesener von der Breminale. Vielleicht war es sogar ein Rekord.

Der Termin für die nächste Breminale steht schon fest: 30. Juni bis 4. Juli 2010. Die Wirtschaftsförderer und der Kultursenator, die in diesem Jahr 80.000 Euro besteuerten, haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Die Breminale GmbH verfügt über einen Etat von 250.000 Euro, weitere 110.000 Euro entfallen auf Programmpartner wie das Lagerhaus, die Schwankhalle oder Radio Bremen.

Die Musikerszene Bremen e.V. - sie hat zusammen mit dem Bremer Musiker Board die "Lange Bremer Nacht" organisiert - beklagte, dass in diesem Jahr "fast keine" der lokalen Bands eine Gage bekommen habe. Die 13 Bands etwa, die am Donnerstag auf dem Gastroschiff "Treue" spielten, bekamen nur das, was am Ende in den Hut gespendet wurde, drei Bands haben deshalb im Vorfeld ihren Auftritt abgesagt. Im vergangenen Jahr habe es zumindest für jeden eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro gegeben, so Lars Jaquet von der Musikerszene Bremen. Fürs kommende Jahr wollen sich die lokalen Musikerkooperativen nun um eigene Projektmittel bewerben. Außerdem wünscht sich Jaquet eine für lokale Acts reservierte "Bremer Bühne" zurück, die es in den vergangenen Jahren auf der Breminale gab.

Carsten Werner von der Schwankhalle, einer der beiden künstlerischen Leiter der Breminale, verweist darauf, dass es sehr wohl auch bremische Bands gab, die eine Gage bekamen - etwa, wenn sie auf der SWB-Bühne engagiert waren. Zudem würden auch für Hauptacts wie Selig, Polarkreis 18 oder Curse nur wenige tausend Euro Honorar gezahlt - ein Preis, der sonst für weniger namhafte KünstlerInnen ausgegeben werden müsse.

2010 soll das Festival sowohl im Programm als auch bei den Spielstätten weiter wachsen. mnz

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