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  • 19.04.2008

SIBYLLE PLOGSTEDT

1968: Ist sie 23, Studentin der Sozialwissenschaften in Berlin und Mitglied des SDS. Geht wegen einer Seminararbeit nach Prag. Bleibt wegen Liebe und Revolution. Sitzt von 1969 bis 1971 im Gefängnis Ruzyne. Anklage: Unterstützung der Revolutionären Sozialistischen Partei, die den Widerstand gegen den Einmarsch der sowjetischen Truppen organisierte. Es folgt 1974 ein zweijähriges Berufsverbot (an der FU Berlin). 1976 Gründungsmitglied der feministischen Zeitschrift Courage. Die Emma-Konkurrenz geht 1984 in Konkurs. Heute: Autorin und freie Fernseh- und Radiojournalistin in Bonn. Geboren: 1945 in Berlin. Ausgewählte Publikationen: "Niemandstochter", Piper 1994 (Autobiografie): "Im Netz der Gedichte. Gefangen in Prag nach 1968", Chr. Links Verlag 2001. Die Courage im Internet unter: library.fes.de/courage/ Zum taz-Gespräch lud Plogstedt taz-Redakteurin Heide Oestreich in ihre Wohnung in Bonn. Es gab Bombay Mix als Snack - und einen Installateur, der die kaputte Heizung während des Gesprächs wieder in Gang setzte.