Das taz Print-Archiv

Hier können Sie in alten taz-Ausgaben blättern:

 

  • 19.03.2011

Was heißt Millisievert?

Die Maßeinheit, die nun alle kennen lernen, heißt Sievert, benannt nach einem schwedischen Strahlenschützer. Sievert ist die sogenannte Äquivalenzdosis. Das ist aussagekräftig für die Strahlenbelastung von Organismen. Die bekannte Einheit Becquerel gibt nur die Zahl der radioaktiven Zerfälle pro Sekunde an. Wichtig für die Gefährlichkeit ist aber auch, wie viel Energie (= Zerstörungskraft) so ein Zerfall aufbringt, ob sich das strahlende Teilchen innerhalb oder außerhalb des Körpers befindet sowie andere Faktoren. Die sind bei Sievert mit eingerechnet.

Die natürliche Strahlenbelastung für eine Person beträgt im Schnitt zwei tausendstel Sievert pro Jahr, also 2 Millisievert (mSv/a). Dazu kommt etwa 1 mSv durch medizinische Untersuchungen, etwa beim Röntgen. Am Fukushima-Reaktor herrschten schon am Dienstag laut der Betreiberfirma bis zu 400 mSv - pro Stunde. Das sind mehrere Millionen Mal mehr als die natürliche Strahlenbelastung. (rem)