Nach der Ankündigung des Sparprogramms zur Abwendung des Staatsbankrotts in Griechenland haben am Mittwoch landesweite Streiks begonnen: Zunächst legten die Lehrer für 24 Stunden die Arbeit nieder, heute wollen auch Journalisten in den Ausstand treten. 24 Stunden lang werde es keine Nachrichten geben, berichtete das Staatsradio. Auch die Fähren sollen bestreikt werden. Viele Inseln werden damit für einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten.
Allerdings rief vorerst lediglich die drittgrößte Gewerkschaft PAME, die der Kommunistischen Partei nahesteht, zu Aktionen auf. Die zwei größten Gewerkschaften GSEE und ADEDY hielten sich zunächst zurück. Ihre Vorstände, die überwiegend von den Sozialisten kontrolliert werden, wollten der Regierung noch Zeit geben. (dpa)
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.
