Den Superstars die Show stehlen. VON Felix Lee
Die wahren Berlinale-Stars: Superhelden erklimmen die Großbildleinwand. Foto: Privat
Damit hatten die beiden Superstars Scarlett Johansson und Natalie Portman nicht gerechnet. Als sie am Freitagabend bei der Premiere ihres mit Spannung erwarteten Kinofilms "Die Schwester der Königin" graziös über den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast schritten, waren sie plötzlich selbst nur noch Kulisse.
Die Show stahlen ihnen "Glamgirl" und "Incrediboy", so genannte Superhelden, die mit viel Action die Großbildleinwand über den Köpfen von Johansson und Portman erklommen und ein Banner entrollten mit der Aufschrift: "Mir reicht's nicht, Statistin in meinem eigenen Leben zu sein." Anders als Spiderman, der sich bei seinem Tatendrang stumm in die Lüfte schwingt, konnten die prekären Superhelden - unter deren Dress sich Polit-Aktivisten verbargen - sogar reden: "Berlinale und Glamour - prekäre Arbeit pur", riefen sie von der Leinwand herunter.
Es waren viele Dinge, die den beiden Superhelden nicht ausreichten: "Mir reicht's nicht, nur 5,50 Euro die Stunde zu verdienen. Mir reicht's nicht, dass es das schöne Leben immer nur in der Zukunft gibt". Was ihnen reicht: Dass ihnen nach jedem Filmprojekt der Absturz auf Hartz IV droht. Dabei warfen die Superhelden mit chinesischen Glückskeksen um sich. Statt konfuzianischen Sinnsprüchen befanden sich darin Zitate von Praktikanten der Berlinale: "Ich habe im Sommer gekellnert, um mir das Praktikum leisten zu können." Dabei sein sei ja alles.
Scarlett und Nathalie ließen sich von dem spektakulären Auftritt nicht aus der Ruhe bringen. Sie gaben weiter Autogramme an jene Fans, denen Glamour wichtiger ist als gerechte Bezahlung.
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... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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