KOMMENTAR VON GEREON ASMUTH
Die Klamottenmarke "Thor Steinar" nervt schon seit Jahren. Denn kaum ein anderes Produkt befriedigt so zielgenau das Bedürfnis rechtsextremer Jugendlicher nach identifikationsstiftenden Zeichen, ohne dass offensichtlich gegen geltendes Recht verstoßen wird. Kaum ein anderes Label spielt so unerträglich gekonnt mit der Nähe zu verbotenen Nazisymbolen. Deshalb ist jede Aufklärung über die Marke und jeder Protest gegen ihre Produzenten, Händler und Träger mehr als angebracht. Ein Verbot aber, wie es Studierende jetzt für die Berliner Universitäten fordern, würde dennoch deutlich übers Ziel hinausschießen.
Denn bei jedem antifaschistischen Engagement darf man nicht vergessen: Es geht nicht um die Bekämpfung von Symbolen, sondern um die Ideologie, die dahintersteht. Deshalb ist es berechtigt und notwendig, einen Hauseigentümer aufzuklären, wenn er Ladenräume an ein "Thor Steinar"-Geschäft vermietet hat. Dann kann er darüber entscheiden, ob er dem Mieter kündigen will - oder nicht. Deshalb ist es berechtigt und notwendig, einen Pulloverkäufer aufzuklären. Dann kann er darüber entscheiden, ob er diese Marke ablegen will - oder nicht.
Bedauerlich ist jedoch, dass die höchsten Gremien der Freien Universität sich darum drücken, den Verbotsantrag der Studierenden zu behandeln. Die Mühe der aufklärerischen Debatte stünde der Eliteuni gut zu Gesicht; sie aus formalen Gründen abzulehnen verhindert eine notwendige Diskussion genauso wie das von den Studierenden geforderte Modediktat.
Faschistische Ideologien lassen sich durch ein Pulloververbot nicht aus der Welt schaffen. Man muss sich ihnen mit überzeugenden Argumenten entgegenstellen. Auch, ja gerade an den Universitäten.
Charlotte Knobloch geht, und erstmals wird kein Holocaust-Überlebender an der Spitze stehen. Die jüdische Stimme wird leiser werden.von PHILIPP GESSLER
... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


LE MONDE diplomatique ist die größte Monatszeitung für internationale Politik. Sie erscheint weltweit in 61 Ausgaben – und liegt am 2. Freitag im Monat der tageszeitung bei.>

Element of Crime ist auf Tour durch Mitteleuropa. Sänger Sven Regener erzählt von seinen Erlebnissen im tazblog "Männer mit Spielplan". >

Nach 15 Jahren wechselt unsere Frankreich-Korrespondentin in die USA. Wie es ihr dabei ergeht, beschreibt sie im tazblog "Paris-Washington, Transit".>
Leserkommentare (0)
Kommentar schreiben