Der "Schwarze Kanal" hat aus Protest ein Schulgelände besetzt VON PETER NOWAK
Mit Lkws und einem Trecker fuhren sie vor. Am Freitag besetzten BewohnerInnen und UnterstützerInnen der Wagenburg "Schwarzer Kanal" das Gelände einer leerstehenden Schule in der Kreuzberger Adalbertstraße 39. Dem "Schwarzen Kanal", mit seinem 19-jährigen Bestehen eine der ältesten Wagenburgen Berlin, wurde zum Jahresende sein Gelände an der Michaelkirchstraße in Mitte gekündigt. Der Grundstückseigentümer, der Essener Baukonzern Hochtief, plant auf dem Gelände eine neue Zentrale für seine Berliner Tochtergesellschaften. Bereits seit Monaten suchen Wagenburg und Bezirk nun nach einem Ausweichquartier. Deshalb wollten sich die beiden Parteien am Freitag treffen.
Man wolle mit der Besetzung deutlich machen, dass es auch in der Innenstadt Ersatzgrundstücke gebe, so Nadine Paul, Bewohnerin des "Schwarzen Kanals". "Die Zeit läuft uns davon. Wir verhandeln seit langem, und am Runden Tisch heißt es immer, Ersatzgrundstücke gibt es nur am Stadtrand." Das habe man auch den PolitikerInnen der BVV Mitte deutlich machen wollen.
Holger Lippmann, Leiter des Liegenschaftsfonds, erklärte, dass die BesetzerInnen das Grundstück auf jeden Fall verlassen müssten. Dort soll demnächst eine Freie Schule entstehen. Der Pachtvertrag sei unterschriftsreif. Allerdings sicherte Lippmann den BesetzerInnen zu, dass der Liegenschaftsfonds über geeignete Grundstücke berät. Lippmann war erstmalig zu dem Runden Tisch erschienen.
Der Sprecher der Grünen-BVV-Fraktion, Frank Bertermann, sah diese Zusage als ersten Erfolg an. Bisher sei es nie gelungen, einen Vertreter des Liegenschaftsfonds zum Runden Tisch zu bekommen. Von dem geplanten Pachtvertrag mit einer Freien Schule hatte Bertermann bisher noch nichts gehört. Trotzdem appellierte Bertermann an die BesetzerInnen, das Grundstück zu verlassen, um sich weitere Verhandlungsmöglichkeiten nicht zu verbauen.
Auch der Baustadtrat von Mitte, Ephraim Gothe, erklärte, dass weiter nach Ersatzgrundstücken in Mitte gesucht werde. Wagenplatzbewohnerin Paul zeigte sich skeptischer. Man brauche endlich eine feste Zusage. Mit leeren Händen wolle man die Besetzung nicht beenden. Schließlich liefe den BewohnerInnen die Zeit davon. Bis Redaktionsschluss beriet ein Plenum über das weitere Vorgehen - ein größeres Polizeiaufgebot stand da schon zur Räumung bereit.
Am Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Schule, die keine Schule ist, die kein Geld vom Land bekommt – und die mit Jugendlichen lernt, die kein Recht auf Bildung haben.von FELIX MÜLLER

... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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