betr.: "Allein gegen die Gemeinschaftsschule", taz vom 23. 11. 07
Leider ist die von Ihnen berichtete Verweigerung einer Gemeinschaftsschule durch den Bezirk Spandau kein Einzelfall. Auch in Steglitz-Zehlendorf wurden Eltern und Lehrerinnen der Grundschule Am Rohrgarten mit dem Verweis, es gebe keine geeigneten Räume im Bezirk, abschlägig beschieden.
Lehrerinnen und Eltern dieser staatlichen Montessori-Grundschule würden den Kindern der Schule gerne ermöglichen, auch nach der 6. Klasse gemeinsam und mit den in der Grundschule erprobten Methoden offenen Lernens ihre Schullaufbahn fortzusetzen. Die Aussage fehlender Räume führte aber dazu, dass der erforderliche Beschluss durch die Schulkonferenz nicht eingeholt wurde. In einer Umfrage an der Schule hatten sich aber über 80 Prozent der Eltern für eine weiterführende Montessori-Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Dabei handelt es sich überwiegend um Kinder, die alternativ an den Gymnasien im Bezirk angemeldet werden.
Die Chance, Gemeinschaftsschule mit einem großen Anteil leistungsstarker Schülerinnen und Schüler zu machen, wird so vertan. Gerade dies wäre notwendig, um Gemeinschaftsschulen davor zu bewahren, als "Resteschule" wahrgenommen zu werden.
GREGOR ZIESE-HENATSCH, Berlin
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