Ehrhart Körting hat das Rennen gemacht. Der SPD-Innensenator wird sich zeit seines Lebens als der Mann feiern lassen dürfen, der den Fußball-Regionalligisten Türkiyemspor gerettet hat. Wie die Senatsinnenverwaltung am Mittwoch in einer historischen Pressemitteilung verlauten ließ, ist es nach drei Dekaden der mühsamen Suche gelungen, den Kreuzberger Nomaden endlich ein angemessenes sportliches Asyl zu gewähren. Dem Klub fehlte ein feste Trainingsmöglichkeit und Anschrift.
Jetzt soll das Gelände des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks in Prenzlauer Berg zur Heimat Türkiyems werden. Aus den Mitteln des Konjunkturpakets II der Bundesregierung stehen insgesamt 30 Millionen Euro für Sanierung und Ausbau des Areals zur Verfügung. Ein Fünftel dieser Summe soll Türkiyem zugutekommen. 4,5 Millionen will der Senat für den Bau eines "Sportfunktionsgebäudes mit Umkleide- und Sozialräumen" - zu Deutsch: Vereinsheim - investieren, weitere 1,5 Millionen soll die Errichtung eines weiteren Trainingsplatzes kosten. Damit die Kreuzberger in ein paar Jahren im Osten auch heimisch werden.
Dies ist eine solch fantastische Nachricht, dass es sich der Innensenator nicht nehmen lassen wollte, der Weltöffentlichkeit die gute Nachricht höchstpersönlich mitzuteilen. In Würdigung der "vorbildlichen integrativen Arbeit", die Türkiyem seit nunmehr 30 Jahren leiste, habe er das beschriebene Angebot gemacht, das der Vorstand des Vereins nun angenommen habe. Man sollte ernsthaft drüber nachdenken, den im Volksmund auch als Erich-Mielke-Stadion euphemisierten Jahnsportpark in Körting-Arena umzubennen.
Absolut gesichert ist das Vorhaben allerdings noch nicht. Das Abgeordnetenhaus muss dem Investitionspaket erst noch zustimmen. Ein positiver Beschluss gilt aber als sicher, schließlich wird sich wohl kaum ein Parlamentarier als Totengräber des Türkiyem-Rettungskonzepts profilieren wollen.
Denn den Kreuzbergern ist in den vergangenen Monaten ein Bravourstück gelungen - auf der Jagd nach einem akzeptablen Trainingsgelände ist man selbst zum heißbegehrten Objekt der politischen Begierde geworden: Zuletzt erhielt der Vorstand drei ernstzunehmende, millionenschwere Lösungsvorschläge, nachdem Jahre lang kein Spitzenpolitiker auch nur einen Cent für den Verein lockermachen wollte. PHILIPP STACHELSKY
Am Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Schule, die keine Schule ist, die kein Geld vom Land bekommt – und die mit Jugendlichen lernt, die kein Recht auf Bildung haben.von FELIX MÜLLER

... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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