KOMMENTAR VON GERHARD DILGER
Noch ist die Zahl der Opfer, die der blutige Konflikt zwischen Perus Staatsmacht und den Ureinwohnern am Wochenende forderte, unbekannt. Die Untersuchung der Katastrophe wird Monate dauern. Fest steht jedoch bereits der Verantwortliche: der zum aggressiven Neoliberalen gewendete sozialdemokratische Präsident Alan García.

Gerhard Dilger ist taz-Korrespondent für Lateinamerika. Er arbeitet und lebt in Porto Alegre, Brasilien. Foto:
Am Donnerstag hatte García im Parlament eine politische Antwort auf die zweimonatigen, bis dahin friedlichen Proteste der Indígenas erneut vertagen lassen. Diesmal ging es um Einwände gegen Präsidialdekrete, durch die das Freihandelsabkommen mit den USA umgesetzt werden soll.
Der Staatschef will den Zugriff ausländischer Firmen auf die Wasserreserven und auf bislang staatliche Waldbestände weiter erleichtern, ebenso die Förderung von mineralischen Rohstoffen, Erdöl und Erdgas.
Doch von den hohen Wachstumsraten kommt schon jetzt kaum etwas beim Volk an. Das macht García zum unbeliebtesten Präsidenten des amerikanischen Kontinents. Dabei wurde die indigene Bewegung Perus, von den Vorbildern in Ecuador und Bolivien beflügelt, für García zum größten Ärgernis.
Im letzten Jahr erzielte sie in ihrem Kampf um den Erhalt ihres Lebensraums und gegen den Ausverkauf Perus einige Achtungserfolge. Doch nun setzt der bürgerkriegserprobte Präsident nicht mehr auf folgenlose "Dialoge", sondern auf Repression und Diffamierung: Ausländische Konkurrenten würden die Indígenas benutzen, um die Entwicklung Perus zu stoppen, sagte er Stunden nach dem ersten Massaker.
Ebenso skandalös wie das Gebaren Garcías ist allerdings auch die offene Unterstützung durch Washington und Brüssel. Die USA haben ihr Freihandelsabkommen mit Peru bereits ratifiziert, die EU verhandelt noch. Selbstverständlich im Namen des Fortschritts.
Am Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Schule, die keine Schule ist, die kein Geld vom Land bekommt – und die mit Jugendlichen lernt, die kein Recht auf Bildung haben.von FELIX MÜLLER

... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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Leserkommentare (2)
08.06.2009, 08:42 | frage:
gibt es solidaritätkundgebungen ist ne demo vor ner botchaft gelpannt?
07.06.2009, 22:55 | Luna:
Die peruanische Presse difamiert auch, sie sprechen und bedauern nur die "Massak...