Liebäugeln Sie schon lange mit dem Austritt aus der katholischen Kirche? Vor allem jetzt, wegen des Streits um einen Holocaustleugner? Nichts einfacher als das. Ein Wegweiser. VON FELIX LEE
Kirchensteuern gibt es a u s s c h l i e ß l i c h in Deutschland. Im Rest der Welt muß sich die Priesterkaste aktiv ums Kirchenvolk bemühen, um Spenden und Beiträge zu kekommen. Meine Mutter zahlte ihr Arbeitsleben lang Kirchen-steuern und hat immer eifrig für die Caritas gespendet. Das Ende vom Lied: 2 mal die Caritas in Anspruch genommen, und sie bekam eine saftige Rechnung. Die Anwesenheit des Pfarrers bei der Grablegung schlug mit 30,-€ zu buche. Das ist der "Dank des Vaterlandes" !
30.01.2010 10:40 Uhr:
von Georg S.:
wieso setzte sich die kirche nicht für "haiti" in finanzieller art ein? nein, immer der staat, dem deutschen wird die kohle durch unsere "deppenregierung" nur so aus der tasche gezogen. seit 2010 habe ich 40 eur mtl. weniger.... nur so...
bürgerentlastungsgesetz? bitte? wo ist das geblieben? was soll das alles?
für mich ist der austritt eine reine trotzreaktion! wenn die kirche wirklich so eine tolle institution ist, sollen sie doch die kirchnesteuer senken, wenn es den menschen schlecht geht.
und an alle leute hier die ihr taz abo wegen der sache kündigen, dass müsst ihr sowieso weil euch die kirchensteuer und die inflation auffrist ;-)
10.08.2009 12:27 Uhr:
von Jackabum:
War an der Katholischen Universität Eichstätt. Der Grund für den Kirchenaustritt.
01.06.2009 22:30 Uhr:
von Sir Leak:
Vielen Dank für einen Artikel, der einen in seinen täglichen Überlegungen bestärkt. Der Unterschied zwischen uns und denen die diesen Artikel hier verurteilen ist:"Wir haben uns weiterentwickelt und die anderen sind anscheinend stehen geblieben."
30.05.2009 08:47 Uhr:
von Albert:
Die Anleitung ist Müll!
"taz-Austrittsformular downloaden, ausfüllen und abschicken"
So funktioniert der Austritt nicht. Persönliches Erscheinen im Amt ist erforderlich. Für nur schriftliche Erklärung ist eine öffentliche Beglaubigung des Schriftstücks erforderlich. (siehe KiAustrG, RelAuG oder KiAusV des jeweiligen Bundeslandes)
04.04.2009 12:29 Uhr:
von Geni:
Immer noch ein seht guter, informativer Beitrag. Danke für die Tipps!
06.03.2009 19:45 Uhr:
von Ire:
Dieser Artikel ist eine unglaubliche Frechheit!! Ich kann nur hoffen das die taz mit dieser anmaßenden Kampagne viele ihrer Leser und Abonnenten verloren hat!!
25.02.2009 23:35 Uhr:
von Uschi:
Also, nach diesem Artikel werde ich TAZ-Leser! Die Kirche tut Gutes mit der Kirchensteuer? Das ich nicht lache!
22.02.2009 13:18 Uhr:
von Bianca Papenberg:
Interessant finde ich den Hinweis, dass man den Kirchenaustritt beim Arbeitsamt anzeigen muss - die werden sich freuen über ein endlich mal anderes Gerücht als Weihnachts- und Urlaubsarbeitslosengeld...
Mein Austrittswunsch hatte allerdings nichts mit diesem Artikel zu tun, sondern ist ausschließlich finanzieller Natur - m.E. nach stimmt einfach das "Preis-Leitungs-Verhältnis" nicht.
Und keine Kirche stand mir je zur Seite, wenn ich Hilfe brauchte. Mir ist Hilfe und Nächstenliebe immer unabhängig von meiner Konfession zuteil geworden. Und auch da hat nie jemand gefragt, wer oder was ich bin oder woher ich komme.
22.02.2009 00:50 Uhr:
von Tobias P:
Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist aus der Kirche auszutreten - nur weil ein alter verwirrter Mann - nein - nicht der aus Regensburg - sondern der von der Insel, der nicht mehr weiss was er sagt weil er Jahrzehnte lang nicht zurechtgestutz worden ist, wage ich zu bezweifeln. Jeder muss selber wissen wann er aus der Kirche austreten will. Ich bin schwul, seit zig Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen, und der Meinung das es genau so eine Sekte ist wie alle anderen, die nur unser bestes wollen - unser Geld. Wobei mir es gar nicht so ums Geld geht - sondern eher um die prähistorischen Einstellungen dieser Herrschaften in Rom, die tatsächlich Glauben, das sie unfehlbar sind.
10.02.2009 01:30 Uhr:
von Roland:
Hoffentlich kommen Sie - liebe AutorIn - in Ihrem Leben nie in die Situation auf die Nächstenliebe und das Wohlwollen anderer Menschen angewiesen zu sein - Menschen, die nicht fragen, "woher Du kommst und wer Du bist".
09.02.2009 20:06 Uhr:
von Alex Meier:
Sehr bezeichnend wie die ganzen Harcore Christen auf ein bisschen Kritik an ihrer tollen Kirche reagieren. Fundamentalismus direkt vor der Haustüre - wie toll wäre eine Welt ohne Papst und Religion.
09.02.2009 13:06 Uhr:
von Bernard:
Ich halte Ihre Kampagne in höchsten Maße für intellektuell kontraproduktiv und ethisch fragwürdig. Die Heilige Katholische Kirche ist nun einmal eine der großen Instanzen, die ein Wertesystem verkörpert, die Werte des Christlichen Abendlandes.
Als TAZ-Abonnent und TAZ-Genossenschaftler bin ich tief enttäuscht von Ihrer Kampagne. Ich überlege mir, ob ich nicht aus der TAZ austreten soll. Senden Sie mir bitte das Formular dafür!
09.02.2009 10:00 Uhr:
von Silke Dziallas:
Die Aufforderung zum Kirchenaustritt steht doch schon in der Bibel! Johannes von Pathmos sagte: »Ziehet aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und von ihren Plagen nichts mitbekommt.«
Meine Erfahrung ist: Wer die Lehren des Jesus von Nazareth ernst nimmt, und ihm nachfolgen will, muss sich zwangsläufig von der unchristlichen Institution "katholische Kirche" distanzieren.
08.02.2009 23:04 Uhr:
von kingkäs:
geiz ist geil - kirche zu teuer, die eine stunde pro woche für gott kann man nicht kaufen, ihr heuchler.
08.02.2009 14:44 Uhr:
von Klaus Rees:
tolle Initiative der taz und hoffentlich mit hohem Gebrauchswert! Mal ehrlich: das was derzeit in der katholischen Kirche passiert spottet doch jeder Beschreibung! Ich kann mich doch nicht wirklich hinstellen, wie "unser" Papst es jetzt tut, und so tun, als hätte ich nicht gewußt, wes Geistes Kind diese Pius-Brüder sind. Holocaust-Leugnung, Antisemitismus und weiteres können und dürfen nicht geduldet werden. Von niemandem! PS: ich bin einen Tag vor dem taz-Artikel ausgetreten.
08.02.2009 12:36 Uhr:
von A. Stiefenhof:
Sie sollten Ihre üble Kampagne noch ausbauen: Jeder 10. Austreter bekommt ein kostenloses Taz-Abo, weil es jetzt bei dieser Postille eh´schon wurst ist.
07.02.2009 23:32 Uhr:
von Ralf Houven:
Zum Thema "Austritt und Rausschmiss": Auch wer "rausgeschimissen" (= exkommuniziert) wurde, ist nach wie vor katholisch, denn die Taufe läßt sich nicht rückgängig machen, auch nicht vom Papst.
07.02.2009 15:54 Uhr:
von Aldo:
Ich finde, es gibt auch viel Gründe aus der Evangelischen Kirche auszutreten, u.a. die letzte Pro Reli Kampagne, wo im Namen der Freiheit gezielt Desinformation betrieben wurde oder auch die Denkschrift "unternehmerisches Handeln aus evangelischer Perspektive, m.E. ein Einknicken vor den herrschenden kapitalistischen Verhältnissen. Ich persönlich bin schon seit 1987 aus der Evangelischen Kirche ausgetreten, als ich bei Abfassung eines Berichtes über das berüchtigte Mädchenheim Heiligensee in Berlin auf Ausbeutungsverhältnisse stieß, so wurden die jungen Frauen mehr oder weniger gezwungen, für damals 1DM Reinigungsarbeiten im Heim zu leisten, dessen Leiter im übrigen ein Evangelikaler war. Die Moral von der Geschicht, was wir brauchen, ist eine breite, öffentliche Diskussion in Richtung laizistischer Staat, alles andere ist Augenwischerei und Kosmetik.
07.02.2009 13:07 Uhr:
von Michael Wallau:
Seit vielen Jahren bin ich treuer Abonnent und Leser der taz, freu(t)e mich sehr über die Existenz einer geistreichen und nicht ideologisch vernagelten Bereicherung der Zeitungslandschaft. Mit der Kirchenaustrittsaktion überschreiten Sie allerdings meinen durchaus kritischen Standpunkt eines Katholiken gegenüber seiner Kirche. Daher werde ich noch heute mein Abo beenden. Schade!
07.02.2009 11:02 Uhr:
von Fritz:
Verehrte TAZ-Redektion,
wenigstens wird der Austritt aus der kath. Kirche nicht mitdem Tode bestraft, wie im Islam. Und Homosexuelle hängen im Vatikan nicht am Baukran wie in Teheran. Da läßt sich trefflich motzen.
07.02.2009 01:20 Uhr:
von Lisa:
Schön, dass hier in den entsprechenden Kommentaren mal wieder die tiefsitzende Abscheu gegen alles, was nicht christlich ist, durchscheint. Austrittssatire zur kath. Kirche = böse, Islam = noch böser, weil böse und fies und unterdrückt alle. Hach, wie schön einfach die Welt doch wieder ist.
06.02.2009 22:11 Uhr:
von R. Hoffmann:
Ich bitte um die Zusendung eines taz-Abbestellformulars.
06.02.2009 19:55 Uhr:
von Werner:
Zitat:"Offensichtlich spekuliert die Kirche darauf, dass ihre ehemaligen Mitglieder die Austrittsbescheinigung nicht aufbewahren, und fordert dann oftmals Jahre später einen Beweis dafür."
Hehhe.. seit wann kassiert die Kirche die Steuer? Ich denke, das tut das Finanzamt! Diese Behauptung: "fordert oftmals" ist wohl nicht sehr fundiert.
06.02.2009 19:34 Uhr:
von modo:
@technokrat: Bei meinem Austritt vor etwa einem jahr in NRW musste ich nur zum AG. Meine aktuelle Steuerkarte ist schon ohne RK - ob das die Regel ist weiß ich nicht. Erfreut war ich aber schon.
Übrigens: Es kommt auch vor, dass trotz Konfessionsloser Steuerkarte nach ein paar Jahren der Beleg für den AUstritt gefordert wird. Nach Berichten im Netz reichen die Karten dann nicht (!) als Beweis für den Austritt.
06.02.2009 18:48 Uhr:
von Paul:
Das ist ja eine frechheit mit dem Artikel, keine kann mich dazu bringen meine Religion zu vernachlässigen wenn dass bei den evangelisten passiert wäre hätten die niemals so ein Artikel geschrieben.
06.02.2009 18:07 Uhr:
von Johannes A.:
Ich bin schwul, Kirchenhasser, Mitglied der Kirche von hinten und der Meinung, daß Gott jährlich neu gewählt werden sollte, aber nur, wenn er sich als schwul, lesbisch oder Kirchenhasser outet. Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich mich nicht um das Amt eines Bischofs bewerben durfte. Dabei hätte ich das Gehalt gut gebrauchen können. Der Glaube spielt im heutigen christlichen Armenland ohnehin keine Rolle mehr. Ich wäre ja Moslem geworden, aber die wollten auch keinen schwulen Bischof, lassen sich aber natürlich nicht so bereitwillig anmachen wie die Papisten. Da ich auch kein Held bin, hetze ich lieber gegen die Katholiken: da muß ich keine Sanktionen fürchten.
06.02.2009 17:32 Uhr:
von technokrat:
in dem text is nen "fehler", man muss zu 2 ämtern, nämlich auch dem arbeitsamt, sonst isses kein wunder wenn auf steuerbescheinigung das besagte stigma noch auftaucht...
ob dieses fehlende kommunizieren der ämter nun von der kirche gewollt ist lässt sich diskutieren..
06.02.2009 17:18 Uhr:
von M.D.:
Reform von Innnen so lautete das Stichwort lange in röm-kath. Kreisen. Ich habe diese Hoffnung mit dem gescheiterten Kirchenvolksbegehren aufgegeben. Kritik an der Kirchenverfassung sollte jedoch nicht - wie durch die TAZ- banal mit Religionskritik gleichgesetzt werden. Glaube ist mehr als die kirchliche Hülle -auch in katholischer Ausprägung. Wer eine andere - auch katholische - Verfassung sucht, findet sie in der altkatholischen Kirche. Deren Name deutet es zwar nicht an, aber dort hat man bereits mit dem ersten Vatikanum die Konsequenz gezogen, bzw. ziehen müssen, dass es auch ohne Rom geht. Die zahlenmäig kleine Kirche steht in aktholischer Tradition im besten Sinne, ist demokratisch verfasst, tolerant, offen auch für Geschiedene, lädt alle Christen zum Abendmahl ein und schließlich ist Frauenordination dort schon längst nicht mehr Diskussion sondern gelebte Realtität. Wer Glaube leben will findet also durchaus Alternativen. Nur auf dem Papier bruacht jedoch in der Tat keiner in einer Kirche, sei es evangelisch oder röm.- katholisch verbleiben.
06.02.2009 16:07 Uhr:
von Bert:
Friedrich II. von Preußen (der Alte Fritz) hat gesagt: "Jede Religion beruht auf einem mehr oder weniger widersinnigen System von Fabeln."
Eine Austrittsberatung wäre auch für andere Fabelsysteme wichtig, insbesondere für den Islam, denn da sind die Leute auch irgendwie schon als Säuglinge zu Zwangsmitgliedern vergewohltätigt worden.
Viele Menschen siedeln nach Deutschland um, damit sie hier die Freiheiten der Demokratie genießen können; sie brauchen Hilfe dazu, auch in ihren Heimatsprachen. Die taz sollte das schaffen, Austrittsformulare mehrsprachig zu gestalten.
06.02.2009 15:57 Uhr:
von Poldi:
Auch der Papst sollte aussteigen. Der taugt eh nur noch fürs Dschungelcamp!
06.02.2009 15:53 Uhr:
von Ralf:
Ich habe zum ersten Mal wirklich alle Kommentare eines Artikels gelesen! Getroffene Hunde bellen, gut so. Wenn ich nicht schon vor einiger Zeit ausgetreten wäre, würde ich nun, denn jetzt wirkt es wohl am besten. Dabei ist mir die Papst-Holocaust Diskussion reichlich wurscht.
06.02.2009 15:30 Uhr:
von Martin:
Sie haben Recht, rhenanus, bei den kirchlichen Feiertagen besteht auch Handlungsbedarf. Diese sollten abgeschafft und in individuelle Urlaubstage umgewandelt werden. Es ist unhaltbar, daß zu all diesen Tagen eine Minderheit dem Rest aufzwingt, wann man mal frei hat. Man kann diese Umstellung ja mit dem Recht verbinden, dass ein Religiöser entsprechend an seinen Feiertagen Urlaub nehmen darf.
06.02.2009 15:17 Uhr:
von Pater Braun:
Schon erstaunlich, wie viele katholisch oder anders Gläubige regelmäßig eine Zeitung lesen, die als "links" gilt. Aber vielleicht sollte ich besser schreiben "galt", denn sonst würde nicht so viele Gläubige regelmäßig dieses Blatt lesen, vermute ich mal. Pater Braun (Vorsicht: Ironie)
06.02.2009 15:17 Uhr:
von martin raffelt:
Ein unverschämter Artikel. Ich wünsche dieser Zeitung einen schönen Leserschwund.
06.02.2009 14:58 Uhr:
von Axel Schäfer:
Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit, selbstständig seine Entscheidung über den Austritt aus einer Kirche zu treffen. Ich bin selbst bereits vor vielen Jahren ausgetreten, weil auch ich mit der Institution "Kirche" nicht allzuviel anfangen konnte. Wenn man schon austritt, sollte man jedoch wie ich auch mindestens einen Betrag in Höhe der ersparten Kirchensteuer an karitative Organisationen spenden, die sich um benachteiligte Personen kümmern, denn hier leistet die Kirche nach wie vor viel. Wer eine solche Schlagzeilen benötigt, um sich zu einem geplanten Kirchenaustritt aufzuraffen, ist ohnehin nicht zu helfen. Der Glaube selbst ist eine sehr persönliche Angelegenheit, die jeder mit ich selbst klären sollte. Insofern halte ich auch einen solchen "Aufmacher" in der taz zum einen für überzogen und zum anderen eine Gefahr für ihre eigene Glaubwürdigkeit, da ich solche Methoden eher von einem Mitbewerber aus dem Springer-Verlag weiter rückt. Ich würde es sehr bedauern, wenn sich Leser auf Grund solcher Dinge neue "Feindbilder" suchen würden.
06.02.2009 14:47 Uhr:
von davidly:
Hat sich als ironisch erwiesen: mit der Frage "warum nicht an Muslime...?" Offensichtlich sind viele Katholiken, bzw. viele aus allen Konfessionen und religiösen Richtungen genau so humorlos, abergläubig, voreingenommen und stur wie "jene Muslime". Zum Glück nicht alle.
Apropos: gibt es eigentlich eine vom Finanzamt eingezogenen Islam-Lohnsteuer?
06.02.2009 14:03 Uhr:
von rhenanus:
noch als nachtrag an diejenigen, die jetzt aus der kirche austreten.
Werden Sie künftig an kirchlichen Feiertagen, die nicht auf einen Sonntag fallen, freiwillig arbeiten gehen, z.B. an Weihnachten, an Karfreitag, am Oster- und Pfingstmontag, christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Reformationstag und Allerheiligen!
und in Ergänzung zu anderen, wo bleibt die Austrittsberatung für Protestanten, Muslime, Hindus und Juden, Auch dort gibt es Unzufriedene!
06.02.2009 14:02 Uhr:
von tztztz:
wer weiter nach rom steuern zahlen will, muss eben in der kath. kirche bleiben. tztztz
06.02.2009 13:51 Uhr:
von Leidkultur:
@ Toni Sanic 06.02.2009 07:54 Uhr:
eines kann man der taz nicht vorwerfen: dass sie wie Kaugummi an ehemaligen oder künftigen Abonnenten klebt. Das schreibt Ihnen jemand, der meist nicht auf taz-Linie ist.
06.02.2009 13:47 Uhr:
von kleininquisitor:
Bedauerlich, daß selbst einige TAZ-Leser sich über die Satire kirchenkritischer Artikel erregen. Bei derart rückwärtsgewandter Ideologie wie sie die Katholen wider besseres Wissen verbreiten kann man duchaus annehmen, daß die Evolution an einem signifikanten Anteil der Menschheit vorbeigegangen ist.
06.02.2009 13:16 Uhr:
von Volker B.:
Man merkt bei vielen das Intoleranz der Kern der monotheistischen Religionen ist. Wenn jemand meint austreten zu wollen, warum nicht? Formulare und Ratgeber gibt es schließlich für fast alles. Und ich bin überzeugt - glauben kann man auch ganz ohne Kirche!
06.02.2009 12:48 Uhr:
von Casi Anders:
Eine schöne freche und mutige Initiative der taz. Meine Mutter war weil geschieden lange vom Segen ausgeschlossen, aber natürlich noch zahlendes Mitglied der Kirche. Die Kirche hält auch ihre Schäfchen beisammen, indem sie Angst verbreitet. Meine Mutter war selbstbewusst und aufgeklärt, aber den letzten Abschied hat sie sich doch nicht getraut.
Da es nun einfach schwierig ist, eine religiöse Mitgliedschaft zu kündigen, finde ich es gut, dass einmal aufgezeigt wird, wie das zu machen ist.
Religionsgemeinschaften aller Art sind ja qua Glauben anfällig für Fanatismus und skeptisch gegenüber der Vernunft. Sonderregeln und Rechte finde ich unfair. Warum organisieren sich religionen nicht auf der weltlichen Ebene als Verein.
Dann aber doch noch ein Wort zu der Wiederaufnahme des rechtsradikalen Klerikers. Hier muss ich die Kirche verteidigen. Sie unterstützt damit nicht seine Aussagen, nimmt ihn nur wieder unter seinem Dach auf. das ist auch gut so, wenn Religionen für alle offen sind. Gemein machen sie sich deswegen auch nicht mit Steuerhinterziehern, Kinderschändern oder Mördern.
Gruß
Casi
06.02.2009 12:38 Uhr:
von Evangelikaler:
Bei uns seid ihr herzlich willkommen.
06.02.2009 12:34 Uhr:
von Willi:
Dass kein Missverständnis aufkommt: Es soll niemand vom Glauben abgebracht werden. Dies ist eben keine atheistische Missionierung. Es geht nur die Abkehr von einer Kirchenorganisation. Wer meint, er brauche einen Verein für seine private Todesangstüberwindung (bzw. Religion), der hat eine breite Auswahl. Doch nicht jeder Autofahrer ist im ADAC, nicht jeder Briefmarkensammler beim Philatelistenverein. Kirche und Glauben werden fälschlicherweise oft vermengt.
06.02.2009 12:00 Uhr:
von Jörn:
Es ist noch zu vermerken:
Der Kirchenaustritt ist sofort nach Unterschrift und Bezahlung der "Gebühr" vollzogen. Der Kirchensteuerbetrag wird allerdings noch einen Monat weiter eingezogen. Empfand ich bei meinem Austritt als eine Frechheit, da ich in dem Monat schon kein Kirchenmitglied mehr war und mir nicht nachvollziehbar war. Amen
06.02.2009 11:57 Uhr:
von Ah, die Atheisten missionieren...:
...allerdings ziemlich platt und einseitig. Irgendwie vermag ich den Unterschied zu mancher Religionsgemeinschaft nicht recht zu erkennen.
06.02.2009 11:54 Uhr:
von Norbert Bauer:
Nach kurzer Überlegung habe ich entschieden: ich trete nicht aus. Auch ich bleibe dabei: lieber auftreten als austreten. Ich frage mich nur, bin ich in ihren Augen weiterhin ein würdiger taz-Abonennt, oder dürfen nur Ex-Katholiken die taz lesen. Gerade als Katholik habe ich in den vergangenen Wochen gerne die Beiträge von Herrn Philipp Gessler gelesen und habe mich sehr über ihr Titelblatt "wir sind peinlich" gefreut. Ich hoffe, Sie verabschieden sich mit der heutigen Ausgabe nicht aus der ernsthaften Kirchenberichterstattung.
06.02.2009 11:53 Uhr:
von Wiebke:
Äähm, das mit dem taz-Austrittsformular ist ja woll total daneben. Der Austritt muss öffentlich beglaubigt werden, und dazu muss man notwendigerweise persönlich zum Standesamt/Amtsgericht oder zu einem Notar (der aber erst recht dafür abkassiert - zusätzlich zur Austrittsgebühr). Außerdem ist die Angabe von Gründen nicht nur unnötig, sondern auch unzulässig. Da kann man ja dann dem Pfarrer einen Brief hinterherschicken, wenn man was loswerden will.
Rausschmiss gibt es in der katholischen Kirche auch nicht. Die Exkommunikation ist lediglich eine Strafe, mit der man von kirchlichen "Wohltaten" ausgeschlossen wird. Die Pflichten hat man weiterhin, insbesondere auch die Steuerpflicht, solange man blöd genug ist, nicht selber auszutreten.
06.02.2009 11:53 Uhr:
von Martin:
@ Bremehr:
Das ist keine aufrichtige Argumentation. Egal welche Mißstände anprangert werden, man kann darauf nicht verlangen, daß auch noch sämtliche anderen Übel der Welt mit aufgezählt werden, das ist unmöglich. Das was Sie machen, ist nur ein billiger Trick um abzulenken.
06.02.2009 11:51 Uhr:
von rhenanus:
dieser artikel mit seiner "hilfe zum kirchenaustritt" ist blanker populismus und teil eines Antikatholizismus, der in Deutschland seit Mitte des 19. Jh. immer wieder belebt wird. Man denke nur an den Kulturkampf mit seiner Diskriminierung von Katholiken und besonders an den nationalsozialistischen Kirchenkampf des Reichssiocherheitshauptamtes unter Heydrich, dessen Argumente hier laufend verwendet werden. Die enge Verflechtung des Protestantismus mit seinen "Deutschen Christen" spielt nur eine Nebenrolle. Was die Kirchensteuer angeht, die übrigens auch für die evangelische Kirche erhoben wird, sie wurde Mitte des 19.Jh. vom preußischen König Friedrich Wilhelm III eingeführt, damit die Kirchen die sozialen Aufgaben erledigen konnte, die der Staat nicht wahrnehmen wollte. Dieser hatte 1803 den grüßten Teil des kirchlichen Besitzes enteignet und der kirchlichen Sozialarbeit damit die finanzielle Grundlage entzogen.
06.02.2009 11:45 Uhr:
von Gibuld:
Jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, wenn’s darum geht, den Papst niederzumachen. Langsam Freunde, als ungläubiger Katholik sehe ich mich in der Pflicht, mal der Wahrheit die Ehre zu geben.
Was hat der Papst verbrochen? Er hat die aus anderen Gründen verhängte Höchststrafe, welche die Katholiken verhängen können – die Exkommunikation – zurückgenommen. Diese Strafe bedeutet nach konservativer Überzeugung den Verlust des ewigen Seelenheils. Die Rückgängigmachung ist ein rein religiöser Akt, der auch wiederum aus anderen Gründen erfolgte, welcher aber nun zu einem weltlichen Politikum umfunktioniert wird.
Kein Hahn hätte nach Williams gekräht, wäre da nicht die zeitliche Koinzidenz der Ereignisse. Einem alleinigen Vorstand einer Gemeinschaft von über 1 Millarde wird man bei minimalem Wohlwollen zubilligen, dass er nicht über jedes Interview informiert sein kann. Da man aber dem deutschen Papst nun eins auswischen kann, passt das unselige Interview gut zum Draufschlagen.
Bisher steht nicht die Forderung im Raum, Williams – den eigentlichen Urheber - zu bestrafen, nein, die Zielscheibe ist allein der Papst.
Sakrament Der Papst, hat Williams und Genossen ein vorenthaltenes Sakrament wieder zugebilligt. Ich spreche jedem außerkatholischen das Recht ab, hierüber zu urteilen, da er die religiöse Bedeutung der Sakramente nicht nachvollziehen kann. Wo kämen wir hin, wenn wir Christen den Muslimen reinreden wollten, und bestimmen, sie sollten diesem oder jenem gemäß Scharia die Hände abhacken ?
Kein Mensch hat von der Kirche verlangt, die Sakramente den Nürnberger Kriegsverbrechern abzuerkennen. Diese sind vielmehr mit kirchlichem Segen ins verdiente Jenseits geschickt worden. Nun dürfen aber solchen, die keine Kriegsverbrechen begangen haben, sondern diese nur leugnen, diese Sakramente nicht erteilt werden ?
Es ist langsam unerträglich, wie sich unsere jüdischen Mitbürger zum Übergewissen der Nation deklarieren. Schon die Verwendung des Wortes „Pogromstimmung“ –ohne Bezug zum Holocaust – soll hierzulande die Karriere kosten. Wer gestern Michel bei Kerner gesehen hat, könnte vielleicht begreifen, wovon ich rede.
06.02.2009 11:43 Uhr:
von Helmut Kroll:
Wenn es dem Artikelschreiber wirklich um ungeheuerlichen und vor allem massenhaft gewalttätigen Antisemitismus in der Neuzeit ginge, dann hätte er Handlungsanweisungen zum Austritt aus dem Islam geben sollen, verbunden mit Ratschlägen wie man das am Besten überlebt.
06.02.2009 11:31 Uhr:
von Jochen Banik:
Meiner Meinung nach sollte nur aus der Kirche austreten, wer für sich mit dem christlichen Glauben und seinem Inhalt gebrochen hat. Es ist ziemlich leicht, sich darüber ohne profunde Kenntnisse lustig zu machen. Merkwürdigerweise kommen Aufrufen wie dem von Herrn Lee eher evangelische Kirchenmitglieder nach als die direkt angesprochenen Katholiken, obwohl der Papst in der evangelischen Kirche nichts zu melden hat und die Forderungen der Bewegung "Kirche von unten" seit langem erfüllt sind. Menschen, die am Katholizismus irre werden, aber trotzdem Christen bleiben wollen, rate ich zum Konvertieren, einer leider unerwähnt gebliebenen Möglichkeit.
06.02.2009 11:26 Uhr:
von Maria:
Die kirchlichen Einrichtungen wie Caritas als Schutzschild für die verkommene Kirche zu mißbrauchen ist schäbig. Die Hamas bietet auch soziale Hilfsdienste ...
Außerdem sind Diakonie & Co. keineswegs unersetzlich. Man könnte solche sozialen Einrichtungen auch staatlich finanzieren. Werden sie ja eigentlich auch bereits schon, über den Umweg der staatlich eingezogenen Kirchensteuer.
Dies wäre für den Bürger wesentlich günstiger, da mit der Kirchensteuer noch viele andere Dinge finanziert werden. Ob man darüberhinaus noch weiter die Kirchenbeiträge zahlen will, wäre jedem selbst überlassen.
06.02.2009 11:16 Uhr:
von Stefan Bremehr:
Warum bieten Sie keinen Ausstiegsratgeber für Muslime an? Schließlich gibt es auch im Islam genügend "Leugner", es interessiert anscheinend nur niemanden. Es ist so einfach auf die Kirche einzuschlagen und jeder fühlt sich irgendwie gut dabei. Die Kirche kann sich auch nicht annähernd so gut wehren wie der Islam, kann sie doch nicht einfach mal einen globalen Zorn entfachen mit allem was dazugehört: Flaggen verbrennen, Botschaften in Brand setzen, Selbstmordattentate. Übrigens: Im einigen islamischen Staaten wird die Abkehr vom Islam mit dem Tode bestraft.
06.02.2009 11:13 Uhr:
von Gerhard:
Es ist ein Unding, dass die Eltern eines Säuglings durch Taufe über die zukünftigen Zwangs-Kirchen-Steuerabgaben entscheiden und der Staat diese Zwangsabgabe auch noch eintreibt (Kirche und Staat sind doch angeblich getrennt). Der u. U. gegen seinen Willen Getaufte sollte, statt austreten zu müssen, im geschäftsfähigen Alter bewusst eintreten, wenn er eine diese Sekten unterstützen will.
06.02.2009 11:11 Uhr:
von Michael Rux:
Anders als in jedem anderen Verein, wo ein Brief an den Vereinsvorstand genügt, kann man in Baden-Württemberg den Austritt aus der Kirche nicht einfach mit einem Schreiben an das Erzbischöfliche Ordinariat erklären, sondern man muss hierfür aufs städtische Standesamt gehen. Das hat einen einzigen Grund: Der Staat zieht für die Kirche die Kirchensteuer ein und dafür müssen amtliche Steuerlisten geführt werden. Die Führung der Steuerverzeichnisse lässt sich der Staat pauschal von den Kirchen bezahlen. Nach § 23 des baden-württembergischen Kirchensteuergesetzes leisten die Religionsge-meinschaften für die Einziehung der Kirchensteuern eine „angemessene Verwaltungskostenvergütung“. In Baden-Württemberg beträgt diese Gebühr 3 Prozent des Kirchensteueraufkommens. Der Haushalt der Erzdiözese Freiburg für das Jahr 2008 (Anteil des Bistums, ohne Kirchengemein-den) weist Kirchensteuer-Einnahmen in Höhe von 202,5 Millionen Euro netto aus. Demnach hat der Staat 2008 für die Verwaltung der römisch-katholischen Kirchensteuern allein im Erzbistum Freiburg gut 6 Millionen Euro an Gebühren eingenommen – und das ist nur eine von vier kirchlichen „Oberbehörden“ im Land Baden-Württemberg! Das reicht mehrfach, um alle Kosten abzugelten, die dem Staat für die Verwaltung der Austrittserklärungen entstehen. Aber: Dieses Geld ist nicht zweckgebunden und landet im Landeshaushalt! Die Städte und Gemeinden kriegen davon nix ab, aber sie haben die Verwaltungsarbeit zu erledigen und dafür kassieren sie die Austrittswilligen ab. Allerdings: Kirchentreu wie die Gemeinderäte (in der Regel alle Fraktionen!) sind, messen sie mit zweierlei Maß: Für den Eintritt in die Kirche verlangen sie nichts. Der Verwaltungsaufwand hierfür ist exakt der gleiche wie beim Austritt, aber zur heiligen Mutter Kirche (zurück)zufinden, ist ein gottgefälliges Werk und das ist gratis. Michael Rux, Freiburg im Breisgau
06.02.2009 11:03 Uhr:
von el antifascista:
Als häufiger Besucher dieser Onlinepräsenz muss ich mal deutliche Kritik an diesem Artikel äußern. 1. Niemand darf und sollte den Holocaust leugnen, schon gar nicht, um einer Witzfigur wie dem Papst den Rücken zu kehren. Wenn das als Scherz gemeint war, sollte der Autor mal seinen Humor überdenken und derartigen Unsinn nicht auf der Titelseite platzieren. 2. So sehr die Kirche und die katholische Kirche insbesondere eine archaische und in weiten Teilen zutiefst weltfremde und rückschrittige Organisation ist, werden über die Kirchen noch immer jede Menge karitativer Dienste angeboten, für die es so keinen Ersatz gibt. Aber vielleicht ist der Autor ja der Meinung, dass dies ein Holocaust-leugnender liberaler Markt ersetzen kann. Pfuiii!!!
06.02.2009 11:03 Uhr:
von pit bit:
Wie wäre es denn mit einer Benefiz-Austritts-Gala im Fernsehen, moderiert von Pilawa? Jeder Austreter spendet die Steuerersparnis eines Jahres für wohltätige Zwecke, z.B. an von Priestern und Bischöfen mißbrauchte Kinder.
06.02.2009 10:56 Uhr:
von Egon:
an Frau Kaul:
Stimmt, eine läppische Holocaustleugnung reicht nicht für die Exkommunikation, die ungeheuerliche Leugnung der unbefleckten Empfängnis allerdings schon. Uta Ranke-Heinemann wurde genau deswegen exkommuniziert.
06.02.2009 10:52 Uhr:
von Krause:
Wieder mal ein launiger Artikel gegen die katholische Kirche, ganz spaßig. Wie bereits früher geschrieben, würde ich mich aus Gründen der Gleichbehandlung freuen, wenn auch andere Religionsgemeinschaften berücksichtigt würden. Wie wäre es mal mit einem Artikel über den Austritt aus dem Islam. Der Zentral der Ex-Muslime steht fachlich sicher gerne zur Seite - und kann auch über die Risiken und Nebenwirkungen eines solchen Austritts informieren.
06.02.2009 10:42 Uhr:
von Tino Kretschmann:
Ob Eure Titelseite wirklich dem kritischem Diskurs mit den sogenannten Würdenträgern nützt, ich weiß nicht. Sicher ist die Katholische Kirche in Ihrer Struktur und vom Verständnis der Unfehlbarkeit eines Papstes mit homophoben Ansichten, einem knöchrigem Familienbild und Ihrer Haltung zu Abtreibung nicht unterstützenswert, aber den religionsinternen Kampf um Befreiung von solchem Unsinn auf diese Art von Außen zuzuspitzen und anzuheizen, vergrößert die Gefahr des Zusammenhalts von Fundamentalisten und all denen, die sich zwar nicht mit all dem Unsinn identifizieren, aber dennoch Ihren Glauben innerhalb der Katholischen Kirche verwurzelt sehen. Dies trägt eher dazu bei, dass die Konservativen und Rechten sich durchsetzen und Ihr Süppchen darauf kochen. Es ist ja unter anderem auch die Katholische Kirche und es sind deren Mitglieder, die durchaus gute soziale Arbeit leisten, gegen Antisemitismus, Krieg und Umweltzerstörung. Es sind in Berlin eben auch Christen, die beispielsweise die Pro Reli Initiative massiv kritisieren und für einen gemeinsamen verpflichtenden Ethikunterricht eintreten. Auch auf die Gefahr hin, dass Sie teilweise als AmtsträgerInnen von der eigenen Kirche unter Druck gesetzt werden etc. Es waren katholische Christen, die unter anderem die Weiße Rose gründeten und klar gegen den Antisemitismus und Krieg der Nazis kämpften. Diesen Teil der Kirche gerade in solch aufgeheizter Debatte zu sehen, zu unterstützen und ihnen Möglichkeiten von Öffentlichkeit zu geben, würde vielleicht mehr helfen, als der Aufruf zum Austritt.
06.02.2009 10:27 Uhr:
von Christa Tamara Kaul:
Herr Lee schrieb u.a.: "Wer hingegen wirklich dem Vatikan für immer den Rücken kehren möchte, müsste den Papst schon schwerwiegend brüskieren - oder den Holocaust leugnen."
Ach, allerwertester Herr Lee, auch bei einem so schööönen Verbalerguss wie dem Ihrigen kann ein bissschen Sachkenntnis nicht schaden. Den Holocaust zu leugnen ist zwar ebenso schlimm wie dumm, bewegt sich aber auf der historischen Ebene, ist also keine religiöse Angelengenheit und daher ebenso wenig eine kirchenstrafebewehrte Tat wie die Behauptung, dass die Welt eine Scheibe sei. Ergo: Keine falschen Hoffnungen, eine "bloße" Brüskierung des Papstes führt mitnichten zum Rausschmiss.
Gott zum Gruße CTK
06.02.2009 10:25 Uhr:
von Martin:
Sehr gute Aktion, es gibt viele Katholiken, die einfach nur zu träge sind auszutreten, es ist wie mit dem Stromanbieterwechsel.
Mehr noch, man möchte fast eintreten, nur um austreten zu können.
06.02.2009 10:17 Uhr:
von von Rolf:
Widersprüchliche Katholische Kirche: Wer getauft ist, ist automatisch Kirchenmitglied - dies ist eine Zwangsmitgliedschaft, denn nur die Eltern und nicht das Kind entscheidet. Deshalb muss bei Volljährigkeit erst entschieden werden können, werde ich voll zahlendes Kirchenmitglied, oder lasse ich, aus Überzeugungsgründen, die Finger von dieser Religion.
Im Nachhinein eine Austtrittsgebühr zu verlangen, ist meines Erachtens rechtswidrig. Und wie die Gebühren gestaltet sind, so sieht auch das politische Couleur der Länder aus.
06.02.2009 10:17 Uhr:
von mek:
jetzt reichts: so können sie ihr taz-abo kündigen bzw. künftig einfach am kiosk daran vorbei greifen...
alleine die taz chefredaktörin bascha mika (auch wenn sie wahrscheinlich sehr nett ist...) reicht zur begründung dieser haltung, sag ich mal, weil ich bin ja wie felix lee oder thomas füller, die letzte viel unfehlbarere instanz (bzw. wenn nicht auch egal - ich schreib ja nur für die taz, wie diese unsäglichen praktikanten äh redakteure auf 200-euro basis á là felix lee...
von allen guten geistern verlassen: dafür bemüht man sich um die "deutsche humanistische union" - irrelevante gruppierungen mit kaum mehr als tausend mitgliedern, werden hier zum "denk-maßstab" erhoben... das pdf, die ganze taz entspringen inzwischen also offensichtlich in ihrer polemik dieser wurzel.
pdf zum download gibt es nicht, denn es entspricht nicht meinem weltbild...
06.02.2009 10:06 Uhr:
von Michael Stern:
Soll das witzig sein, ich finde nicht. Eine absolut einseitige und dumme Aktion. Bisher habe ich die taz in meinem Lektürespektrum gehabt, das wird sich aber ab heute ändern.
06.02.2009 09:44 Uhr:
von Christiane:
Meine eigenen Erfahrungen beim Kirchenaustritt entsprechen nicht ganz Ihren Informationen. Bei Zuzug aus dem Ausland habe ich mit der Anmeldung im Rathaus Tübingen auch gleichzeitig meinen Kirchenaustritt erklärt. Daraufhin hat mich wochenlang der mir vollkommen unbekannte, aber anscheinend für mich "zuständige" protestantische Pastor mit Briefen und Telefonaten traktiert, da er meinen Austritt und meine Gründe mit mir "besprechen" wolle.
Auch die Taufpatenschaft wird nicht einheitlich gehandhabt. Als ich gebeten wurde, Taufpatin in Hannover zu werden, wollte ich mich mit der bequemen Ausrede aus der Affäre ziehen, dass ich wegen meines Austritts nicht infrage käme. Eine Rückfrage der Kindseltern beim dortigen Pastor ergab, dass man darin keinen Hindernisgrund sähe.
Mit freundlichem Gruss Christiane eine Taufpatin wider Willen
06.02.2009 09:35 Uhr:
von Peter Becker:
Sehr geehrter Herr Felix Lee,
es ist ja schön, dass Sie so verständig sind, zu wissen, wie man aus der Kirche austritt. Wissen Sie auch wie man in die Kirche reinkommt? Ich finde Ihren Artikel ein bisschen einseitig.
Und eines noch: Sie haben ganz offensichtlich nicht verstanden, worum es in dem nun kircheninternen Streit geht. Aber durch Ihre Agitation wird sicherlich nichts besser. Vielmehr droht auch dem Christentum wieder eine Zerplitterung. Und ohne eine friedliche Perspektive ist der Weg zur Fundamentalisierung nicht weit: Sie sind das beste Beispiel!
06.02.2009 09:22 Uhr:
von Doktor Mabuse:
Wo gibt es denn die hübschen Rückspiegelfiguren vom Papst? Eigentlich halte ich nichts von diesem Verein und bin auch schon lange ausgetreten (auch wenn es in meinem Fall der Evangelische ist, der meines Erachtens nach noch schlimmer ist). Aber seit dieses dumme Stück von Merkel diesen Verein denunziert, um vom ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken, entwickle ich nicht geringe Sympathien.
06.02.2009 09:00 Uhr:
von Steffi:
Und es ist trotzdem ein zum Tischzerhacken himmelschreiender (jawohl!) Mist, auch nur eine ... was denn überhaupt? Gebühr? von 10€, geschweige denn ganzen 60€ bezahlen zu müssen um aus der Kirche auszutreten.
06.02.2009 08:07 Uhr:
von Daniel:
Wenn auch etwas zugespitzt und zynisch... als überzeugter Atheist hat mir der Artikel sehr gefallen. Zumal er auf einige wirkliche Misstände in Deutschland hinweist! Schreibt doch einmal darüber, wer und wann die Kirchensteuer zu welchem Zweck eingeführt wurden ist. Auch das sollte einmal jeder wissen. Und was ebenfalls interessant ist, wohin diese Kirchensteuer eigentlich fließt. Sie bleibt nämlich nicht in Deutschland und mit ihr werden auch keine Kirchenprojekte bezahlt. Bishöphe und Pfarrer bekommen ein 'Bombengehalt' bezahlt aus der Staatskasse! Inklusive einer Wohnung und dem dazu passendem Hausmädchen!
06.02.2009 07:54 Uhr:
von Toni Sanic:
Gute Aktion. Werde evtl. davon Gebrauch machen. Hoffentlich ist die katholische Kirche nach dem Austritt nicht so aufdringlich wie die taz nach einer Abokündigung oder mit ihren Klingelbeutelaktionen für Investitionen in Pressefreiheit.
06.02.2009 07:46 Uhr:
von GegenKirchefürGlauben:
"Offensichtlich spekuliert die Kirche darauf, dass ihre ehemaligen Mitglieder die Austrittsbescheinigung nicht aufbewahren, und fordert dann oftmals Jahre später einen Beweis dafür."
Ob es für dieses Verhalten eine biblische Grundlage gibt? Ist die Lehre Jesu nicht eigentlich "zwangsbefreit"?
Man kann sich immer wieder nur wundern über Verhaltensweisen der Institution Kirche.
Ich werde austreten und die gesparte Kirchensteuer ganz gezielt Projekten spenden, die zwar dem Namen nach nicht unbedingt christlich sind, aber dem Inhalt nach schon. Kirchlichen Pomp, institutionelle Ingnoranz werde ich nicht mehr unterstützen. Mein Glaube braucht sowas nämlich nicht.
06.02.2009 07:33 Uhr:
von Leidkultur:
Traut die taz sich das bezüglich des Islams auch?
06.02.2009 01:01 Uhr:
von pst:
...oder evangelisch werden...
06.02.2009 00:06 Uhr:
von davidly:
Schade, dass ich meine Firmung versäumt hab, könnte ich jetzt austreten. Alle meine Mitschüler haben mit ihrer Firmung in der 5. Klasse deren Taufe vollendet. Ich konnte ihr ausweichen, mit der Ausrede, "so eine Entscheidung trifft kein Zehnjähriger". Wohl wahr, oder aber mit zehn wusste ich besser.
05.02.2009 23:38 Uhr:
von c h:
Danke, dass endlich mal eine große Tageszeitung erklärt, wie mans macht! Sollte jeder tun, fühlt sich gut an. Ehrlich!
05.02.2009 22:51 Uhr:
von Ralf Jensen:
tja.....wie immer...!!!
.......die TAZ als 5. kolonne des internationalen zionismus........hab schon seit längenen nichts mehr anderes erwartet...(inclusive ZENSUR!!!)
...ihr sollt wissen, dass ihr DAMIT nicht erfolgreich sein werdet.......................objektive berichterstattung hätte zumindest CHARAKTER!!!!!!
05.02.2009 22:24 Uhr:
von Christian Lellinger:
Welch kindischer und gleichzeitig unverschämt anmaßender Artikel. Das erste Mal dass mich die taz wirklich enttäuscht.
05.02.2009 21:01 Uhr:
von Kay:
Wenn es denn mal so einfach wäre! Obwohl ungetauft (religionslos) schafft es das Finanzamt nicht diesen Status auf Dauer in meiner Steuerakte beizubehalten. Im Schnitt alle zwei Jahre habe ich den Mist wieder, wie Scheiße am Schuh auf der Steuerkarte stehen. Schon seit Jahren frage ich mich, ob es da einen geheimen Deal mit der Kirche gibt. Es kann ja wohl nicht so schwer sein EDV-technisch den Status "KEINE KONFESSION VON GEBURT AN" von einem Jahr ins nächste zu retten. BTW, das Drama zieht sich jetzt schon über 20 (!!!) Jahre hin. Das Problem ist natürlich auch, das ich gar nicht austreten kann, da ich nie in der Kirche war.
Kay
05.02.2009 21:00 Uhr:
von Daniel Schmidt:
Die Ironie ist phänomenal!
05.02.2009 20:58 Uhr:
von H. Martin:
Die taz sollte auch ein Formular für Protestanten bereitstellen. Wer sich die regelmäßige Kolumne von Bischof Huber (dem evangelischen Papst) durchliest oder die Haltung der EKD zum Ethikunterricht in Berlin betrachtet, hat schon genügend Gründe.
05.02.2009 20:33 Uhr:
von Anne:
60€ zum Austretten? Vereine dürfen keine Austrittgebühr verlangen, wieso kann das eine Kirche? Wieso sollte sich der Staat da überhaupt einmischen und die Kirchensteuern einsammeln, sollte doch jeder selbst mit seine Kirche machen. Der Staat sammelt doch nicht für den ADAC meine Mitgliedsgebühren ein.
05.02.2009 20:21 Uhr:
von Ansgar Hollah:
Ich find´s nicht gut, dass die taz aktiv den Kirchenaustritt bewirbt. Sollen wir Katholiken im Gegenzug jetzt in unseren Pfarrblättchen oder an Schwarzen Brettern in Läden der Nachbarschaft taz-Abo-Abbestellformulare beilegen?
"...Nicht einmal mit hohen Kosten ist der Austritt verbunden..."
ich persönlich verschiebe meinen austritt schon seit ca. 2 jahren, da ich 30 euro als student durchaus für "hohe kosten" halte. und für unverschämt und unberechtigt halte ich diese kosten auch. jetzt wirds aber irklich zeit. wünsche alle einen schönen austritt
05.02.2009 18:50 Uhr:
von wolfgm:
wo bleiben die Austrittsformulare für Juden,Evangelische Kirche,Baptisten und sonstige Himmelskomiker?
05.02.2009 18:16 Uhr:
von Earendil1:
Der Artikel passt perfekt zu meiner derzeitigen Situation. Wenn nicht jetzt austreten, wann dann? Werd ich jetzt mal in Angriff nehmen. Kann mit diesem Verein eh nichts mehr anfangen.
05.02.2009 18:14 Uhr:
von Jürgen Immler:
Wer wegen der aktuellen Debatte aus der Kirche austritt, war nie ein wirklicher Katholik und hätte schon lange austreten müssen. Das gilt nicht nur für die Debatte um Williams, sondern auch bei der Debatte um den jüngst berufenen Weihbischof von Linz. Zum katholischen Glauben gehört nun mal die Anerkennung des Papstes als Stellvertreter Christi auf Erden. Er hat das Recht, Exkommunikationen auszusprechen und aufzuheben, und es steht ihm zu, Bischöfe zu ernennen. Wer wahrhaftig an Gott, seinen eingeborenen Sohn und den Heiligen Geist glaubt, muss auch diese Tatsache akzeptieren. Alles andere ist Rosinenpicken (siehe Protestanten).
Leserkommentare
09.03.2010 12:20 Uhr:
von Johannes:
Kirchensteuern gibt es a u s s c h l i e ß l i c h
in Deutschland.
Im Rest der Welt muß sich die Priesterkaste aktiv
ums Kirchenvolk bemühen, um Spenden und Beiträge
zu kekommen.
Meine Mutter zahlte ihr Arbeitsleben lang Kirchen-steuern und hat immer eifrig für die Caritas
gespendet.
Das Ende vom Lied: 2 mal die Caritas in Anspruch
genommen, und sie bekam eine saftige Rechnung.
Die Anwesenheit des Pfarrers bei der Grablegung
schlug mit 30,-€ zu buche.
Das ist der "Dank des Vaterlandes" !
30.01.2010 10:40 Uhr:
von Georg S.:
wieso setzte sich die kirche nicht für "haiti" in finanzieller art ein? nein, immer der staat, dem deutschen wird die kohle durch unsere "deppenregierung" nur so aus der tasche gezogen. seit 2010 habe ich 40 eur mtl. weniger.... nur so...
bürgerentlastungsgesetz? bitte? wo ist das geblieben?
was soll das alles?
für mich ist der austritt eine reine trotzreaktion! wenn die kirche wirklich so eine tolle institution ist, sollen sie doch die kirchnesteuer senken, wenn es den menschen schlecht geht.
und an alle leute hier die ihr taz abo wegen der sache kündigen, dass müsst ihr sowieso weil euch die kirchensteuer und die inflation auffrist ;-)
10.08.2009 12:27 Uhr:
von Jackabum:
War an der Katholischen Universität Eichstätt.
Der Grund für den Kirchenaustritt.
01.06.2009 22:30 Uhr:
von Sir Leak:
Vielen Dank für einen Artikel, der einen in seinen täglichen Überlegungen bestärkt. Der Unterschied zwischen uns und denen die diesen Artikel hier verurteilen ist:"Wir haben uns weiterentwickelt und die anderen sind anscheinend stehen geblieben."
30.05.2009 08:47 Uhr:
von Albert:
Die Anleitung ist Müll!
"taz-Austrittsformular downloaden, ausfüllen und abschicken"
So funktioniert der Austritt nicht. Persönliches Erscheinen im Amt ist erforderlich. Für nur schriftliche Erklärung ist eine öffentliche Beglaubigung des Schriftstücks erforderlich. (siehe KiAustrG, RelAuG oder KiAusV des jeweiligen Bundeslandes)
04.04.2009 12:29 Uhr:
von Geni:
Immer noch ein seht guter, informativer Beitrag.
Danke für die Tipps!
06.03.2009 19:45 Uhr:
von Ire:
Dieser Artikel ist eine unglaubliche Frechheit!!
Ich kann nur hoffen das die taz mit dieser anmaßenden Kampagne viele ihrer Leser und Abonnenten verloren hat!!
25.02.2009 23:35 Uhr:
von Uschi:
Also, nach diesem Artikel werde ich TAZ-Leser! Die Kirche tut Gutes mit der Kirchensteuer? Das ich nicht lache!
22.02.2009 13:18 Uhr:
von Bianca Papenberg:
Interessant finde ich den Hinweis, dass man den Kirchenaustritt beim Arbeitsamt anzeigen muss - die werden sich freuen über ein endlich mal anderes Gerücht als Weihnachts- und Urlaubsarbeitslosengeld...
Mein Austrittswunsch hatte allerdings nichts mit diesem Artikel zu tun, sondern ist ausschließlich finanzieller Natur - m.E. nach stimmt einfach das "Preis-Leitungs-Verhältnis" nicht.
Und keine Kirche stand mir je zur Seite, wenn ich Hilfe brauchte. Mir ist Hilfe und Nächstenliebe immer unabhängig von meiner Konfession zuteil geworden. Und auch da hat nie jemand gefragt, wer oder was ich bin oder woher ich komme.
22.02.2009 00:50 Uhr:
von Tobias P:
Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist aus der Kirche auszutreten - nur weil ein alter verwirrter Mann - nein - nicht der aus Regensburg - sondern der von der Insel, der nicht mehr weiss was er sagt weil er Jahrzehnte lang nicht zurechtgestutz worden ist, wage ich zu bezweifeln.
Jeder muss selber wissen wann er aus der Kirche austreten will.
Ich bin schwul, seit zig Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen, und der Meinung das es genau so eine Sekte ist wie alle anderen, die nur unser bestes wollen - unser Geld.
Wobei mir es gar nicht so ums Geld geht - sondern eher um die prähistorischen Einstellungen dieser Herrschaften in Rom, die tatsächlich Glauben, das sie unfehlbar sind.
10.02.2009 01:30 Uhr:
von Roland:
Hoffentlich kommen Sie - liebe AutorIn - in Ihrem Leben nie in die Situation auf die Nächstenliebe und das Wohlwollen anderer Menschen angewiesen zu sein - Menschen, die nicht fragen, "woher Du kommst und wer Du bist".
09.02.2009 20:06 Uhr:
von Alex Meier:
Sehr bezeichnend wie die ganzen Harcore Christen auf ein bisschen Kritik an ihrer tollen Kirche reagieren. Fundamentalismus direkt vor der Haustüre - wie toll wäre eine Welt ohne Papst und Religion.
09.02.2009 13:06 Uhr:
von Bernard:
Ich halte Ihre Kampagne in höchsten Maße für intellektuell kontraproduktiv und ethisch fragwürdig. Die Heilige Katholische Kirche ist nun einmal eine der großen Instanzen, die ein Wertesystem verkörpert, die Werte des Christlichen Abendlandes.
Als TAZ-Abonnent und TAZ-Genossenschaftler bin ich tief enttäuscht von Ihrer Kampagne. Ich überlege mir, ob ich nicht aus der TAZ austreten soll.
Senden Sie mir bitte das Formular dafür!
09.02.2009 10:00 Uhr:
von Silke Dziallas:
Die Aufforderung zum Kirchenaustritt steht doch schon in der Bibel! Johannes von Pathmos sagte: »Ziehet aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und von ihren Plagen nichts mitbekommt.«
Meine Erfahrung ist: Wer die Lehren des Jesus von Nazareth ernst nimmt, und ihm nachfolgen will, muss sich zwangsläufig von der unchristlichen Institution "katholische Kirche" distanzieren.
08.02.2009 23:04 Uhr:
von kingkäs:
geiz ist geil - kirche zu teuer,
die eine stunde pro woche für gott kann man nicht kaufen, ihr heuchler.
08.02.2009 14:44 Uhr:
von Klaus Rees:
tolle Initiative der taz und hoffentlich mit hohem Gebrauchswert!
Mal ehrlich: das was derzeit in der katholischen Kirche passiert spottet doch jeder Beschreibung! Ich kann mich doch nicht wirklich hinstellen, wie "unser" Papst es jetzt tut, und so tun, als hätte ich nicht gewußt, wes Geistes Kind diese Pius-Brüder sind. Holocaust-Leugnung, Antisemitismus und weiteres können und dürfen nicht geduldet werden. Von niemandem!
PS: ich bin einen Tag vor dem taz-Artikel ausgetreten.
08.02.2009 12:36 Uhr:
von A. Stiefenhof:
Sie sollten Ihre üble Kampagne noch ausbauen:
Jeder 10. Austreter bekommt ein kostenloses Taz-Abo, weil es jetzt bei dieser Postille eh´schon wurst ist.
07.02.2009 23:32 Uhr:
von Ralf Houven:
Zum Thema "Austritt und Rausschmiss": Auch wer "rausgeschimissen" (= exkommuniziert) wurde, ist nach wie vor katholisch, denn die Taufe läßt sich nicht rückgängig machen, auch nicht vom Papst.
07.02.2009 15:54 Uhr:
von Aldo:
Ich finde, es gibt auch viel Gründe aus der Evangelischen Kirche auszutreten, u.a. die letzte Pro Reli Kampagne, wo im Namen der Freiheit gezielt Desinformation betrieben wurde oder auch die Denkschrift "unternehmerisches Handeln aus evangelischer Perspektive, m.E. ein Einknicken vor den herrschenden kapitalistischen Verhältnissen.
Ich persönlich bin schon seit 1987 aus der Evangelischen Kirche ausgetreten, als ich bei Abfassung eines Berichtes über das berüchtigte Mädchenheim Heiligensee in Berlin auf Ausbeutungsverhältnisse stieß, so wurden die jungen Frauen mehr oder weniger gezwungen, für damals 1DM Reinigungsarbeiten im Heim zu leisten, dessen Leiter im übrigen ein Evangelikaler war.
Die Moral von der Geschicht, was wir brauchen, ist eine breite, öffentliche Diskussion in Richtung laizistischer Staat, alles andere ist Augenwischerei und Kosmetik.
07.02.2009 13:07 Uhr:
von Michael Wallau:
Seit vielen Jahren bin ich treuer Abonnent und Leser der taz, freu(t)e mich sehr über die Existenz einer geistreichen und nicht ideologisch vernagelten Bereicherung der Zeitungslandschaft.
Mit der Kirchenaustrittsaktion überschreiten Sie allerdings meinen durchaus kritischen Standpunkt eines Katholiken gegenüber seiner Kirche. Daher werde ich noch heute mein Abo beenden. Schade!
07.02.2009 11:02 Uhr:
von Fritz:
Verehrte TAZ-Redektion,
wenigstens wird der Austritt aus der kath. Kirche nicht mitdem Tode bestraft, wie im Islam.
Und Homosexuelle hängen im Vatikan nicht am Baukran wie in Teheran. Da läßt sich trefflich motzen.
07.02.2009 01:20 Uhr:
von Lisa:
Schön, dass hier in den entsprechenden Kommentaren mal wieder die tiefsitzende Abscheu gegen alles, was nicht christlich ist, durchscheint. Austrittssatire zur kath. Kirche = böse, Islam = noch böser, weil böse und fies und unterdrückt alle. Hach, wie schön einfach die Welt doch wieder ist.
06.02.2009 22:11 Uhr:
von R. Hoffmann:
Ich bitte um die Zusendung eines taz-Abbestellformulars.
06.02.2009 19:55 Uhr:
von Werner:
Zitat:"Offensichtlich spekuliert die Kirche darauf, dass ihre ehemaligen Mitglieder die Austrittsbescheinigung nicht aufbewahren, und fordert dann oftmals Jahre später einen Beweis dafür."
Hehhe.. seit wann kassiert die Kirche die Steuer? Ich denke, das tut das Finanzamt!
Diese Behauptung: "fordert oftmals" ist wohl nicht sehr fundiert.
06.02.2009 19:34 Uhr:
von modo:
@technokrat:
Bei meinem Austritt vor etwa einem jahr in NRW musste ich nur zum AG. Meine aktuelle Steuerkarte ist schon ohne RK - ob das die Regel ist weiß ich nicht. Erfreut war ich aber schon.
Übrigens: Es kommt auch vor, dass trotz Konfessionsloser Steuerkarte nach ein paar Jahren der Beleg für den AUstritt gefordert wird. Nach Berichten im Netz reichen die Karten dann nicht (!) als Beweis für den Austritt.
06.02.2009 18:48 Uhr:
von Paul:
Das ist ja eine frechheit mit dem Artikel, keine kann mich dazu bringen meine Religion zu vernachlässigen wenn dass bei den evangelisten passiert wäre hätten die niemals so ein Artikel geschrieben.
06.02.2009 18:07 Uhr:
von Johannes A.:
Ich bin schwul, Kirchenhasser, Mitglied der Kirche von hinten und der Meinung, daß Gott jährlich neu gewählt werden sollte, aber nur, wenn er sich als schwul, lesbisch oder Kirchenhasser outet.
Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich mich nicht um das Amt eines Bischofs bewerben durfte. Dabei hätte ich das Gehalt gut gebrauchen können. Der Glaube spielt im heutigen christlichen Armenland ohnehin keine Rolle mehr. Ich wäre ja Moslem geworden, aber die wollten auch keinen schwulen Bischof, lassen sich aber natürlich nicht so bereitwillig anmachen wie die Papisten. Da ich auch kein Held bin, hetze ich lieber gegen die Katholiken: da muß ich keine Sanktionen fürchten.
06.02.2009 17:32 Uhr:
von technokrat:
in dem text is nen "fehler", man muss zu 2 ämtern, nämlich auch dem arbeitsamt, sonst isses kein wunder wenn auf steuerbescheinigung das besagte stigma noch auftaucht...
ob dieses fehlende kommunizieren der ämter nun von der kirche gewollt ist lässt sich diskutieren..
06.02.2009 17:18 Uhr:
von M.D.:
Reform von Innnen so lautete das Stichwort lange in röm-kath. Kreisen. Ich habe diese Hoffnung mit dem gescheiterten Kirchenvolksbegehren aufgegeben.
Kritik an der Kirchenverfassung sollte jedoch nicht - wie durch die TAZ- banal mit Religionskritik gleichgesetzt werden. Glaube ist mehr als die kirchliche Hülle -auch in katholischer Ausprägung.
Wer eine andere - auch katholische - Verfassung sucht, findet sie in der altkatholischen Kirche. Deren Name deutet es zwar nicht an, aber dort hat man bereits mit dem ersten Vatikanum die Konsequenz gezogen, bzw. ziehen müssen, dass es auch ohne Rom geht. Die zahlenmäig kleine Kirche steht in aktholischer Tradition im besten Sinne, ist demokratisch verfasst, tolerant, offen auch für Geschiedene, lädt alle Christen zum Abendmahl ein und schließlich ist Frauenordination dort schon längst nicht mehr Diskussion sondern gelebte Realtität.
Wer Glaube leben will findet also durchaus Alternativen. Nur auf dem Papier bruacht jedoch in der Tat keiner in einer Kirche, sei es evangelisch oder röm.- katholisch verbleiben.
06.02.2009 16:07 Uhr:
von Bert:
Friedrich II. von Preußen (der Alte Fritz) hat gesagt: "Jede Religion beruht auf einem mehr oder weniger widersinnigen System von Fabeln."
Eine Austrittsberatung wäre auch für andere Fabelsysteme wichtig, insbesondere für den Islam, denn da sind die Leute auch irgendwie schon als Säuglinge zu Zwangsmitgliedern vergewohltätigt worden.
Viele Menschen siedeln nach Deutschland um, damit sie hier die Freiheiten der Demokratie genießen können; sie brauchen Hilfe dazu, auch in ihren Heimatsprachen. Die taz sollte das schaffen, Austrittsformulare mehrsprachig zu gestalten.
06.02.2009 15:57 Uhr:
von Poldi:
Auch der Papst sollte aussteigen. Der taugt eh nur noch fürs Dschungelcamp!
06.02.2009 15:53 Uhr:
von Ralf:
Ich habe zum ersten Mal wirklich alle Kommentare eines Artikels gelesen! Getroffene Hunde bellen, gut so. Wenn ich nicht schon vor einiger Zeit ausgetreten wäre, würde ich nun, denn jetzt wirkt es wohl am besten. Dabei ist mir die Papst-Holocaust Diskussion reichlich wurscht.
06.02.2009 15:30 Uhr:
von Martin:
Sie haben Recht, rhenanus, bei den kirchlichen Feiertagen besteht auch Handlungsbedarf. Diese sollten abgeschafft und in individuelle Urlaubstage umgewandelt werden. Es ist unhaltbar, daß zu all diesen Tagen eine Minderheit dem Rest aufzwingt, wann man mal frei hat. Man kann diese Umstellung ja mit dem Recht verbinden, dass ein Religiöser entsprechend an seinen Feiertagen Urlaub nehmen darf.
06.02.2009 15:17 Uhr:
von Pater Braun:
Schon erstaunlich, wie viele katholisch oder anders Gläubige regelmäßig eine Zeitung lesen, die als "links" gilt. Aber vielleicht sollte ich besser schreiben "galt", denn sonst würde nicht so viele Gläubige regelmäßig dieses Blatt lesen, vermute ich mal. Pater Braun (Vorsicht: Ironie)
06.02.2009 15:17 Uhr:
von martin raffelt:
Ein unverschämter Artikel. Ich wünsche dieser Zeitung einen schönen Leserschwund.
06.02.2009 14:58 Uhr:
von Axel Schäfer:
Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit, selbstständig seine Entscheidung über den Austritt aus einer Kirche zu treffen.
Ich bin selbst bereits vor vielen Jahren ausgetreten, weil auch ich mit der Institution "Kirche" nicht allzuviel anfangen konnte. Wenn man schon austritt, sollte man jedoch wie ich auch mindestens einen Betrag in Höhe der ersparten Kirchensteuer an karitative Organisationen spenden, die sich um benachteiligte Personen kümmern, denn hier leistet die Kirche nach wie vor viel. Wer eine solche Schlagzeilen benötigt, um sich zu einem geplanten Kirchenaustritt aufzuraffen, ist ohnehin nicht zu helfen. Der Glaube selbst ist eine sehr persönliche Angelegenheit, die jeder mit ich selbst klären sollte. Insofern halte ich auch einen solchen "Aufmacher" in der taz zum einen für überzogen und zum anderen eine Gefahr für ihre eigene Glaubwürdigkeit, da ich solche Methoden eher von einem Mitbewerber aus dem Springer-Verlag weiter rückt. Ich würde es sehr bedauern, wenn sich Leser auf Grund solcher Dinge neue "Feindbilder" suchen würden.
06.02.2009 14:47 Uhr:
von davidly:
Hat sich als ironisch erwiesen: mit der Frage "warum nicht an Muslime...?" Offensichtlich sind viele Katholiken, bzw. viele aus allen Konfessionen und religiösen Richtungen genau so humorlos, abergläubig, voreingenommen und stur wie "jene Muslime". Zum Glück nicht alle.
Apropos: gibt es eigentlich eine vom Finanzamt eingezogenen Islam-Lohnsteuer?
06.02.2009 14:03 Uhr:
von rhenanus:
noch als nachtrag an diejenigen, die jetzt aus der kirche austreten.
Werden Sie künftig an kirchlichen Feiertagen, die nicht auf einen Sonntag fallen, freiwillig arbeiten gehen, z.B. an Weihnachten, an Karfreitag, am Oster- und Pfingstmontag, christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Reformationstag und Allerheiligen!
und in Ergänzung zu anderen, wo bleibt die Austrittsberatung für Protestanten, Muslime, Hindus und Juden, Auch dort gibt es Unzufriedene!
06.02.2009 14:02 Uhr:
von tztztz:
wer weiter nach rom steuern zahlen will, muss eben in der kath. kirche bleiben. tztztz
06.02.2009 13:51 Uhr:
von Leidkultur:
@ Toni Sanic 06.02.2009 07:54 Uhr:
eines kann man der taz nicht vorwerfen: dass sie wie Kaugummi an ehemaligen oder künftigen Abonnenten klebt. Das schreibt Ihnen jemand, der meist nicht auf taz-Linie ist.
06.02.2009 13:47 Uhr:
von kleininquisitor:
Bedauerlich, daß selbst einige TAZ-Leser sich über die Satire kirchenkritischer Artikel erregen. Bei derart rückwärtsgewandter Ideologie wie sie die Katholen wider besseres Wissen verbreiten kann man duchaus annehmen, daß die Evolution an einem signifikanten Anteil der Menschheit vorbeigegangen ist.
06.02.2009 13:16 Uhr:
von Volker B.:
Man merkt bei vielen das Intoleranz der Kern der monotheistischen Religionen ist.
Wenn jemand meint austreten zu wollen, warum nicht? Formulare und Ratgeber gibt es schließlich für fast alles.
Und ich bin überzeugt - glauben kann man auch ganz ohne Kirche!
06.02.2009 12:48 Uhr:
von Casi Anders:
Eine schöne freche und mutige Initiative der taz. Meine Mutter war weil geschieden lange vom Segen ausgeschlossen, aber natürlich noch zahlendes Mitglied der Kirche.
Die Kirche hält auch ihre Schäfchen beisammen, indem sie Angst verbreitet. Meine Mutter war selbstbewusst und aufgeklärt, aber den letzten Abschied hat sie sich doch nicht getraut.
Da es nun einfach schwierig ist, eine religiöse Mitgliedschaft zu kündigen, finde ich es gut, dass einmal aufgezeigt wird, wie das zu machen ist.
Religionsgemeinschaften aller Art sind ja qua Glauben anfällig für Fanatismus und skeptisch gegenüber der Vernunft. Sonderregeln und Rechte finde ich unfair. Warum organisieren sich religionen nicht auf der weltlichen Ebene als Verein.
Dann aber doch noch ein Wort zu der Wiederaufnahme des rechtsradikalen Klerikers. Hier muss ich die Kirche verteidigen. Sie unterstützt damit nicht seine Aussagen, nimmt ihn nur wieder unter seinem Dach auf. das ist auch gut so, wenn Religionen für alle offen sind. Gemein machen sie sich deswegen auch nicht mit Steuerhinterziehern, Kinderschändern oder Mördern.
Gruß
Casi
06.02.2009 12:38 Uhr:
von Evangelikaler:
Bei uns seid ihr herzlich willkommen.
06.02.2009 12:34 Uhr:
von Willi:
Dass kein Missverständnis aufkommt: Es soll niemand vom Glauben abgebracht werden. Dies ist eben keine atheistische Missionierung. Es geht nur die Abkehr von einer Kirchenorganisation. Wer meint, er brauche einen Verein für seine private Todesangstüberwindung (bzw. Religion), der hat eine breite Auswahl. Doch nicht jeder Autofahrer ist im ADAC, nicht jeder Briefmarkensammler beim Philatelistenverein. Kirche und Glauben werden fälschlicherweise oft vermengt.
06.02.2009 12:00 Uhr:
von Jörn:
Es ist noch zu vermerken:
Der Kirchenaustritt ist sofort nach Unterschrift und Bezahlung der "Gebühr" vollzogen. Der Kirchensteuerbetrag wird allerdings noch einen Monat weiter eingezogen. Empfand ich bei meinem Austritt als eine Frechheit, da ich in dem Monat schon kein Kirchenmitglied mehr war und mir nicht nachvollziehbar war. Amen
06.02.2009 11:57 Uhr:
von Ah, die Atheisten missionieren...:
...allerdings ziemlich platt und einseitig. Irgendwie vermag ich den Unterschied zu mancher Religionsgemeinschaft nicht recht zu erkennen.
06.02.2009 11:54 Uhr:
von Norbert Bauer:
Nach kurzer Überlegung habe ich entschieden: ich trete nicht aus. Auch ich bleibe dabei: lieber auftreten als austreten. Ich frage mich nur, bin ich in ihren Augen weiterhin ein würdiger taz-Abonennt, oder dürfen nur Ex-Katholiken die taz lesen.
Gerade als Katholik habe ich in den vergangenen Wochen gerne die Beiträge von Herrn Philipp Gessler gelesen und habe mich sehr über ihr Titelblatt "wir sind peinlich" gefreut. Ich hoffe, Sie verabschieden sich mit der heutigen Ausgabe nicht aus der ernsthaften Kirchenberichterstattung.
06.02.2009 11:53 Uhr:
von Wiebke:
Äähm, das mit dem taz-Austrittsformular ist ja woll total daneben. Der Austritt muss öffentlich beglaubigt werden, und dazu muss man notwendigerweise persönlich zum Standesamt/Amtsgericht oder zu einem Notar (der aber erst recht dafür abkassiert - zusätzlich zur Austrittsgebühr). Außerdem ist die Angabe von Gründen nicht nur unnötig, sondern auch unzulässig. Da kann man ja dann dem Pfarrer einen Brief hinterherschicken, wenn man was loswerden will.
Rausschmiss gibt es in der katholischen Kirche auch nicht. Die Exkommunikation ist lediglich eine Strafe, mit der man von kirchlichen "Wohltaten" ausgeschlossen wird. Die Pflichten hat man weiterhin, insbesondere auch die Steuerpflicht, solange man blöd genug ist, nicht selber auszutreten.
06.02.2009 11:53 Uhr:
von Martin:
@ Bremehr:
Das ist keine aufrichtige Argumentation. Egal welche Mißstände anprangert werden, man kann darauf nicht verlangen, daß auch noch sämtliche anderen Übel der Welt mit aufgezählt werden, das ist unmöglich. Das was Sie machen, ist nur ein billiger Trick um abzulenken.
06.02.2009 11:51 Uhr:
von rhenanus:
dieser artikel mit seiner "hilfe zum kirchenaustritt" ist blanker populismus und teil eines Antikatholizismus, der in Deutschland seit Mitte des 19. Jh. immer wieder belebt wird. Man denke nur an den Kulturkampf mit seiner Diskriminierung von Katholiken und besonders an den nationalsozialistischen Kirchenkampf des Reichssiocherheitshauptamtes unter Heydrich, dessen Argumente hier laufend verwendet werden. Die enge Verflechtung des Protestantismus mit seinen "Deutschen Christen" spielt nur eine Nebenrolle. Was die Kirchensteuer angeht, die übrigens auch für die evangelische Kirche erhoben wird, sie wurde Mitte des 19.Jh. vom preußischen König Friedrich Wilhelm III eingeführt, damit die Kirchen die sozialen Aufgaben erledigen konnte, die der Staat nicht wahrnehmen wollte. Dieser hatte 1803 den grüßten Teil des kirchlichen Besitzes enteignet und der kirchlichen Sozialarbeit damit die finanzielle Grundlage entzogen.
06.02.2009 11:45 Uhr:
von Gibuld:
Jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, wenn’s darum geht, den Papst niederzumachen.
Langsam Freunde, als ungläubiger Katholik sehe ich mich in der Pflicht, mal der Wahrheit die Ehre zu geben.
Was hat der Papst verbrochen?
Er hat die aus anderen Gründen verhängte Höchststrafe, welche die Katholiken verhängen können – die Exkommunikation – zurückgenommen. Diese Strafe bedeutet nach konservativer Überzeugung den Verlust des ewigen Seelenheils. Die Rückgängigmachung ist ein rein religiöser Akt, der auch wiederum aus anderen Gründen erfolgte, welcher aber nun zu einem weltlichen Politikum umfunktioniert wird.
Kein Hahn hätte nach Williams gekräht, wäre da nicht die zeitliche Koinzidenz der Ereignisse. Einem alleinigen Vorstand einer Gemeinschaft von über 1 Millarde wird man bei minimalem Wohlwollen zubilligen, dass er nicht über jedes Interview informiert sein kann. Da man aber dem deutschen Papst nun eins auswischen kann, passt das unselige Interview gut zum Draufschlagen.
Bisher steht nicht die Forderung im Raum, Williams – den eigentlichen Urheber - zu bestrafen, nein, die Zielscheibe ist allein der Papst.
Sakrament
Der Papst, hat Williams und Genossen ein vorenthaltenes Sakrament wieder zugebilligt.
Ich spreche jedem außerkatholischen das Recht ab, hierüber zu urteilen, da er die religiöse Bedeutung der Sakramente nicht nachvollziehen kann. Wo kämen wir hin, wenn wir Christen den Muslimen reinreden wollten, und bestimmen, sie sollten diesem oder jenem gemäß Scharia die Hände abhacken ?
Kein Mensch hat von der Kirche verlangt, die Sakramente den Nürnberger Kriegsverbrechern abzuerkennen. Diese sind vielmehr mit kirchlichem Segen ins verdiente Jenseits geschickt worden. Nun dürfen aber solchen, die keine Kriegsverbrechen begangen haben, sondern diese nur leugnen, diese Sakramente nicht erteilt werden ?
Es ist langsam unerträglich, wie sich unsere jüdischen Mitbürger zum Übergewissen der Nation deklarieren. Schon die Verwendung des Wortes „Pogromstimmung“ –ohne Bezug zum Holocaust – soll hierzulande die Karriere kosten. Wer gestern Michel bei Kerner gesehen hat, könnte vielleicht begreifen, wovon ich rede.
06.02.2009 11:43 Uhr:
von Helmut Kroll:
Wenn es dem Artikelschreiber wirklich um ungeheuerlichen und vor allem massenhaft gewalttätigen Antisemitismus in der Neuzeit ginge, dann hätte er Handlungsanweisungen zum Austritt aus dem Islam geben sollen, verbunden mit Ratschlägen wie man das am Besten überlebt.
06.02.2009 11:31 Uhr:
von Jochen Banik:
Meiner Meinung nach sollte nur aus der Kirche austreten, wer für sich mit dem christlichen Glauben und seinem Inhalt gebrochen hat. Es ist ziemlich leicht, sich darüber ohne profunde Kenntnisse lustig zu machen. Merkwürdigerweise kommen Aufrufen wie dem von Herrn Lee eher evangelische Kirchenmitglieder nach als die direkt angesprochenen Katholiken, obwohl der Papst in der evangelischen Kirche nichts zu melden hat und die Forderungen der Bewegung "Kirche von unten" seit langem erfüllt sind. Menschen, die am Katholizismus irre werden, aber trotzdem Christen bleiben wollen, rate ich zum Konvertieren, einer leider unerwähnt gebliebenen Möglichkeit.
06.02.2009 11:26 Uhr:
von Maria:
Die kirchlichen Einrichtungen wie Caritas als Schutzschild für die verkommene Kirche zu mißbrauchen ist schäbig. Die Hamas bietet auch soziale Hilfsdienste ...
Außerdem sind Diakonie & Co. keineswegs unersetzlich. Man könnte solche sozialen Einrichtungen auch staatlich finanzieren. Werden sie ja eigentlich auch bereits schon, über den Umweg der staatlich eingezogenen Kirchensteuer.
Dies wäre für den Bürger wesentlich günstiger, da mit der Kirchensteuer noch viele andere Dinge finanziert werden. Ob man darüberhinaus noch weiter die Kirchenbeiträge zahlen will, wäre jedem selbst überlassen.
06.02.2009 11:16 Uhr:
von Stefan Bremehr:
Warum bieten Sie keinen Ausstiegsratgeber für Muslime an? Schließlich gibt es auch im Islam genügend "Leugner", es interessiert anscheinend nur niemanden. Es ist so einfach auf die Kirche einzuschlagen und jeder fühlt sich irgendwie gut dabei. Die Kirche kann sich auch nicht annähernd so gut wehren wie der Islam, kann sie doch nicht einfach mal einen globalen Zorn entfachen mit allem was dazugehört: Flaggen verbrennen, Botschaften in Brand setzen, Selbstmordattentate. Übrigens: Im einigen islamischen Staaten wird die Abkehr vom Islam mit dem Tode bestraft.
06.02.2009 11:13 Uhr:
von Gerhard:
Es ist ein Unding, dass die Eltern eines Säuglings durch Taufe über die zukünftigen Zwangs-Kirchen-Steuerabgaben entscheiden und der Staat diese Zwangsabgabe auch noch eintreibt (Kirche und Staat sind doch angeblich getrennt). Der u. U. gegen seinen Willen Getaufte sollte, statt austreten zu müssen, im geschäftsfähigen Alter bewusst eintreten, wenn er eine diese Sekten unterstützen will.
06.02.2009 11:11 Uhr:
von Michael Rux:
Anders als in jedem anderen Verein, wo ein Brief an den Vereinsvorstand genügt, kann man in Baden-Württemberg den Austritt aus der Kirche nicht einfach mit einem Schreiben an das Erzbischöfliche Ordinariat erklären, sondern man muss hierfür aufs städtische Standesamt gehen. Das hat einen einzigen Grund: Der Staat zieht für die Kirche die Kirchensteuer ein und dafür müssen amtliche Steuerlisten geführt werden.
Die Führung der Steuerverzeichnisse lässt sich der Staat pauschal von den Kirchen bezahlen. Nach § 23 des baden-württembergischen Kirchensteuergesetzes leisten die Religionsge-meinschaften für die Einziehung der Kirchensteuern eine „angemessene Verwaltungskostenvergütung“. In Baden-Württemberg beträgt diese Gebühr 3 Prozent des Kirchensteueraufkommens.
Der Haushalt der Erzdiözese Freiburg für das Jahr 2008 (Anteil des Bistums, ohne Kirchengemein-den) weist Kirchensteuer-Einnahmen in Höhe von 202,5 Millionen Euro netto aus. Demnach hat der Staat 2008 für die Verwaltung der römisch-katholischen Kirchensteuern allein im Erzbistum Freiburg gut 6 Millionen Euro an Gebühren eingenommen – und das ist nur eine von vier kirchlichen „Oberbehörden“ im Land Baden-Württemberg! Das reicht mehrfach, um alle Kosten abzugelten, die dem Staat für die Verwaltung der Austrittserklärungen entstehen. Aber: Dieses Geld ist nicht zweckgebunden und landet im Landeshaushalt! Die Städte und Gemeinden kriegen davon nix ab, aber sie haben die Verwaltungsarbeit zu erledigen und dafür kassieren sie die Austrittswilligen ab. Allerdings: Kirchentreu wie die Gemeinderäte (in der Regel alle Fraktionen!) sind, messen sie mit zweierlei Maß: Für den Eintritt in die Kirche verlangen sie nichts. Der Verwaltungsaufwand hierfür ist exakt der gleiche wie beim Austritt, aber zur heiligen Mutter Kirche (zurück)zufinden, ist ein gottgefälliges Werk und das ist gratis.
Michael Rux, Freiburg im Breisgau
06.02.2009 11:03 Uhr:
von el antifascista:
Als häufiger Besucher dieser Onlinepräsenz muss ich mal deutliche Kritik an diesem Artikel äußern.
1. Niemand darf und sollte den Holocaust leugnen, schon gar nicht, um einer Witzfigur wie dem Papst den Rücken zu kehren. Wenn das als Scherz gemeint war, sollte der Autor mal seinen Humor überdenken und derartigen Unsinn nicht auf der Titelseite platzieren.
2. So sehr die Kirche und die katholische Kirche insbesondere eine archaische und in weiten Teilen zutiefst weltfremde und rückschrittige Organisation ist, werden über die Kirchen noch immer jede Menge karitativer Dienste angeboten, für die es so keinen Ersatz gibt. Aber vielleicht ist der Autor ja der Meinung, dass dies ein Holocaust-leugnender liberaler Markt ersetzen kann.
Pfuiii!!!
06.02.2009 11:03 Uhr:
von pit bit:
Wie wäre es denn mit einer Benefiz-Austritts-Gala im Fernsehen, moderiert von Pilawa? Jeder Austreter spendet die Steuerersparnis eines Jahres für wohltätige Zwecke, z.B. an von Priestern und Bischöfen mißbrauchte Kinder.
06.02.2009 10:56 Uhr:
von Egon:
an Frau Kaul:
Stimmt, eine läppische Holocaustleugnung reicht nicht für die Exkommunikation, die ungeheuerliche Leugnung der unbefleckten Empfängnis allerdings schon. Uta Ranke-Heinemann wurde genau deswegen exkommuniziert.
06.02.2009 10:52 Uhr:
von Krause:
Wieder mal ein launiger Artikel gegen die katholische Kirche, ganz spaßig. Wie bereits früher geschrieben, würde ich mich aus Gründen der Gleichbehandlung freuen, wenn auch andere Religionsgemeinschaften berücksichtigt würden. Wie wäre es mal mit einem Artikel über den Austritt aus dem Islam. Der Zentral der Ex-Muslime steht fachlich sicher gerne zur Seite - und kann auch über die Risiken und Nebenwirkungen eines solchen Austritts informieren.
06.02.2009 10:42 Uhr:
von Tino Kretschmann:
Ob Eure Titelseite wirklich dem kritischem Diskurs mit den sogenannten Würdenträgern nützt, ich weiß nicht. Sicher ist die Katholische Kirche in Ihrer Struktur und vom Verständnis der Unfehlbarkeit eines Papstes mit homophoben Ansichten, einem knöchrigem Familienbild und Ihrer Haltung zu Abtreibung nicht unterstützenswert, aber den religionsinternen Kampf um Befreiung von solchem Unsinn auf diese Art von Außen zuzuspitzen und anzuheizen, vergrößert die Gefahr des Zusammenhalts von Fundamentalisten und all denen, die sich zwar nicht mit all dem Unsinn identifizieren, aber dennoch Ihren Glauben innerhalb der Katholischen Kirche verwurzelt sehen. Dies trägt eher dazu bei, dass die Konservativen und Rechten sich durchsetzen und Ihr Süppchen darauf kochen. Es ist ja unter anderem auch die Katholische Kirche und es sind deren Mitglieder, die durchaus gute soziale Arbeit leisten, gegen Antisemitismus, Krieg und Umweltzerstörung. Es sind in Berlin eben auch Christen, die beispielsweise die Pro Reli Initiative massiv kritisieren und für einen gemeinsamen verpflichtenden Ethikunterricht eintreten. Auch auf die Gefahr hin, dass Sie teilweise als AmtsträgerInnen von der eigenen Kirche unter Druck gesetzt werden etc. Es waren katholische Christen, die unter anderem die Weiße Rose gründeten und klar gegen den Antisemitismus und Krieg der Nazis kämpften. Diesen Teil der Kirche gerade in solch aufgeheizter Debatte zu sehen, zu unterstützen und ihnen Möglichkeiten von Öffentlichkeit zu geben, würde vielleicht mehr helfen, als der Aufruf zum Austritt.
06.02.2009 10:27 Uhr:
von Christa Tamara Kaul:
Herr Lee schrieb u.a.: "Wer hingegen wirklich dem Vatikan für immer den Rücken kehren möchte, müsste den Papst schon schwerwiegend brüskieren - oder den Holocaust leugnen."
Ach, allerwertester Herr Lee,
auch bei einem so schööönen Verbalerguss wie dem Ihrigen kann ein bissschen Sachkenntnis nicht schaden. Den Holocaust zu leugnen ist zwar ebenso schlimm wie dumm, bewegt sich aber auf der historischen Ebene, ist also keine religiöse Angelengenheit und daher ebenso wenig eine kirchenstrafebewehrte Tat wie die Behauptung, dass die Welt eine Scheibe sei. Ergo: Keine falschen Hoffnungen, eine "bloße" Brüskierung des Papstes führt mitnichten zum Rausschmiss.
Gott zum Gruße
CTK
06.02.2009 10:25 Uhr:
von Martin:
Sehr gute Aktion, es gibt viele Katholiken, die einfach nur zu träge sind auszutreten, es ist wie mit dem Stromanbieterwechsel.
Mehr noch, man möchte fast eintreten, nur um austreten zu können.
06.02.2009 10:17 Uhr:
von von Rolf:
Widersprüchliche Katholische Kirche: Wer getauft ist, ist automatisch Kirchenmitglied - dies ist eine Zwangsmitgliedschaft, denn nur die Eltern und nicht das Kind entscheidet. Deshalb muss bei Volljährigkeit erst entschieden werden können, werde ich voll zahlendes Kirchenmitglied, oder lasse ich, aus Überzeugungsgründen, die Finger von dieser Religion.
Im Nachhinein eine Austtrittsgebühr zu verlangen, ist meines Erachtens rechtswidrig. Und wie die Gebühren gestaltet sind, so sieht auch das politische Couleur der Länder aus.
06.02.2009 10:17 Uhr:
von mek:
jetzt reichts: so können sie ihr taz-abo kündigen bzw. künftig einfach am kiosk daran vorbei greifen...
alleine die taz chefredaktörin bascha mika (auch wenn sie wahrscheinlich sehr nett ist...) reicht zur begründung dieser haltung, sag ich mal, weil ich bin ja wie felix lee oder thomas füller, die letzte viel unfehlbarere instanz (bzw. wenn nicht auch egal - ich schreib ja nur für die taz, wie diese unsäglichen praktikanten äh redakteure auf 200-euro basis á là felix lee...
von allen guten geistern verlassen: dafür bemüht man sich um die "deutsche humanistische union" - irrelevante gruppierungen mit kaum mehr als tausend mitgliedern, werden hier zum "denk-maßstab" erhoben... das pdf, die ganze taz entspringen inzwischen also offensichtlich in ihrer polemik dieser wurzel.
pdf zum download gibt es nicht, denn es entspricht nicht meinem weltbild...
06.02.2009 10:06 Uhr:
von Michael Stern:
Soll das witzig sein, ich finde nicht. Eine absolut einseitige und dumme Aktion. Bisher habe ich die taz in meinem Lektürespektrum gehabt, das wird sich aber ab heute ändern.
06.02.2009 09:44 Uhr:
von Christiane:
Meine eigenen Erfahrungen beim Kirchenaustritt entsprechen nicht ganz Ihren Informationen.
Bei Zuzug aus dem Ausland habe ich mit der Anmeldung im Rathaus Tübingen auch gleichzeitig meinen Kirchenaustritt erklärt. Daraufhin hat mich wochenlang der mir vollkommen unbekannte, aber anscheinend für mich "zuständige" protestantische Pastor mit Briefen und Telefonaten traktiert, da er meinen Austritt und meine Gründe mit mir "besprechen" wolle.
Auch die Taufpatenschaft wird nicht einheitlich gehandhabt. Als ich gebeten wurde, Taufpatin in Hannover zu werden, wollte ich mich mit der bequemen Ausrede aus der Affäre ziehen, dass ich wegen meines Austritts nicht infrage käme. Eine Rückfrage der Kindseltern beim dortigen Pastor ergab, dass man darin keinen Hindernisgrund sähe.
Mit freundlichem Gruss
Christiane
eine Taufpatin wider Willen
06.02.2009 09:35 Uhr:
von Peter Becker:
Sehr geehrter Herr Felix Lee,
es ist ja schön, dass Sie so verständig sind, zu wissen, wie man aus der Kirche austritt. Wissen Sie auch wie man in die Kirche reinkommt? Ich finde Ihren Artikel ein bisschen einseitig.
Und eines noch: Sie haben ganz offensichtlich nicht verstanden, worum es in dem nun kircheninternen Streit geht. Aber durch Ihre Agitation wird sicherlich nichts besser. Vielmehr droht auch dem Christentum wieder eine Zerplitterung. Und ohne eine friedliche Perspektive ist der Weg zur Fundamentalisierung nicht weit: Sie sind das beste Beispiel!
06.02.2009 09:22 Uhr:
von Doktor Mabuse:
Wo gibt es denn die hübschen Rückspiegelfiguren vom Papst? Eigentlich halte ich nichts von diesem Verein und bin auch schon lange ausgetreten (auch wenn es in meinem Fall der Evangelische ist, der meines Erachtens nach noch schlimmer ist). Aber seit dieses dumme Stück von Merkel diesen Verein denunziert, um vom ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken, entwickle ich nicht geringe Sympathien.
06.02.2009 09:00 Uhr:
von Steffi:
Und es ist trotzdem ein zum Tischzerhacken himmelschreiender (jawohl!) Mist, auch nur eine ... was denn überhaupt? Gebühr? von 10€, geschweige denn ganzen 60€ bezahlen zu müssen um aus der Kirche auszutreten.
06.02.2009 08:07 Uhr:
von Daniel:
Wenn auch etwas zugespitzt und zynisch... als überzeugter Atheist hat mir der Artikel sehr gefallen. Zumal er auf einige wirkliche Misstände in Deutschland hinweist! Schreibt doch einmal darüber, wer und wann die Kirchensteuer zu welchem Zweck eingeführt wurden ist. Auch das sollte einmal jeder wissen. Und was ebenfalls interessant ist, wohin diese Kirchensteuer eigentlich fließt. Sie bleibt nämlich nicht in Deutschland und mit ihr werden auch keine Kirchenprojekte bezahlt. Bishöphe und Pfarrer bekommen ein 'Bombengehalt' bezahlt aus der Staatskasse! Inklusive einer Wohnung und dem dazu passendem Hausmädchen!
06.02.2009 07:54 Uhr:
von Toni Sanic:
Gute Aktion. Werde evtl. davon Gebrauch machen. Hoffentlich ist die katholische Kirche nach dem Austritt nicht so aufdringlich wie die taz nach einer Abokündigung oder mit ihren Klingelbeutelaktionen für Investitionen in Pressefreiheit.
06.02.2009 07:46 Uhr:
von GegenKirchefürGlauben:
"Offensichtlich spekuliert die Kirche darauf, dass ihre ehemaligen Mitglieder die Austrittsbescheinigung nicht aufbewahren, und fordert dann oftmals Jahre später einen Beweis dafür."
Ob es für dieses Verhalten eine biblische Grundlage gibt? Ist die Lehre Jesu nicht eigentlich "zwangsbefreit"?
Man kann sich immer wieder nur wundern über Verhaltensweisen der Institution Kirche.
Ich werde austreten und die gesparte Kirchensteuer ganz gezielt Projekten spenden, die zwar dem Namen nach nicht unbedingt christlich sind, aber dem Inhalt nach schon. Kirchlichen Pomp, institutionelle Ingnoranz werde ich nicht mehr unterstützen. Mein Glaube braucht sowas nämlich nicht.
06.02.2009 07:33 Uhr:
von Leidkultur:
Traut die taz sich das bezüglich des Islams auch?
06.02.2009 01:01 Uhr:
von pst:
...oder evangelisch werden...
06.02.2009 00:06 Uhr:
von davidly:
Schade, dass ich meine Firmung versäumt hab, könnte ich jetzt austreten. Alle meine Mitschüler haben mit ihrer Firmung in der 5. Klasse deren Taufe vollendet. Ich konnte ihr ausweichen, mit der Ausrede, "so eine Entscheidung trifft kein Zehnjähriger". Wohl wahr, oder aber mit zehn wusste ich besser.
05.02.2009 23:38 Uhr:
von c h:
Danke, dass endlich mal eine große Tageszeitung erklärt, wie mans macht! Sollte jeder tun, fühlt sich gut an. Ehrlich!
05.02.2009 22:51 Uhr:
von Ralf Jensen:
tja.....wie immer...!!!
.......die TAZ als 5. kolonne des internationalen zionismus........hab schon seit längenen nichts mehr anderes erwartet...(inclusive ZENSUR!!!)
...ihr sollt wissen, dass ihr DAMIT nicht erfolgreich sein werdet.......................objektive berichterstattung hätte zumindest CHARAKTER!!!!!!
05.02.2009 22:24 Uhr:
von Christian Lellinger:
Welch kindischer und gleichzeitig unverschämt anmaßender Artikel. Das erste Mal dass mich die taz wirklich enttäuscht.
05.02.2009 21:01 Uhr:
von Kay:
Wenn es denn mal so einfach wäre! Obwohl ungetauft (religionslos) schafft es das Finanzamt nicht diesen Status auf Dauer in meiner Steuerakte beizubehalten. Im Schnitt alle zwei Jahre habe ich den Mist wieder, wie Scheiße am Schuh auf der Steuerkarte stehen. Schon seit Jahren frage ich mich, ob es da einen geheimen Deal mit der Kirche gibt. Es kann ja wohl nicht so schwer sein EDV-technisch den Status "KEINE KONFESSION VON GEBURT AN" von einem Jahr ins nächste zu retten. BTW, das Drama zieht sich jetzt schon über 20 (!!!) Jahre hin. Das Problem ist natürlich auch, das ich gar nicht austreten kann, da ich nie in der Kirche war.
Kay
05.02.2009 21:00 Uhr:
von Daniel Schmidt:
Die Ironie ist phänomenal!
05.02.2009 20:58 Uhr:
von H. Martin:
Die taz sollte auch ein Formular für Protestanten bereitstellen. Wer sich die regelmäßige Kolumne von Bischof Huber (dem evangelischen Papst) durchliest oder die Haltung der EKD zum Ethikunterricht in Berlin betrachtet, hat schon genügend Gründe.
05.02.2009 20:33 Uhr:
von Anne:
60€ zum Austretten? Vereine dürfen keine Austrittgebühr verlangen, wieso kann das eine Kirche? Wieso sollte sich der Staat da überhaupt einmischen und die Kirchensteuern einsammeln, sollte doch jeder selbst mit seine Kirche machen. Der Staat sammelt doch nicht für den ADAC meine Mitgliedsgebühren ein.
05.02.2009 20:21 Uhr:
von Ansgar Hollah:
Ich find´s nicht gut, dass die taz aktiv den Kirchenaustritt bewirbt. Sollen wir Katholiken im Gegenzug jetzt in unseren Pfarrblättchen oder an Schwarzen Brettern in Läden der Nachbarschaft taz-Abo-Abbestellformulare beilegen?
05.02.2009 19:52 Uhr:
von David:
Und da kann man auch wieder einsteigen:
www.ekd.de/einsteiger/evangelisch_werden.html
;-)
05.02.2009 19:49 Uhr:
von jonas:
"...Nicht einmal mit hohen Kosten ist der Austritt verbunden..."
ich persönlich verschiebe meinen austritt schon seit ca. 2 jahren, da ich 30 euro als student durchaus für "hohe kosten" halte. und für unverschämt und unberechtigt halte ich diese kosten auch. jetzt wirds aber irklich zeit. wünsche alle einen schönen austritt
05.02.2009 18:50 Uhr:
von wolfgm:
wo bleiben die Austrittsformulare für Juden,Evangelische Kirche,Baptisten und sonstige Himmelskomiker?
05.02.2009 18:16 Uhr:
von Earendil1:
Der Artikel passt perfekt zu meiner derzeitigen Situation. Wenn nicht jetzt austreten, wann dann? Werd ich jetzt mal in Angriff nehmen. Kann mit diesem Verein eh nichts mehr anfangen.
05.02.2009 18:14 Uhr:
von Jürgen Immler:
Wer wegen der aktuellen Debatte aus der Kirche austritt, war nie ein wirklicher Katholik und hätte schon lange austreten müssen. Das gilt nicht nur für die Debatte um Williams, sondern auch bei der Debatte um den jüngst berufenen Weihbischof von Linz. Zum katholischen Glauben gehört nun mal die Anerkennung des Papstes als Stellvertreter Christi auf Erden. Er hat das Recht, Exkommunikationen auszusprechen und aufzuheben, und es steht ihm zu, Bischöfe zu ernennen. Wer wahrhaftig an Gott, seinen eingeborenen Sohn und den Heiligen Geist glaubt, muss auch diese Tatsache akzeptieren. Alles andere ist Rosinenpicken (siehe Protestanten).