Alfred-Kerr-Preis an Dietmar Dath Viel Schreib, viel Ehr Der Schriftsteller und „FAZ“-Redakteur Dietmar Dath erhält den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Von Tim Caspar Boehme 24.2.2026
Hamburger Horror-Theater auf Festival Mit Lovecraft nach London Das kleine Hamburger Miskatonic Theater schien wie vom Pech verfolgt. Nun gastierte es beim London Lovecraft Festival in der britischen Hauptstadt. Von Alexander Diehl 24.2.2026
Buch über Nazigegner im Prager Exil Das Exil nebenan Hitler-Gegner wie Gabriele Tergit oder Alfred Kerr emigrierten in die Tschechoslowakei. In „Vertraute Fremde“ begibt sich Peter Lange auf ihre Spur. Von Klaus Hillenbrand 22.2.2026
Buch über Lieferungen Die Welt als Dienstleistungsdorf Tomer Gardis „Liefern“ ist eine Prosa-Miniserie in sechs Erzählungen. Darin kreuzen sich die Lebenswege von Menschen auf vier Kontinenten. Von Katharina Granzin 21.2.2026
Debatte um abgesagte Lesung Krah, krah, krah Der AfD-Politiker Maximilian Krah darf auf der Leipziger Buchmesse nicht auftreten. Was steht in seinem angeblich unpolitischen Debütroman? Von Julia Hubernagel 20.2.2026
Buch über alternative Wirtschaftspolitik „Jeder Geländegewinn zählt“ Was tun, wenn Rechte Ungleichheit verstärken und gleichzeitig davon profitieren? „Der verdrängte Kapitalismus“ lotet aus, wie antifaschistische Wirtschaftspolitik aussehen kann. Von Anja Krüger 23.2.2026
Neue Bücher über den Westen Wenn der große Bruder zum Risikospieler wird Holger Stark skizziert in seinem Buch die Abhängigkeit der Bundesrepublik von den USA. Daniel Marwecki wünscht sich ein freundliches Europa. Von Stefan Reinecke 22.2.2026
Buch von Wolfram Lotz Die Sprache der Träume Wovon träumt Europa? Dramatiker Wolfram Lotz knotet Verdrängtes aus dem Reich des Unbewussten zu einem langen Traumfaden zusammen. Von Yannic Walter 24.2.2026
Karsten Krampitz liest in Pankow Landluft macht frei Kolumne Großraumdisco von Alexander Diehl Eine Kommune Todgeweihter, die über ihr Leben bestimmen wollen: Der Roman „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“ fiktionalisiert eine reale Utopie. 19.2.2026
Memoiren von Gisèle Pelicot „Liebe ist meine mächtigste Rüstung“ Mehr als ein Jahr nach Ende des Prozesses veröffentlicht Gisèle Pelicot ihre Memoiren. Obwohl ihr Unvorstellbares geschah, ist sie voller Hoffnung. Von Valérie Catil 17.2.2026
Neuer Roman von Abbas Khider Papier auf der Flucht Ein Junge, seine Familie und die Mudschaheddin, die das Kalifat ausrufen. Khiders Roman „Der letzte Sommer der Tauben“ funktioniert wie eine Flaschenpost. Von Dirk Knipphals 16.2.2026
Nachruf auf Cees Nooteboom Der europäische Tramp Cees Nooteboom liebte das Reisen und schrieb darüber sowie über seine Kriegserfahrungen. Nun ist der niederländische Schriftsteller im Alter von 92 Jahren verstorben. Von Jan Feddersen 12.2.2026
Michel Foucault Ein Mann der Metro und der Menge Michel Foucault wollte nicht für andere sprechen, sondern sie selbst zum Sprechen bringen. Sein Intellektuellenprogramm vereinte Theorie und Aktivismus. Von Cord Riechelmann 14.2.2026
Sohn über Antifaschistin „Sie wollte die Solidarität zurückgeben“ Sohn der NS-Zeitzeugin Steffi Wittenberg richtet eine Erinnerungsveranstaltung aus mit Fokus auf die Veröffentlichung ihrer Biografie. Interview von Finja Schmidt 12.2.2026
Barbara Honigmann „Mischka“ Zwischen Rosenhügeln und Ersatzmüttern Ein internationales Kulturbürgertum, das nie eine konkrete Verortung hatte: Barbara Honigmann beschreibt das jüdisch-kommunistische Milieu des 20. Jahrhunderts. Von Helmut Böttiger 11.2.2026
Jill Johnson „Nachtschattengewächse“ Grünzeug des Unheils Eustacia Rose züchtet Giftpflanzen und wird eines Tages verdächtigt, einen Giftmord begangen zu haben. Ein Krimi mit skurrilem britischen Humor. Von Katharina Granzin 10.2.2026
Widerständige Punk-Frauen in der DDR Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln Die Organe der DDR ahnten, dass Punk ihnen gefährlich werden konnte. Sie antworteten mit Terror. Jetzt erzählen Punk-Frauen ihre Geschichten. Von Ulrich Gutmair 10.2.2026
Historikerin über Technikfantasien „Wir hören so häufig, dass die Maschine alles besser kann“ Fehler machen gehört zum Menschsein, sagt die Historikerin Martina Heßler. Dass wir dagegen an perfekte Maschinen glauben wollen, ist kein Zufall. Interview von Alexander Diehl 7.2.2026
Politische Theorie Rückkehr der Ordnung in Großräumen Carl Schmitt rüttelte an liberalen Überzeugungen. Begrüßen kann man die Aktualität seines Denkens keineswegs. Doch es hilft, die neue Weltordnung zu beschreiben. Von Karl-Heinz Ott 8.2.2026
Die Memoiren von Margaret Atwood Der Report der Margaret A. Die kanadische Bestseller-Autorin hat die Geschichte ihres Lebens geschrieben. In „Book of Lives“ blickt sie auf Bücher und Männer, Freundinnen und Feindinnen zurück. Von Katharina Granzin 8.2.2026