Debütroman von Şeyda Kurt Schleichende Versumpfung in sieben Tagen Fiebertraum statt Revolution: Vor dem Hintergrund der Apokalypse macht sich Şeyda Kurt in ihrem ersten Roman an die Abschaffung bürgerlicher Normen. Von Jette Wiese 24.7.2026
Literaturpreis für Graswurzel-Lyrik Die Poesie des Lieferfahrers Der chinesische Essenslieferant Wang Jibing erhält für seine Gedichte den renommierten chinesischen Lu-Xun-Literaturpreis. Das ist ein echtes Novum. Von Petra Schellen 21.7.2026
Buch über den Spanischen Bürgerkrieg Idealisten, Zyniker und gekränkte Irre Zwischen den Fronten: Paul Ingendaay beschreibt den Spanischen Bürgerkrieg mit überraschenden Volten und einer Vorliebe für literarische Aperçus. Von Helmut Böttiger 22.7.2026
Buch über Frauenfreundschaften Geschichten, die wir uns über Freundschaft erzählen Was passiert, wenn Freundschaften enden? Die Historikerin Tiffany Watt Smith schreibt originell über begleitende Scham, Zweifel und Verletzlichkeit. Von Verena Harzer 20.7.2026
Neues Buch von Klaus Lederer Links, queer und geradlinig gegen den rechten Backlash Klaus Lederer schreibt über „Queerpolitik im Handgemenge“. Sein autobiografischer Essay skizziert queere, linke Positionen, die mehrheitsfähig sind. Von Ekkehard Knörer 20.7.2026
Buch über Louis Althussers Femizid Antifeminismus in Aktion Faszination und Vergessen: Das Buch von Francis Dupuis-Déri über den Mord von Louis Althusser an seiner Frau, der Soziologin Hélène Legotien Rytmann. Von Jens Kastner 19.7.2026
Öko-Kommunismus Ein bisschen Planwirtschaft Der japanische Philosoph Kohei Saito fordert eine „Diktatur der Ökologie“ als Antwort auf den Klimakollaps. Die Rolle des Staats bleibt dabei blass. Von Johannes Greß 24.7.2026
Deutscher Verlagspreis Alles nur ein Missverständnis? Überwachung, Misstrauen, Selbstzensur: In der Debatte über den Deutschen Verlagspreis geht es um mehr als ein verändertes Auswahlverfahren. Von Julia Hubernagel 17.7.2026
Bücher von Johanna Sebauer Wenn du wirklich ich bist, wirst du all das sehen Johanna Sebauer im Doppelpack: Die österreichische Autorin erzählt vom Medienzirkus und vom Sterbenlernen in „Das Gurkerl“ und „Popóm“. Von Konstantin Ames 18.7.2026
Rechte Verlage im Literaturbetrieb „Es geht um die kulturelle Stabilisierung eines Milieus“ Rechte Verlage und Autoren haben es im Literaturbetrieb schwer – noch. Literaturwissenschaftlerin Mareike Gronich über die Anschlussfähigkeit rechter Positionen. Interview von Clemens Böckmann 18.7.2026
Utopische Lyrik Zwischen Stoppelfeldern und Stotterfehlern Rettet uns das Tagträumen? Warum es sich lohnt, an das Gute zu glauben, zeigt eine neue Anthologie zur utopischen Gegenwartsdichtung. Von Ella Rendtorff 23.7.2026
Roman „Verlorene Schäfchen“ Gott und der freie Markt Gelungene US-Komödie: In Madeline Cashs Debütroman lauert hinter jedem Witz eine Kränkung. Und hinter jeder Kränkung eine Sehnsucht. Von Sophia Zessnik 14.7.2026
Historiker über Faschismus auf Mallorca „Es ging darum, das Patriarchat wiederherzustellen“ Das Buch „Mallorca 1936“ erinnert an die Kämpferinnen im Spanischen Bürgerkrieg. Sie provozierten Faschisten und Konservative – und tun es bis heute. Interview von Valentin Endraß 13.7.2026
Teil 6 der Reihe zum 100. Geburtstag Foucault und die Faschisierung Michel Foucault setzte sich intensiv mit dem Deutschen Herbst auseinander. Sein Denkweg kann helfen, die aktuelle Faschismusdebatte offener zu führen. Von Georg Simmerl 15.7.2026
Festival zu antifaschistischer Literatur Auf der Suche nach radikaler Sprache Was heißt antifaschistische Literatur und was lernen wir aus ihr? Im Berliner Brecht-Haus wurde eine Woche lang über Literatur und Widerstand diskutiert. Von Jette Wiese 12.7.2026
Lesung junger Autor:innen in Berlin Ein Bienennest summt in der Brust „Die Zeit heilt alle Hündchen“ lautete der Titel einer Lesung im Literarischen Colloquium Berlin, auf der junge Autor:innen eigene Texte vorstellten. Von Rahel Bueb 12.7.2026
Debütroman von früherem Redenschreiber Eiskalter Wind im Bundeskanzleramt Autor Jean-Philippe Kindler hat einst für Linken-Politikerin Heidi Reichinnek gearbeitet. In seinem Debütroman sieht sich eine Redenschreiberin mit dem drohenden Faschismus konfrontiert. Von David Hinzmann 11.7.2026
Verbotene Liebesbeziehungen im NS-Staat Und sie sind doch da Das Buch „trotzdem da!“ erzählt von Kindern zwischen Deutschen und ausländischen Zwangsarbeiter:innen. Es ist ein Scheinwerfer der Erinnerungskultur. Von Knut Henkel 13.7.2026
Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke Fröhliche Wissenschaft und heitere Aufklärung Christine Wunnicke hat den diesjährigen Büchnerpreis verliehen bekommen. Federleicht verbindet sie mikroskopisch genaue Erkundungen mit Humor. Von Ulrich Rüdenauer 9.7.2026
Sachbuch über Hitler Der Frieden auf dem Weg zum Krieg In „München 38. Die Welt am Scheideweg“ gehen Christian Goeschel und Daniel Hedinger der Frage nach, warum Großbritanniens Premier Chamberlain Frieden mit Hitler machen wollte. Von Klaus Hillenbrand 10.7.2026