Sie hat den berühmtesten Stöhn-Song der Popgeschichte aufgenommen, nun ist von Jane Birkin eine neue Platte erschienen. Ein Gespräch über französische Politik, Carla Bruni und krisenfeste Unterwäsche.
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taz: Frau Birkin, seit mehr als vier Jahrzehnten strahlen Sie Frische und Unschuld aus. Wie wahren Sie diese junge Aura? ]]>
Jane Birkin: Ich finde mich weder frisch noch unschuldig. Wohl aber wie eine alte Jugendliche. Ich habe keinen Mut zu einem Lifting gehabt. Aus Stolz. Aber Lächeln ist wichtig. ]]>
Lächeln als Geheimrezept? ]]>
Das sind Äußerlichkeiten. Woher nehmen Sie die innere Ausstrahlung und eine Art zu reden und zu singen, die sehr jung wirkt? ]]>
Der deutsch-chinesische Handel funktioniert trotzdem prima. ]]>
Wenn Sie prinzipiell gegen Unterdrückung wäre, müsste Merkel sich aber auch für Aung San Suu Kyii einsetzen. ]]>
Ich habe Sie nach Ihrer Quelle für Frische und Unschuld gefragt und Sie reden von China und Birma. ]]>
Hält Empörung jung? ]]>
Die Welt ist voller Probleme. Wie identifizieren Sie Ihre Engagements? Und wie schafft eines davon - etwa jenes für Aung San Suu Kyii - es auf eine Ihrer Platten? ]]>
Warum bleibt der französische Ölgigant Total in Birma? ]]>
Als Sie im Krieg in Sarajewo waren, haben Sie Lippenstifte und Negligés mitgebracht. ]]>
Haben Ihre Lippenstifte und Negligés die Verhältnisse geändert? ]]>
Als Sie nach Frankreich kamen, war das Land politisch in Aufruhr. Die Zeit von 1968. Heute sitzt ein Präsident im Elysee-Palast, der 1968 überwinden will. Wie sehen Sie Frankreich heute? ]]>
Serge Gainsbourg wollte nicht, dass Sie demonstrieren? ]]>
(dem späteren Justizminister; d. Red.), dem großen Rabbiner und den Chefs der Kirchen vom Friedhof Père Lachaise bis zur Place de la République gezogen. Die Leute warfen von den Balkonen mit Sachen auf uns. Später habe ich für das Recht auf Abtreibung demonstriert. Und Serge war wieder dagegen. Er fand, dass ich mich in Dinge einmische, die nicht meine Sache waren. Damals gingen Mädchen, die etwas Geld hatten, nach England, die anderen gingen zu Engelmachern auf Hinterhöfe und außerdem noch ins Gefängnis. ]]>
Fühlen Sie sich immer noch als Ausländerin? ]]>
Woher hat Ihre Bulldogge diesen Namen? ]]>
Sie reden über Ihren Hund als wäre es eine Person. ]]>
Im Élysée wohnt heute eine Première Dame. Die ein wenig an Sie erinnert. ]]>
Erkennen Sie sich in Carla Bruni wieder? ]]>
Ach ja? ]]>
Verstehen Sie denn die Männerwahl von Bruni? ]]>
Serge Gainsbourg war auch ein Chef. ]]>
Aber heute bekommt jeder beliebige Franzose strahlende Augen, wenn er den Namen Gainsbourg hört. ]]>
Haben Künstler ausländischer Herkunft - Leute wie Bruni, Gainsbourg und Sie - in Frankreich mehr Möglichkeiten als in England oder Deutschland? ]]>
Sie sind mit dem Song "Je t'aime - moi non plus" bekanntgeworden. Es ist eine gestöhnte Musik zur ersten Liebe. Generationen haben dazu ihre ersten Küsse ausgetauscht. Auf Ihrer neuen Platte singen Sie über das Alter und über eine letzte Liebe. ]]>
Früher haben Ihre Männer für Sie getextet und Filmrollen geschrieben. Heute machen Sie alles selbst. ]]>
Was sind Ihre nächsten Projekte? ]]>
Kennen Sie diese alte Dame? ]]>
INTERVIEW: DOROTHEA HAHN