Skalpell, Zahnarzt, Diätberater: Die Dokusoap "Spieglein Spieglein" zeigt Auswüchse des Schönheitswahns. Warum nur tun die Teilnehmer sich das an? VON Lana Stille
Dabei sieht die alte Nase doch ganz okay aus.... Foto: vox/focus tv
BERLIN taz Stylingshow-Zeit ist Gruselzeit. Dass weiß man schon länger und erst recht seit Bruce Darnell. Die neue VOX-Dokusoap "Spieglein Spieglein" kommt gleich mit einem ganzen Schreckenskabinett um die Ecke: Man kann Visagisten, Zahnärzten und Chriurgen bei ihrem grausigen Treiben zuschauen.
"Ich hab so Angst, die werden mir die Nase brechen!", sagt Kandidatin Nummer eins. Oh ja, das werden sie. Denn Schönheitschirurg Dr. Kremer sieht Handlungsbedarf bei der hübschen 24jährigen. Eine "Kartoffelnase" möchte er ihr zwar nicht bestätigen, so schlimm sei es ja auch nicht, aber operieren, ja operieren kann man selbstverständlich immer. Onkel Doktor kommt sogar noch richtig in Schwung, möchte sein Skalpell am liebsten auch noch in den Unterkiefer seiner Patientin rammen, der besseren Symmetrie zu Liebe. Aber die Patientin will nicht, sie hat ja alles, was sie wollte, nämlich eine künstliche Nase "die einfach natürlich ausschaut". Und Dr. Kremer weiß: "Die Nase ist zentral!"
Sich mit im bundesvergleich unterdurchschnittlich kleinen Schneidezähnen im Haifischbecken der Finanzwelt behaupten? Aber nein! Das geht natürlich nicht, darum darf sich Zahnarzt Dr. Ziegler auch am Kandidaten Nummer zwei, dem schicken Anlagebrater aus Zehlendorf austoben. Beherzt füllt er die Lücken, die dem Banker die ganz große Karriere verbauen. Und nicht zuletzt weiß Dr. Ziegler: "Die Zähne sind zentral!"
Kandidatin Nummer drei ist Schülerin und trägt ihr Urlaubsgeld von 450 Euro zu Starfriseur Udo Walz, auf dass der ihr ein paar zusätzliche Wimpern anklebe. Lustig, wenn der Schülerin, die bereits auf dem Walzschen Wimpernlötstuhl Platz gefunden hat, erst dort eröffnet wird, dass sie schon nach vier Wochen wiederkommen muss, falsche Wimpern halten ja nicht ewig.. Aber: "Die Wimpern sind das erste, was man sieht!" In der nächsten Folge stehen Brüste auf dem Programm, denn die sind natürlich zu klein. Aber sind sie eigentlich auch zentral?
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Am Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Schule, die keine Schule ist, die kein Geld vom Land bekommt – und die mit Jugendlichen lernt, die kein Recht auf Bildung haben.von FELIX MÜLLER

... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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