Sensation beim Samstagabendlangweiler "Wetten, dass...?": Ein authentischer Moment. Schuld daran: Stefan Raab. Und Udo Jürgens. VON PETER UNFRIED
Erfrischend: Stefan Raab bei " Wetten, dass...?" Foto:
Nach all den Jahren gibt es über den Anachronismus "Wetten,dass...?" (ZDF) eine echte Sensation zu berichten: Das Unterhaltungsformat aus den 80er Jahren gebar am Samstagabend einen authentischen Moment. Das war, als der Sofagast Stefan Raab live und im Bademantel am Piano einen Song des Sofagastes Udo Jürgens spielte.
Der Multishow-Moderator Raab ist bekanntlich amtierender deutscher Meister des Massengeschmacks bis 49 Jahre und hat als solcher vor Jahren Gottschalk (57) abgelöst. Seine großen und bleibenden Momente aber hat Raab, wenn er das macht, was er am besten kann: Popmusik. Es hat ja allein schon etwas Bewegendes, wenn in einem derart erstarrten Format wie "Wetten, dass...?" plötzlich eine der Mumien (ansonsten dort: Mario Adorf, Ben Becker, Till Schweiger, Christiane Hörbiger usw.) vom Sofa aufsteht und sich ans Klavier setzt. Aber dann war es eben auch noch Raab, der "Aber bitte mit Sahne" als rockende Hommage an den danebenstehenden Udo Jürgens spielte. Welcher selbst zumindest eine Hand auch ans Piano brachte, so sehr juckte es ihn. Großartig. Im Anschluß spielte Jürgens dann live am Piano einen Song von Raab ("Maschendrahtzaun").
Sicher einstudiert das Ganze, klar. Aber das geriet dennoch so echt und so gut, dass es Thomas Gottschalk offenbar mit der Angst bekam und den Jürgens ganz schnell zum Aufhören nötigte. Weil: Wo kämen wir denn da hin, wenn man sich bei "Wetten, dass...?" gut unterhielte?
Danach ging es daher weiter wie gewohnt: Mit Audi-Werbung. 10,46 Millionen sahen zu. Das zeitgleiche Finale von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" (ab 21.15 Uhr) bei RTL sahen 6,44 Millionen. Es gewann Ross Antony (Ex-Bro'Sis), der sich Gold und Ruhm durch das Verspeisen von Würmern und Känguru-Anus redlich verdiente. Michaela Schaffrath ("Gina Wild") ließ sich routiniert von Kakerlaken penetrieren und wurde zweite. Bata Illic, ein Unterhalter der 70er Jahre ("Michaela", "Ich möcht' der Knopf an deiner Bluse sein") hatte Angst vor einer klitzekleinen Schlange und wurde völlig Zurecht nur Dritter.
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... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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Leserkommentare (2)
28.01.2008, 14:22 | Jan G:
So einen Artikel dürft ihr auf Jeden schreiben. Wo kämen wir denn da hin, wenn n...
27.01.2008, 17:04 | Volker Jacob:
Dieser Artikel über "Wetten dass" ist noch überflüssiger als die Sendung. In Nie...