Neue James Bonds gesucht: Um neues Personal zu rekrutieren, schaltet der britische Geheimdienst Anzeigen beim sozialen Netzwerk Facebook. VON Meike Laaff
Langeweile im Job? Warum nicht 007 werden? Foto: dpa
Der britische Geheimdienst MI6 sucht neue Agenten - und versucht, sie ausgerechnet bei der Sozialen Netzwerkplattform Facebook zu rekrutieren. Wie? Ganz einfach: Wer sich durch die Nachrichten seiner Freunde klickt, bekommt irgendwann eine Werbung mit der Überschrift "Spion gesucht" eingeblendet - und kann sich auf diese Anzeige des britischen Geheimdienstes bewerben.
"Zeit für einen berufliche Veränderung? Der MI6 kann ihre Fähigkeiten gebrauchen. Kommen Sie als Agent zu uns, sammeln und analysieren sie Geheimdienstinformationen auf der ganzen Welt, um Großbritannien zu beschützen" heisst es in einer Anzeige, die Gelangweilte zum Jobwechsel motivieren sollen. Andere zielen auf Hochschulabsolventen ab ("Absolventen aller Altersklassen könnnen langfristige Karrieren als Agenten entwickeln") - oder auf die Aussicht, die Geschicke der Welt zu beeinflussen ("Helfen Sie, Weltereignisse zu beeinflussen und Großbritannien zu schützen"). Hört sich irgendwie so gar nicht nach knallhartem und mysteriösem Geheimdienst-Drill an. Sind also die James Bonds von Morgen nur noch frustrierte Bürohengste, die nach neuen Herausforderungen suchen?
Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Motiviert müssen die Bewerber sein, so die Anzeige, politisch sehr neugierig, "mit einem beeindruckenden Intellekt und einer internationalen Perspektive" ausgestattet. Ein bisschen Elite muss also scheinbar doch sein - auch wenn sich MI6 offenbar dazu durchgerungen hat, sein Personal nicht mehr wie früher nur auf den Gängen von britischen Eliteuniversitäten anzuwerben.
Denn schon seit 2006 schaltet der Geheimdienst Zeitungsannoncen und Radiospots, um Nachwuchs anzuwerben. Und will mit seinen Facebook-Anzeigen jetzt offenbar auch die Web 2.0-Generation erreichen.
"MI6 nutzt eine Reihe von öffentlichen Kanälen, um für Arbeitsmöglichkeiten in der Organisation zu werben und Facebook ist das jüngste Beispiel dafür", sagte eine MI5-Sprecherin dem Guardian - und bestätigt, dass die Reaktionen auf die Facebook-Annoncen bislang sehr gut seien.
Bleibt nur zu hoffen, dass nicht der gesamte Facebook-Freundeskreis nachvollziehen kann, wer sich per Klick für eine Karriere beim Geheimdienst interessiert - hat doch jüngst eine Studie des deutschen Fraunhofer-Instituts belegt, dass es mit Datensicherheit bei Facebook nicht weit her ist.
... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

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Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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Leserkommentare (1)
01.10.2008, 11:32 | Gonzo:
Vielleicht sollte sich der MI6 eher an die Macher solcher Seiten wenden? Die ken...