Microsoft hat ein Überwachungssystem patentieren lassen, dass das Arbeitsverhalten von Angestellten messen kann. Vom Pulsschlag bis zum entspannten Lächeln.
Big Brother is watching you - im Büro Foto: dpa
Ein Überwachungssystem für Computer speichert neben den Arbeitsschritten und angesurften Websites des PC-Nutzers auch dessen Gesichtsausdruck, Atmung, Körpertemperatur und kann sogar Stress, Frustration oder auch Überraschung und Befriedigung des Nutzers erkennen - somit könnten Vorgesetzte die Produktivität und Kompetenz ihrer Mitarbeiter überwachen. Was sich liest wie George Orwells Vision vom "Big Brother" wurde bereits im Sommer 2006 von dem Software-Hersteller Microsoft als Patent angemeldet und im Dezember 2007 veröffentlicht, wie die britische "Times" nun berichtet.
Drahtlose Sensoren sollen diesem Dokument zufolge Computern künftig helfen, das Vorhaben ihrer Nutzer zu erkennen - und sich Problemen und Fortschritten mit Ratschlägen anpassen. So sieht das Patent vor, dass wenn das System entdeckt, dass ein Mitarbeiter mehr als die durchschnittliche Zeit für einen Vorgang benötigt, ihm Lösungsvorschläge für ein eventuelles Problem angeboten werden. Senden die Hirmströme des Nutzers Stress- oder Frustrationssignale, die von den zuvor ermittelten Standradwerten stark abweichen, werden andere Mitarbeiter, die sich ebenfalls mit dem selben Vorgang auseinandergesetzt haben, identifiziert und als mögliche Helfer vorgeschlagen.
Vergleichbare Systeme kamen bisher nur bei Piloten und Astronauten oder in Form von Lügendetektoren bei Geheimdiensten zum Einsatz. Microsoft hat dessen Gebrauch indes nicht nur für PCs und Laptops geplant, sondern auch für Mobiltelefone und Handhelds, so dass der Nutzer auch außerhalb des Büros überwacht würde und seine privaten Interessen seinem "Profil" hinzugefügt werden könnten. Der Arbeitsrechtler der Universität München, Volker Rieble, sagte der Süddeutschen Zeitung, kein Arbeiternemer müsse Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit dulden, aber ein Blutdruckmesser am Arm sei erlaubt.
... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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Leserkommentare (1)
27.01.2008, 15:58 | bbux:
'...kein Arbeiternemer müsse Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit dulden,...