"Ihr dürft heute ausnahmsweise auf der Straße fahren", erklärt der junge Vater seinen drei behelmten Töchtern am Eingang der Elbchaussee unweit des Altonaer Rathauses. Dann setzt sich der kleine Tross Richtung Othmarschen in Bewegung und lässt die Infostände der Ökostromversorger und Energieberater hinter sich. Nur ein einziges Mal kommt dem Radlerteam ein aus einer Seitenstraße eingebogener Wagen entgegen, dessen Fahrer sein Gefährt irritiert dreinblickend zwischen den Rädern und Fußgängern hindurchbugsiert, die heute die Fahrbahn bevölkern.
Wir schreiben den 20 Juli, den dritten freiwilligen autofreien -und real nur autoreduzierten - Sonntag im Jahr 2008. Die Pressestellen von Umweltbehörde und HVV spucken Erfolgsmeldungen aus: Einem Ansturm auf die heute kostenfreien öffentlichen Verkehrsmittel habe es gegeben. "Die Hadag-Fähren auf der Elbe sind voll", freut sich Behörden-Sprecher Volker Dumann. Die Hamburger Hochbahn verzeichnet ihm zufolge 35 Prozent mehr Kunden als an anderen Sonntagen. Bei der S-Bahn sei das Fahrgastaufkommen gar um 50 Prozent gestiegen.
Wer jedoch mit dem Auto unterwegs war, muss sich wie an der Elbchaussee, der Wandsbeker Marktstraße oder der Langen Reihe auf Straßensperren einstellen. In fünf der sieben Hamburger Bezirke gibt es Veranstaltungen zum Thema, an denen sich laut Dumann erneut rund 25.000 Menschen beteiligten. Im Zentrum steht das Verkehrskonzept "Shared Space" (geteilter Raum), das in allen sieben Bezirken als Pilotprojekt umgesetzt werden soll. Fußgänger, Radfahrer, Autos und Busse nutzen gemeinsam den Straßenraum - nicht Ampeln und Schilder, sondern gegenseitige Rücksichtnahme regelt den Verkehrsfluss.
Auf der Eröffnungszeremonie vor der Eimsbütttler Apostelkirche bekräftigt Bezirksamtsleiter Jürgen Mantell, in seinem Bezirk werde es die Einkaufsmeile Osterstraße sein, die entsprechend umgestaltet werden solle. Bischöfin Maria Jepsen und Verkehrsbehördenstaatsrat Stephan Hugo Winters klatschen artig Beifall. Am 21. September soll in Hamburg erneut das Auto stehen bleiben. Dann wird es auch Aktionen im Umland geben, etwa in Norderstedt, Ahrensburg und Pinneberg. MARCO CARINI

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... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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