Die Pläne zweier Bordellbesitzer, Mega-Puffs mit 100 oder mehr Prostituierten am Friedrich-Ebert-Damm (Wandsbek) und der Süderstraße (Hamm-Süd) anzusiedeln, bringen Anwohner und Kommunalpolitiker auf die Zinne. Am Mittwoch lehnte die Bezirksversammlung-Mitte mit rot-grüner Mehrheit "die Einrichtung weiterer Bordelle im Bereich Hamm-Süd und insbesondere ein Riesenbordell strikt ab". Sie forderte Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) auf, eine Änderung des für die Süderstraße gültigen Baustufenplans einzuleiten, so "dass Genehmigungen, die eine Ansiedlung von Prostitution ermöglichen, künftig nicht mehr möglich sind".
Schreiber wurde angewiesen, "alle Möglichkeiten zur Verlagerung des Straßenstrichs weg aus der Süderstraße zu prüfen". Es gehe nicht darum, die Prostitution in die Illegalität zu drängen, "aber wir wollen kein Großbordell im Wohngebiet", begründete SPD-Abgeordnete Susanne Buhl den Antrag der rot-grünen Koalition. Im benachbarten Osterbrook-Viertel wohnen 3.800 Menschen, fast ein Viertel von ihnen hat eine Resolution gegen die Ansiedlung des Mega-Puffs unterschrieben.
Doch die scheint nichts mehr zu verhindern. Weil er "keine rechtliche Möglichkeit gehabt habe", den Mammut-Puff auszubremsen, war Schreiber vergangene Woche mit einem spektakulären Antrag an die Öffentlichkeit getreten. Ganz Hamburg solle nach Bremer Vorbild zum Sperrgebiet erklärt werden, nur in ausgewiesenen "Toleranzzonen" soll der Straßenstrich zukünftig erlaubt sein. Doch sowohl Polizei, als auch Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) und die schwarz-grüne Koalition lehnten Schreibers Anti-Rotlicht-Offensive ab: Durch Sperrgebiete würde die Sexarbeit in die Illegalität gedrängt, Leidtragende wären die Prostituierten.
Auch der SPD-GAL-Antrag erwähnte den Schreiber-Alleingang nicht. Die Bezirksopposition aus CDU, FDP und Linkspartei stimmte dem rot-grünen Vorschlag nur in Teilen zu. "Wer den Straßenstrich verlagern will, muss sagen wohin", sagte CDU-Fraktionsvize Christoph de Vries.
Die Linkspartei stieß mit ihrem Vorschlag, alle Sperrbezirke in St. Pauli und St. Georg aufzuheben und die Probleme bei einem Runden Tisch zu debattieren, auf Ablehnung der anderen Parteien. "Wir brauchen die vorhandenen Sperrbezirke, um in die Ausbreitung der Prostitution steuernd eingreifen zu können", betonte CDU-Fraktionschef Gunter Böttcher. Ein hamburgweiter Runder Tisch zum Thema sei von Schwarz-Grün ohnehin auf Landesebene geplant und "gehöre", so Böttcher, "auch genau da hin".
MARCO CARINI

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... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

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Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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