In Sachsen-Anhalt soll es erneut einen Angriff rechtsradikaler Schläger gegeben haben. Die jugendlichen Opfer wolten zum Konzert ins Jugendzentrum. VON DANIEL SCHULZ
Vor elf Tagen gedachten die Dessauer noch dem Tod Oury Jallohs - am Freitag wurden Linke Opfer von Gewalt Foto: dpa
DESSAU taz Im sachsen-anhaltischen Dessau haben zehn Vermummte eine Gruppe linker Jugendlicher mit Bierflaschen und Schlagstöcken angegriffen. "Wir ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag, "auch der Staatsschutz ist eingeschaltet."
Am Freitag gegen 20.45 Uhr waren zwei Frauen und drei Männer laut eigener Aussage und der eines Zeugen auf dem Weg zu einem Konzert im alternativen Jugendzentrum der Stadt überfallen worden. Die 17 und 18 Jahre alten Frauen konnten in eine Telefonzelle flüchten. Nur einer der Männer aber vermochte, nachdem ihn ein Faustschlag getroffen hatte, in eine Seitenstraße zu fliehen. Seine beiden Begleiter wurden schwerer verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Weil die fünf von einer Antifa-Demo kamen und durch Aufnäher als Linke zu erkennen waren, vermuten sowohl die Polizei als auch die örtliche Beratungsstelle für die Opfer rechter Gewalt Rechtsradikale als Täter. "Es würde zu dem Bedrohungsszenario hier in der Stadt passen", sagt Marco Steckel von der Opferberatung, "außerdem gab es am Rande der Demonstration immer wieder Störungsversuche von Neonazis."
Gefasst wurde bisher keiner der Vermummten. Obwohl ein Zeuge per Telefon die Polizei rief und das Revier nur wenige Minuten vom Tatort entfernt liegt, konnten die Täter flüchten, bevor die Beamten eintrafen. Nach den Aussagen der Überfallenen sollen die Polizisten etwa eine Viertelstunde bis zum Tatort gebraucht haben. "Dazu gibt es Gesprächsbedarf", sagt Opferberater Steckel, "vor allem weil solche Übergriffe nach der Demonstration denkbar waren."
Derlei Kritik wies der Polizeisprecher zurück. Man habe so schnell wie möglich reagiert. Sachsen-Anhalts Polizei hatte sich in den vergangenen Monaten mehrere Pannen bei Ermittlungen gegen Rechtsextreme geleistet. Im Magdeburger Landtag beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss damit. In Dessau verbrannte zudem der Asylbewerber Oury Jalloh in einer Zelle der Polizei. Mehrere Beamte sind angeklagt, der Prozess läuft bis März.
Am Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Schule, die keine Schule ist, die kein Geld vom Land bekommt – und die mit Jugendlichen lernt, die kein Recht auf Bildung haben.von FELIX MÜLLER

... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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