L'Aquila und der G-8-Gipfel

Als wären sie Täter und nicht Opfer

Am Mittwoch beginnt in L'Aquila, wo nach dem Erdbeben noch immer 24.000 Menschen in Zelten leben, das G-8-Treffen. Die Bewohner der vom Erdbeben zerstörten Stadt halten wenig von der Politshow. VON MICHAEL BRAUN

Foto: ap ]]>

taz | "Ganz einfach. Ich will mein L'Aquila wiederhaben." Paolo muss nicht lange nachdenken, warum er sich mitten in der Nacht auf der Piazza einfindet, mit einer Fackel in der Hand, einen mehrstündigen Marsch vor sich. Es sei die erste Demonstration seines Lebens. Auch seine Mutter ist noch nie in ihrem Leben auf einer Demo gewesen. ]]>

L'Aquila und der G-8-Gipfel

G 8: Den ursprünglich auf der Insel La Maddalena geplanten Gipfel verlegte Silvio Berlusconi nach L'Aquila. Sein Argument: Die Infrastrukturinvestitionen kämen der Bevölkerung zugute, außerdem will Berlusconi die Staats- und Regierungschefs überzeugen, die Schäden an je einer Kirche oder einem Palazzo auf Rechnung ihres Staates beheben zu lassen. 15.000 Polizisten und Soldaten werden im Einsatz sein. ]]>

Die Proteste: Neben den lokalen Komitees mobilisieren Basisgewerkschaften und linke Gruppen zu globalisierungskritischen Protesten. An einer für den 10. Juli geplanten Demonstration wird das Gros der örtlichen Komitees nicht teilnehmen, aus Angst, die globalisierungskritische Bewegung könne ihrerseits - gleichsam spiegelbildlich zu Berlusconi - die lokale Bevölkerung vereinnahmen. MB ]]>

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