In Beirut gedenken Anhänger der Regierung des ermordeten früheren Ministerpräsidenten Hariri, die Hisbollah ihrem am Vortag ermordeten Militärführer Mughaniyah. VON KARIM EL-GAWHARY
Die Hisbollah trauert um ihren getöteten Führer Mughniyah. Foto: dpa
Wird der Tag friedlich vorübergehen? So lautete am Donnerstag die bange Frage vieler Libanesen, als sich die scheinbar unüberwindbare politische Spaltung ihres Landes auf den Straßen Beiruts zeigte. In der Innenstadt trafen sich die Anhänger der westlich unterstützten Regierung Fuad Sinioras, um des dritten Todestag des ermordeten Exministerpräsidenten Rafik Hariri zu gedenken. Nur wenige Kilometer davon entfernt, in der südlichen Vorstadt, trug die Hisbollah-Opposition den Dienstagnacht in Damaskus bei einem Sprengstoffattentat ermordeten militärischen Kopf Hisbollahs, Imad Mughaniyah, zu Grabe.
Über 8.000 Soldaten der regulären libanesischen Armee waren im Einsatz, um sicherzustellen, dass beide Seiten nicht zusammentreffen und die angespannte Lage in einen Bürgerkrieg eskaliert. Der strömende Regen sorgte zusätzlich dafür, die Gemüter abzukühlen.
Zehntausende waren mit libanesischen Flaggen und Bildern Hariris auf den Platz der Märtyrer zusammengekommen, nur wenige hundert Meter von der Stelle entfernt, an der am 14. Februar 2005 Hariri und 20 weitere Menschen bei einem Anschlag umgekommen waren. Regierungsanhänger machen Syrien verantwortlich. Kurz nach ein Uhr mittags, dem Zeitpunkt des Anschlags vor drei Jahren, waren als Symbol der nationalen Einheit, Kirchenglocken und der Gebetsruf der Muezzine gleichzeitig zu hören. "Sie haben vor drei Jahren versucht den Libanon umzubringen", sagte der Sohn des Ermordeten und Vorsitzende der Parlamentsmehrheit, Saad Hariri.
Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah wandte sich wenige Kilometer per Videoschaltung bei dem Begräbnis Mughaniyahs an seine Anhänger. Seit dem Libanonkrieg 2006 hält er sich aus Furcht vor einem israelischen Mordanschlag versteckt. Er hielt sich in seiner Rede nicht mit den politischen Konkurrenten im eigenen Land auf, sondern ließ keinen Zweifel daran, wen er für die Ermordung des Hisbollah Sicherheitschefs Mughaniyah verantwortlich macht. "Wenn Israel diese Art von offenen Krieg haben will, dann sind wir bereit", erklärte er vor dem tosenden Applaus Zehntausender. "Ihr habt ihn außerhalb des Schlachtfelds getötet und damit eine Grenze überschritten", warnte er. "Sie glauben die Ermordung Mughaniyahs ist ein Sieg, aber wir werden ein neues Kapitel aufschlagen, das mit dem Zusammenbruch Israels endet", drohte er. "Sie werden es nicht mit einem Mughaniyah, sondern mit zehntausenden ausgebildeten Kämpfern zu tun haben."
In Israel selbst hatte man sich von offizieller Seite zunächst zurückgehalten. "Israel weist den Versuch von Terrorelementen zurück, ihm irgendeine Beteiligung an diesem Vorfall zu unterstellen", hieß es in einer Stellungnahme des Büros von Ministerpräsident Ehud Olmert. Ansonsten machte die israelische Seite keinen Hehl aus ihrer Genugtuung über das erfolgreiche Attentat. Auch Washington reagierte positiv. Die Welt werde ihn nicht vermissen, sagte der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, Tom Casey.
Mughaniyah soll nach US-Angaben an der Entführung einer TWA-Maschine 1985 und der Attacke auf die israelische Botschaft in Buenos Aires 1992 beteiligt gewesen sein, bei der 29 Menschen starben. Auch am Selbstmordanschlag 1983 auf US-Truppen in Beirut mit 240 Toten soll er maßgeblich mitgearbeitet haben. Im Libanonkrieg 2006 soll er als eine Art Hisbollah-General agiert haben. Bei seinem Begräbnis war auch Irans Außenminister Mottaki zugegen, der sich dem Vernehmen nach diese Woche mit Mughaniyah in Damaskus treffen wollte.
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Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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