Schwerpunkt Überwachung

Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung

Tiefe Einblicke ins Private

Seit Anfang 2008 ist das Gesetz zur sechsmonatigen Speicherung von Verkehrsdaten in Kraft. Der Chaos Computer Club hat dargestellt, was mit den gesammelten Angaben alles möglich ist. VON DANIEL SCHULZ

  • 11.07.2009 12:52 Uhr:

    von relativ:


    überlegung: sollte man das interesse des großen datenmauls an informationen nutzen und aktiv daten produzieren, die geeignet sind so viele scheinbare verdachtsmomente zu produzieren, dass das system sich an den fehlalarmierungen tot läuft - könnte ein volkssport werden.

  • 09.07.2009 11:19 Uhr:

    von mathias:

    An alle, die "sowieso" nicht wählen, und auch die anderen, die ein Unbehagen verspüren: Am 27.09. könntet ihr die Piratenpartei wählen. Es würde ein klein wenig helfen, bis auf weiteres.....

  • 09.07.2009 08:37 Uhr:

    von Robert:

    Früher hieß es elektronische Fußfessel, wurde vom Staat bezahlt und diente der Überwachung und Angstverbreitung. Heute heißt es Handy, ist absolut angesagt und wird vom zu Überwachenden selbst komplett finanziert. Und selbstredend immer wieder auf eigene Kosten dem Stand der Technik angepaßt. Eines Tages wird es wohl eine Handytragepflicht geben. Im Namen der Sicherheit natürlich. Es wird dann vielleicht schon ein hübscher Ring am Finger sein und für die nicht so modebewußten ein Chip unter der Haut. Das unbemerkte Scannen wird nicht weiter stören.

  • 08.07.2009 21:51 Uhr:

    von LunaTuna:

    Danke Yussuf, für diesen Hinweiß!
    Wirklich beängstigend was da auf uns zukommt!

  • 08.07.2009 05:59 Uhr:

    von vic:

    Ich frage mich weshalb niemand dagegen angeht. Ja ich weiß: Die Piraten Partei, es ist auch gut so, dass sie das tut.
    Seit ich nicht mehr arbeiten kann, benötige ich kein Mobile mehr. Allerdings muss ich es jetzt aus Gesundheitsgründen konsequent bei mir tragen.
    Das wäre nicht weiter verfänglich, nur ist krank zu werden nicht gleichbedeutend mit blöd und unkritisch werden.
    Also bin ich samt Handy schonmal auf Kundgebungen anzutreffen, und somit auch dort zu lokalisieren.
    Und das finde ich, geht zu weit.

  • 07.07.2009 09:39 Uhr:

    von wesselch:

    Gerade EDV-Fachleute haben die Sammelwut überhaupt erst möglich gemacht, weil sie postuliert haben, was denn alles möglich sei. Datamining ist aber nicht wirklich etwas neues, technisch-statistisch aber faszinierend.
    O.Wells hatte prophezeit, was auf uns zukommen könnte. Wir sind auf dem besten Weg dorthin.
    Wie sagte ein Prof mal: Nachdenken ist zuspät, Vordenker müssen wir sein.

  • 06.07.2009 23:13 Uhr:

    von Der D:

    Hier den großen Bruder beschwören, aber andernorts die Partei lächerlich machen wollen, die gegen Überwachungsexzesse und für Datenschutz eintritt? Passt nicht, liebe taz.

  • 06.07.2009 22:33 Uhr:

    von Panther:

    Art. 2 GG, Handlungsfreiheit...
    Art. 4 GG, Meinungsfreiheit...
    die allgemeinen Persönlichkeitsrechte!
    Gelten die Grundrechte nicht gerade zur Abwehr gegenüber den Staat?
    Ich sehe in dieser Überwachung eine Einschränkung, die, wenn sie nicht verhindert wird, noch weitreichende Folgen für den freien Bürger haben wird.

    Es gibt auch ein Gutachten, in dem gesagt wird,
    dass genau 0,01Prozent der Verbrechen damit aufgeklärt werden könnte.

    Dafür bin ich nicht bereit meine Grundrechte aufzugeben!!!

  • 06.07.2009 21:21 Uhr:

    von HJ.Friedrichs:

    ..denkt doch mal positiv.
    Habe ich eine wichtige Telefonnummer verschlampt, hilft mir das BKA aus der Klemme. Crasht meine Festplatte, kann ich dank "Bundestrojaner" ein Backup auf die neue HD einspielen, dank Rolling-Wolfgang.

  • 06.07.2009 19:01 Uhr:

    von Yussuf:

    Wichtigen Punkt vergessen:

    Durch die Langzeit-Überwachung lässt sich ein "quasi-Normalverhalten" eines Menschen in einer Standard-Lebenssituation bestimmen: Ein Arbeitnehmer fährt morgens zur Arbeit, geht im Umfeld seines Arbeits- oder Wohnort einkaufen, ist in einem Verein aktiv etc. Selbst wenn da ein paar Varianzen enthalten sind, kann man seinen Lebensraum soweit beschreiben, dass der normale Lebensalltag dieses Menschen zu 95-98% innerhalb der zu erwartenden Handlungen liegt.

    Nun kann man eben durch die hohe Automatisierung das Screening permanent mitlaufen lassen und so lange dieser Jemand nichts außergewöhnliches tut, passiert nichts. Die Überwacher bekommen keine Mitteilungen über diesen Jemand. Passiert aber mal etwas außergewöhnliches, dann schlägt das System Alarm.

    DAS ist eine Horror-Vision und sie ist IMO überhaupot nicht unrealistisch. Denn genau das dürfte die Strategie gegen sog. "Schläfer" sein: Man will keine Ressouren verschwenden, so lange sie "schlafen", aber man möchte sehen, wenn sie angetriggert werden.

    So ehrenwert die Idee ist, so offensichtlich ist die Naivität, dass diese Methode nicht missbraucht werden wird: Die darin liegende Macht ist zu verlockend, als dass Politik und/oder Wirtschaft darauf verzichten wollten/würden. Eben das wird in dem Gutachten uf heraus ragende Weise dargestellt, danke an den ccc!

    Das einzige Mittel gegen den absehbaren Missbrauch lautet nicht "verbieten", sondern "absolute Transparenz", "demokratische Kontroll-Organe noch und nöcher", sowie legale Möglichkeiten für den Bürger, sich dieser Überwachung entziehen zu können.

    Der Geist ist aus der Flasche, das Rad ist erfunden, das sind irreversible Prozesse. Was jetzt notwendig ist, ist die Kontrolle der neu entstandenen Macht durch das Volk!!!

    Yussuf

  • 06.07.2009 17:49 Uhr:

    von echnaton192:

    @Rainer Schulze: Was glaubst Du, warum so viele ITler in die Piratenpartei gegangen sind? Weil sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Was die Grünen übrigens nicht getan haben, außer nach der Einführung der VDS Korokodilstränen zu vergießen.

  • 06.07.2009 16:52 Uhr:

    von Adrian Künzel:

    big brother is watching you! Sollte das Gesetz Bestand haben - Gott bewahre - sollten unabhängige Kräfte dafür sorgen, dass das Establishment seinen Teil der Überwachung ebenfalls mit abbekommt. Schließlich böten sich hier vor allem auch Möglichkeiten Zusammenhänge im Bereich Lobbyismus, politische Einflussnahme sowie Wirtschaftskriminlität aufzudecken. "Watch back" is das Stichwort. Noch ist die freie Meinungsäußerung damit nicht abgeschafft. Bei der Beschaffung und Vernetzung transparenter Information zählt, wer heute schneller ist.

  • 06.07.2009 15:43 Uhr:

    von DonGenaro:

    "Big Brother is watching you!"
    Für alle, die darin mehr als nur Technik sehen, ist Tiqquns "Kybernetik und Revolte" (diaphanes Verlag) sehr ans Herz zu legen. Es geht um die Steuerung der Menschheit...

  • 06.07.2009 15:23 Uhr:

    von Horst:

    Tschüß Demokratie...

  • 06.07.2009 13:54 Uhr:

    von IRainer Schulze:

    gesellschaftliche Verantwortung der Eggheads fehlt!

    Es geht m.E. darum, dass gerade die unzähligen EDV-Fachleute transusig und unsensibel jede Datensammlung und Recherche durchziehen, ohne sich über deren Verwertbarkeit Gedanken zu machen

    Mehr Kritik am Arbeitsplatz und noch mehr Zivilcourage vor Ort würde manche Mißgriffen (Bundesbahn, Telecom, etc.) verhindern helfen

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