Der totgesagte Währungsfonds bekommt frisches Geld und erwacht zu seinem nunmehr dritten Leben. Ob er die neun Leben einer Katze durchläuft und am Ende eine angemessene Schuldenpolitik leistet, sei dahingestellt. Ein Bericht VON ARNAUD ZACHARIE
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Am 2. April 2009 verständigte sich der G-20-Gipfel in London auf ein 1 100-Milliarden-Programm für Investitionen in den Entwicklungs- und Schwellenländern. In der Abschlusserklärung verkündeten die Staats- und Regierungschefs "einen globalen Plan", der das Wirtschaftswachstum mit Summen von nie dagewesenem Umfang wieder ankurbeln soll. ]]>
(siehe Kasten) aufgebracht werden. Außerdem genehmigte der Gipfel dem IWF den Verkauf eines Teils seiner Goldreserven. Dadurch will man den ärmsten Ländern in den nächsten drei Jahren 6 Milliarden Dollar in leicht zugänglichen Fonds zur Verfügung stellen. Und schließlich soll es dem IWF künftig gestattet sein, Kredite am Markt aufzunehmen, während er sich bislang ausschließlich aus Zinseinnahmen finanzierte. Der Totgesagte erwacht zu neuem, seinem dritten Leben. ]]>
Arnaud Zacharie ist Generalsekretär des Nationalen Zentrums für Entwicklungszusammenarbeit (Belgien) und Hochschullehrer an den Universitäten Brüssel und Lüttich. ]]>
Sonderziehungsrechte Das Instrument der Sonderziehungsrechte (SZR) wurde 1969 eingeführt, um zusätzliche Liquidität für das internationale Finanzsystem zu schaffen. Es handelt sich um eine Rechnungseinheit, die zugleich die "Währung" des Internationalen Währungsfonds (IWF) darstellt. Der Wechselkurs eines Sonderziehungsrechts ist durch einen Währungskorb wichtiger Weltwährungen definiert. Der Wert des SZR wird täglich als Summe der Werte der vier Referenzwährungen (Dollar, Euro, Pfund, Yen) berechnet und in US-Dollar ausgedrückt. Auf ihrem Londoner Gipfel beschlossen die G-20-Staaten eine neue Ausgabe von Sonderziehungsrechten über 250 Milliarden Dollar. Sie sollen der Wirtschaft als Liquiditätshilfe dienen. Diese Sonderziehungsrechte stehen den 186 Mitgliedstaaten des IWF entsprechend ihren Stimmenanteilen zur Verfügung. Damit gehen allein 44 Prozent an die G-7-Länder. Die Entwicklungsländer teilen sich weniger als ein Drittel, während den ärmsten Ländern lediglich 7,6 Prozent (19 Milliarden Dollar) zustehen. Foto:
Als dem IWF die Kundschaft ausging ]]>
Kredit als Belohnung für Reformen ]]>
Wiederbelebung einer alten Idee ]]>
htpp://digital.library.unt.edu/govdocs/crs/permalink/meta-crs-10813:1. ]]>
"Financial Times, London, 3. April 2009. ]]>
"Le Monde diplomatique, Januar 2007. ]]>
Aus dem Französischen von Veronika Kabis ]]>