18. - 31. März 2018

Kuba

Reiseleitung: Knut Henkel

Das gängige Havanna-Image: Kolonialbauten und Oldtimer Bild: Inga Kolk

Holguín – Santiago de Cuba – Camagüey – Trinidad – Santa Clara – Cárdenas – Havanna – Vinales

Kuba, Nadel im Fleisch der Supermacht, Insel der Rhythmen und der religiösen Vielfalt. Für das und einiges mehr steht das sozialistische Tropenparadies, wo die Zeit stehengeblieben scheint und wo Sie Einblicke in den Alltag einer Nation bekommen, die wirklich „kult“ ist. Kaum ein Volk der Region hat eine derart ausgeprägt Identität und ist kulturell so aktiv. Wie die Kubaner. Bienvenido.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: 2.990 € (DZ/HP/Flug)

VERANSTALTER: AvenTOURa,

Freiburg i.B., Tel: 0761 - 211699-0

info@aventoura.de

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

„Nächstes Jahr Weihnachten in Havanna“ ist einer der ältesten Sprüche in Little Havanna von Miami. Dort, im exilkubanischen Zentrum der Stadt, wird immer noch von der Rückkehr auf die Insel geträumt. Doch die Übernahme der Macht durch die inzwischen vergreiste Elite der 1950er Jahre ist Kuba erspart geblieben.

Knut Henkel, schreibt seit 20 Jahren in der taz über Kuba und Lateinamerika

Stattdessen lächelt Ernesto „Che“ Guevara nach wie vor von Häuser- wänden, rollen Oldtimer durch die Straßen Havannas als wäre die Zeit stehen geblieben. Ist sie das oder tut sich was auf der Insel, die seit der erfolgreichen Revolution vom Januar 1959 vom Brüderpaar Castro geprägt und regiert wird?

Kuba, die größte der Antilleninseln, ist ein Mekka der Klischees: mit heißblütigen Tänzer*innen, kalten Drinks, dicken Havannas sowie Bilderbuch- stränden werben die Reiseveranstalter. Doch die Insel gilt auch als musikalisches Paradies – hier steht die Wiege von Son, Guaracha, Guajira und Salsa und auch beim Bolero, dem Filín oder dem Reggaetón ist Kuba in vorderster Linie mit dabei.

Marke Eigenbau - Kreativität ist im kubanischen Alltag wichtig Bild: Knut Henkel

Kuba hat kulturell so viel zu bieten wie kaum ein Land der Region: hier sind große Schriftsteller wie Nicolás Guillén oder Alejo Carpentier zur Welt gekommen, plastische Künstler wie Kcho oder Javier Guerra genießen internationale Beachtung und das Nationalballett spielt bei seinen Tourneen vor ausverkauften Häusern. Das hat auch etwas mit dem hohem Bildungsniveau zu tun, für welches die Insel berühmt ist und was ein Grund dafür ist, dass Kubaner auf alle Besucher zugehen – sie wollen wissen, wie es woanders ist, was die Leute auf die Insel treibt und was die Touristen sehen wollen.

Nicht immer geschieht dies vollkommen uneigennützig, aber die offene Art vieler Kubaner*innen ist für die Besucher der roten Insel eine Chance, ins Gespräch zu kommen – auch über den socialismo trópical, den tropischen Sozialismus. Dieser und die Insel sind derzeit schwer en vogue, denn knapp 60 Jahre nach der Revolution vom Januar 1959 ist die Insel vor der Haustür der USA schließlich immer noch außen grün und innen rot, wie es Fidel Castro einst formulierte.

Diese Tatsache und die Annäherung zwischen den USA und Kuba zum Ausklang der Regierungszeit von Barack Obama hat dafür gesorgt, dass die Zahl der Kubareisenden nach oben geschossen ist, auch in Europa. Hier befürchten viele, dass die US-Wirtschaft die Insel infolge der Annäherung peu à peu wieder übernehmen könnte.

Erste Verträge zwischen den Klassenfeinden legen das nahe, aber seit der Wahl von Donald Trump steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Tauwetter Pause macht. Erneute Reisebeschränkungen hat das Enfant terrible der internationalen Politik bereits angekündigt, so dass der Ansturm der Yumas, so werden die US-Amerikaner in Kuba genannt, schnell wieder zum Erliegen kommen könnte.

Tabak-Fabrik in Viñales - hier werden die Havannas gerollt Bild: Reuters

Für die schwindsüchtige kubanische Wirtschaft, die am Tropf des Tourismus, der US-Dollar-Transfers von Verwandten und den Leiharbeitern hängt, die in Venezuela und Brasilien die lahmende medizinischen Versorgung auf Trab bringen, schlechte Nachrichten. Aber auch nichts wirklich Neues. Das ökonomische Auf und Ab gehört seit der Revolution von 1959 zum Alltag auf der Insel, wobei die Abs seit 1990, dem Niedergang des sozialistischen Lagers, allerdings länger anhalten und der Alltag in Kuba alles andere als einfach zu bewältigen ist.

Davon können Sie sich bei der Reise genauso überzeugen, wie von der kubanischen Improvisationskunst, die vieles möglich macht, was unmöglich erscheint. Dafür bietet unsere Reise, die Sie vom wilden Osten bis in den äußersten Westen der Insel führt, zahlreiche Chancen. Anschließend werden Sie sicherlich besser einschätzen können, was Klischee und was kubanische Realität ist.