Der VfL Wolfsburg bringt eine 2:0-Halbzeitführung gegen den 1. FC Nürnberg nicht über die Zeit. Simons und Nilsson treffen per Doppelschlag zum verdienten Ausgleich.

Konnten letztlich zufrieden sein: Nürnbergs Spieler, links die Torschützen Nilsson und Simons. Bild: dpa
WOLFSBURG dpa | Mit einem Doppelschlag binnen fünf Minuten hat der 1. FC Nürnberg in einem bereits verloren geglaubten Spiel bei seinem Ex-Trainer Dieter Hecking noch einen Punkt gerettet. Der "Club" holte beim VfL Wolfsburg am Sonntag ein 2:2 (0:2).
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Timmy Simons (61. Minute und Per Nilsson (66.) egalisierten die Wolfsburger Halbzeitführung durch Diego (2.) und Ivica Olic (27.). Beide Teams entfernten sich weiter von den Abstiegsplätzen: Nürnberg liegt nach dem achten ungeschlagenen Spiel als Tabellenelfter der Fußball-Bundesliga mit 35 Punkten elf Zähler vor dem Relegationsplatz. Wolfsburg, das Hecking kurz vor Weihnachten von der Nürnberger Bank verpflichtet hatte, ist mit 32 Punkten Zwölfter.
Bei den Gastgebern feierte Patrick Helmes vor 25.524 Zuschauern nach überstandenem Kreuzbandriss sein Saison-Debüt in der Wolfsburger Startelf. Der Ex-Nationalspieler bildete mit Ivica Olic das Wolfsburger Sturmduo in einem 4-4-2-System statt wie zuletzt mit einem Stürmer und einer Doppel-Sechs. Hecking, der vor seinem Wechsel 102 Mal auf der FCN-Bank saß, hatte auf sechs Positionen umgestellt. Bei Nürnberg hingegen gab es nur einen Wechsel.
Mainz - Bremen 1:1 (1:0)
Stuttgart - Dortmund 1:2 (0:1)
Düsseldorf - Leverkusen 1:4 (1:1)
Schalke - Hoffenheim 3:0 (0:0)
Augsburg - Hannover 0:2 (0:0)
Freiburg - Gladbach 2:0 (0:0)
Bayern - Hamburger SV 9:2 (5:0)
Wolfsburg - Nürnberg 2:2 (2:0)
Fürth - Frankfurt So., 17.30 Uhr
Von Beginn an nahm das Spiel Fahrt auf, die Gastgeber erwischten unter den Augen von Ex-Stürmer Edin Dzeko als Tribünengast einen Start nach Maß. Diego wurde in zentraler Position gefoult, den fälligen Freistoß aus gut 20 Metern verwandelte der Brasilianer mit kurzem Anlauf dann selbst – gerade einmal 120 Spielsekunden waren gespielt. Raphael Schäfer war in seinem 300. Pflichtspiel für Nürnberg ohne Chance.
Die Gäste waren keineswegs geschockt; Schüsse von Timothy Chandler und Hiroshi Kioytake rollten nur ganz knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite vergab auch Slobodan Medojevic bei seinem ersten Bundesligaspiel für Wolfsburg ebenfalls eine gute Chance.
Die Partie blieb unterhaltsam: Erneut Chandler prüfte Diego Benaglio im Wolfsburger Tor (17.). Eine weitere sehenswerte Einzelaktion brachte Wolfsburg das 2:0. Olic versenkte den Ball aus 20 Metern im linken Toreck. Der Kroate war damit an fünf der letzten 6 VfL-Treffer beteiligt. Nürnberg agierte bemüht, spielte aber zu viel durch die Mitte und hatte dabei durch Ungenauigkeiten Probleme. Wolfsburg nahm vor der Halbzeit etwas Tempo aus dem Spiel. Helmes hätte kurz vor dem Pausenpfiff für die Entscheidung sorgen können, traf aber nur den Pfosten.
Mit Wiederanpfiff gaben die Gastgeber das Spiel und den Vorsprung aus der Hand, ließen Nürnberg zu sehr agieren. Die Franken standen in der zweiten Hälfte näher am Mann, waren spritziger und wurden dafür nach einer guten Stunde belohnt: Simons erzielte per Direktabnahme aus 25 Metern das nächste sehenswerte Tor. Nur wenig später traf Nilsson nach Kiyotakes Freistoßflanke zum Ausgleich.
In der Schlussphase suchten beide Teams den Siegtreffer. Hecking ging mit der Hereinnahme von Bast Dost als dritten Mittelstürmer noch mehr Risiko. Die größte Chance aber hatte der eingewechselte Nürnberger Tomas Pekhart mit einem Lattentreffer (82.).
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