• 04.05.2012

74. Tag Kongo-Kriegsverbrecherprozess

Töten war OK, sagt die Verteidigung

Die mutmaßlich zivilen Opfer der FDLR im Kongo waren keine Zivilisten. Daher war es kein Kriegsverbrechen, sie umzubringen, sagen die Anwälte.von Dominic Johnson

  • 28.05.2012 19:58 Uhr

    von magy:

    MONUSCO Kongo berichtet im Jahr 2010 das bis zu 15.000 Menschen vergewaltigt wurden.Dabei die Dunkelziffer weit höher ist, da die Frauen es keinem erzählen, da sie verstoßen werden von dem Männern sowieso, aber auch vom Dorf. Sie haben nichts nur schwere Verletzungen, traumatisiert, seel. und körperlich zerrissen, haben sich alle möglichen Krankheiten eingefangen und Kinder von ihren Vergewaltigern, die ein ebenso beschissenes Leben haben wie ihre vergewaltigten Mütter. Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans frontières berichten seit 2003 bis heute darüber. Dr. Denis Mukwege Direktor im Banzikrankenhaus Ost Kongo behandelt seit 1998 die Frauen und weis nicht mehr woher er die Kraft nimmt all die Grausamkeit an den vergewaltigten Frauen zu ertragen. Dann soll man doch endlich die richtigen Leute befragen. Ihn hierher nach Deutschland holen ist unmöglich weil man ihn dort dringend braucht, als seine wertvolle Zeit für solche Kreaturen als Zeuge zu verschwenden. Bei ihm kommen ja täglich viele neue vergewaltigte Frauen und Männer dazu. Sämtliche NGO berichten darüber, das es der grausamste und längste Krieg ist im Kongo, ist sogar den Leuten der UN Menschenrechtskommission aufgefallen. Kommissarin für Internationale Zusammenarbeit, Humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva war in der Klinik, der Sänger Niedecker hilft dort seit Jahren den vergewaltigten Frauen. Warum tut der Sänger das, weil alles erfunden sei, wie die Verteidigung der beiden Herren das gerne so aussehen läßt ? Die Liste der Leute die davon wissen ist lang, sollten sich die Ankläger besonders die Verteidiger mal damit beschäftigen, finden sie genug Beweise vor Ort wer die Verbrecher waren. Man muss sich mit dem Kongo beschäftigen um zu wissen wie die Menschen, die Regierung ticken.
    Wenn die dortige Regierung nicht gewillt oder in der Lage ist solche Mörder und Vergewaltiger zu fangen und zu verurteilen, ohne Chance für die Hochrangigen sich freikaufen zu können, dann hoffe ich auf Recht für die zerhackten, erschossenen und vergewaltigten Menschen indem sie verurteilt werden, ihnen jegliche Rechte abgesprochen werden die ein Mensch hätte, denn die haben den Menschen dort alle Rechte genommen, haben auch die Befehlshaber alle Rechte verspielt.
    Ich kann nicht verstehen, wie die Verteidiger mit allen Mitteln versuchen, solche Leute frei zu bekommen, die haben kein Recht mehr dazu und kostet uns deutschen Steuerzahlern nur viel Geld, das könnte man dazu verwenden, den Opfern drüben eine Zukunft zu ermöglichen, das hätte dann Sinn aber nicht mehr der künstlich und taktisch verlängerte Prozess.

  • 05.05.2012 11:42 Uhr

    von isomatte:

    Was ist denn das hier? Kurzerhand werden alle Opfer zu militärischem Hilfspersonal erklärt? Gilt das auch für vergewaltigte Frauen und Kinder? Und was mich schon die ganze Zeit ziemlich erstaunt: Ständig werden nur ehemalige Kämpfer verhört. Denen wird zwar von der Verteidigung unterstellt, beeinflusst zu sein von der ruandischen Regierung. Aber kam denn schon mal jemand auf die Idee, dass diese Leute auch sich selber schützen wollen und deshalb niemals zugeben würden, Zivilisten getötet oder Frauen vergewaltigt zu haben.? Denn dann würde ja wohl automatisch die Straffreiheit verloren gehen. Sind denn überhaupt schon Opfer als Zeugen aufgetreten? Oder medizinisches Personal, dass z.B Vergewaltigungsopfer betreut? Ich bin sicher, diese Leute könnten wesentlich mehr zur Aufklärung beitragen, als die Täter selber.
    Alles in Allem ein unglaublich einseitiger Prozess, auch wenn er einen interessanten Einblick liefert ins Verhältnis Ruanda - Demokratische Republik Kongo, politisch interessant, aber in strafrechtlicher Hinsicht? Oder ist es normal, dass die Helfershelfer der Gaunerbosse für sich
    selber aussagen, ohne dass ihre Opfer zu Wort kommen?

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