VON WALTRAUD SCHWAB
Eine Aktivistin und ein Aktivist der Initiative Gendreck-weg sind gestern Morgen die stählernen Fahnenmasten vor dem Landwirtschaftsministerium hochgeklettert und haben ein Transparent zwischen die Deutschlandfahne und die Europafahne gespannt: "Seid Unkraut im Getriebe - Gegen illegalen Genmais". Eine Stelzenläuferin in gelb-blauer Montur versuchte zudem ein Warnschild an der Fassade des Ministeriums anzubringen: "Anbau von illegalem Genmais - Kinder haften für ihre Eltern". Sie protestieren mit dieser Aktion gegen den Anbau von erbgutverändertem Mais.
Die Initiative Gendreck-weg kritisiert die Politik des Landwirtschaftsministers Horst Seehofer. Dieser hatte zwar kürzlich verboten, dass der gentechnisch veränderte Mais MON 810 der amerikanischen Firma Monsanto weiter in Verkehr gebracht wird, allerdings erst nachdem er auf 2.000 Hektar ausgesät worden war. Die Initiative hingegen fordert, dass die Maispflanzen vor der Blüte zerstört werden. Sämtliche Produkte, denen gentechnisch veränderte Pflanzen beigemischt sind, müssten aus dem Verkehr gezogen werden. Es könne nicht sein, dass Seehofer mit seinem Verbot die Gefährlichkeit dieser Pflanze anerkenne, sie gleichzeitig jedoch wachsen lasse, meint Hanna Poddig, die Aktivistin auf Stelzen.
"Gentechnik hat keine Halbwertszeit", erklärt ein Aktivist, der die Manifestation von der Straße aus begleitet. Durch Auskreuzungen, durch Pollenflug sind die Folgen solcher Feldversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen unkalkulierbar. Langzeitversuche gebe es nicht. Die Gefährlichkeit sei nicht kalkulierbar. "Der Schaden wird mehr."
Die Aktion verlief friedlich, und das Ministerium tolerierte sie. Die Feuerwehr begutachtete, ob die Sicherheit gewährleistet ist. Passanten zückten ihre Handys und fotografierten. Die Polizei wartete ab. "Es ist nicht verboten, auf Fahnenmasten zu klettern", sagte ein Aktivist.
Viele VerbraucherInnen sind skeptisch gegenüber gentechnisch veränderten Produkten. Die Politik des Landwirtschaftsministers allerdings gilt als gentechnikfreundlich trotz des späten Verbots von MON 810. "Protest dagegen ist unbedingt notwendig", sagt die Stelzenläuferin und lädt zum "gentechnikfreien Wochenende" mit "freiwilliger Feldbefreiung" vom 19. bis 22. Juli ins Oderbruch ein.
Charlotte Knobloch geht, und erstmals wird kein Holocaust-Überlebender an der Spitze stehen. Die jüdische Stimme wird leiser werden.von PHILIPP GESSLER
... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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