Der Terrorist als Held: Im Spielfilm „Alles für meinen Vater“ wird einem Selbstmordattentäter in spe zu viel Verständnis entgegengebracht.von Sven Sakowitz
Der gegenwärtigen Realität in Palästina auf jeden Fall näher kommt die Meldung der Jerusalem Post „Five Jews arrested for J'lem beating of Arab“ http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=284324
die jungen Abkömmlinge der Einwanderungsgesellschaft wollen davon ausgegangen sein, der Ostjerusalemer aus Wadi al-Joz, dem Walnusstal, habe eine Jüdin beleidigt. Und da darf man spekulieren, wurde der Freitodgänger und damit die palästinensische oder die israelische Seite positiv überzeichnet.
05.09.2012 23:17 Uhr
von Heike Jung:
Mich hat die Dramatik des Films - insbesondere das tragische Ende des "sinnesgewandelten" Protagonisten - sehr bewegt. Und deshalb empfand ich das plötzliche Umschalten auf die Remmidemmi-Werbung für Eckart von Hirschhausens Sendung nach dem letzten Ton des Films wie einen Schlag ins Gesicht - es hat dem brisanten Thema jegliche Würde genommen! Ich bin sicher nicht die einzige, die das so empfunden hat, oder? Das musste ich jetzt einfach anbringen...
05.09.2012 14:58 Uhr
von Anton Gorodezky:
Die Motivation des Attentäters ist die Wiederherstellung der Ehre seines Vaters. Wenig Verständnis hingegen zeigt der Film für religiöse Extremisten - sowohl die Hintermänner des Attentats, als auch die Orthodoxen.
Ich empfand die Botschaft des Films als antireligiös. Wer hat unter dem Fanatismus der beiden Religiösen zu leiden? Der Attentäter, der nicht mehr seiner gewohnten Freizeitbeschäftigung nachgehen kann; dessen Vater, "entehrt" durch die Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst; die Eltern des jungen Soldaten, der bei einer Schikane starb und ohne diese anhaltenden Konflikt vielleicht nie zur Armee gekommen wäre und die junge Kioskbetreiberin, die von ihrer orthodoxen Familie schikaniert wird (wenn ich mich recht erinnere), sehr zum Leidwesen ihrer Mutter.
Leserkommentare
09.09.2012 14:09 Uhr
von I.Q:
Der gegenwärtigen Realität in Palästina auf jeden Fall näher kommt die Meldung der Jerusalem Post
„Five Jews arrested for J'lem beating of Arab“
http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=284324
die jungen Abkömmlinge der Einwanderungsgesellschaft wollen davon ausgegangen sein, der Ostjerusalemer aus Wadi al-Joz, dem Walnusstal, habe eine Jüdin beleidigt.
Und da darf man spekulieren, wurde der Freitodgänger und damit die palästinensische oder die israelische Seite positiv überzeichnet.
05.09.2012 23:17 Uhr
von Heike Jung:
Mich hat die Dramatik des Films - insbesondere das tragische Ende des "sinnesgewandelten" Protagonisten - sehr bewegt. Und deshalb empfand ich das plötzliche Umschalten auf die Remmidemmi-Werbung für Eckart von Hirschhausens Sendung nach dem letzten Ton des Films wie einen Schlag ins Gesicht - es hat dem brisanten Thema jegliche Würde genommen! Ich bin sicher nicht die einzige, die das so empfunden hat, oder? Das musste ich jetzt einfach anbringen...
05.09.2012 14:58 Uhr
von Anton Gorodezky:
Die Motivation des Attentäters ist die Wiederherstellung der Ehre seines Vaters. Wenig Verständnis hingegen zeigt der Film für religiöse Extremisten - sowohl die Hintermänner des Attentats, als auch die Orthodoxen.
Ich empfand die Botschaft des Films als antireligiös. Wer hat unter dem Fanatismus der beiden Religiösen zu leiden? Der Attentäter, der nicht mehr seiner gewohnten Freizeitbeschäftigung nachgehen kann; dessen Vater, "entehrt" durch die Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst; die Eltern des jungen Soldaten, der bei einer Schikane starb und ohne diese anhaltenden Konflikt vielleicht nie zur Armee gekommen wäre und die junge Kioskbetreiberin, die von ihrer orthodoxen Familie schikaniert wird (wenn ich mich recht erinnere), sehr zum Leidwesen ihrer Mutter.