• 19.07.2012

Akin, der Steuerberater

Radfahrer mit einer Mission

Seit sieben Jahren strampelt sich ein Berliner Türke dafür ab, dass alle Ausländer in Deutschland ein kommunales Wahlrecht erhalten. Auf seinem Fahrrad, fast jeden Tag.von Kristiana Ludwig

  • 19.07.2012 23:47 Uhr

    von Tom:

    Was für ein Musterbeispiel schlechten Marketings und vergeudeter Energie!
    Das anliegen ist ja unterstützenswert,nur auf die Art in die Öffentlichkeit getragenverpufft seine Mesage ungehört, bzw. das Megafongedudel und die unverständlichen Ansagen gehen nur extrem auf die Nerven.Ich selbst habe mehere jahre gebraucht um dahinter zu kommen,was der Mann eigentlich will.
    Selbst zettelan den laternenpfählen wären wirkungsvollerund weniger Belastend für die an denen er vorbeifährt bzw.die armen Schweine die hinter ihm fahren

  • 19.07.2012 21:03 Uhr

    von Tilman:

    Diesen Typ kann man hier jeden Morgen ca. um 10 hören. Ein paar Mal habe ich ihn auch gesehen. Die Schrift ist im Gegensatz zu dem Foto kaum zu entziffern.

    Der Mann ist einfach nur nervend. Ähnlich wie wenn man in der U-Bahn neben jemand sitzt der ständig mit seinem Stift klickt.

  • 19.07.2012 16:40 Uhr

    von Brandt:

    @von Chemiker

    Recht hat der Mann. Ich sage Ihnen auch warum. Eine Wahl ist eine kollektive Entscheidungsfindung. Wählen ist mit Kosten verbunden. Der Wähler muss sich informieren und zur Wahlurne gehen. Für einen rationalen Entscheider sind das Opportunitätskosten. In derselben Zeit könnte er Fernsehen, den Rasen mähen, Büroarbeiten erledigen. Aus der Perspektive jedes Wählers fällt seine Stimme nicht ins Gewicht, so dass der Anreiz zum Wählen fehlt. Ohne eine hohe Wahlbeteiligung fehlen bei der kollektiven Entscheidungsfindung die Information/Urteilsvermögen der Nichtwähler. Das bedeutet eine Mehrheitswahl weicht systematisch von rational choice ab. Die Koalition der Wahlgewinner kann Klientelpolitik für ihre Wähler machen auf Kosten des Gemeinwohls ( rational choice). Die Wahlverlierer können aus Enttäuschung aus dem Wahlbezirk wegziehen und sich so den Konsequenzen der Wahl entziehen. Besonders Mittelschichten sind sehr beweglich in der Hinsicht.

    Warum kann aber das Kommunalwahlrecht für Ausländer die kollektive Entscheidung in Richtung der Gemeinwohl-Maximierung verstärken ? Der Grund ist, Ausländer in der Wohnbevölkerung sind immobil und an der effizienten Produktion öffentlicher Güter interessiert. Z.B. kann ein türkischer Gemüsehändler bei Erhöhung der Gewerbesteuer nciht einfach seinen Standort in die Nachbarstadt verlagern, weil er in der Nähe der türkischen Kundschaft bleiben muss. Analoges kann man über andere Sektoren der Migrationsökonomie sagen, sie ist sehr im sozialen Nahraum angesiedelt ist. Diese ausländischen Wählergruppen tragen lokal zu der Steuerlast bei und können sich gleichzeitig nicht den Wahlkonsequenzen entziehen durch Miet- , Konsum- und Gewerbenomadentum. Als rationale Entscheider müssen sie sich für die kostenffiziente und Output maximierende Produktion öffentlicher Güter für die Kommune entscheiden. D.h. sie tragen zum Sieg der Koalition bei, die das lokale Gemeinwohl maximieren wollen.

    Im Klartext heisst das. Nicht nur weil Ausländer Steuern zahlen sollte man sie zu Kommunalwahlen zulassen, sondern weil die lokale Wahlbevölkerung egoistische Nutzenmaximierer sind, haben sie ein Interesse an Ausländer-Partizipation an der Kommunalwahl.

    Das kann man auch mathematisch mit Spieltheorie herleiten, und ist seit Jahren bekannt, wenn man "American Political Science Review" liest.

    Die deutschtümmelnden kommunales Wahlrecht nur für Deutsche verfehlen systematisch die Maximierung des Gemeinwohls, weil sie eine unrealistische Vorstellung vom Staatsbürger haben.

    Studien berichten sogar, dass Wähler sich am Folgetag des Wahlgangs nicht mehr an den Namen der Partei erinnern kann, die sie wählten.

  • 19.07.2012 16:39 Uhr

    von nihi.list:

    @vic

    Was war es doch gleich, das man gegenüber Andersdenkenden auspacken muss...

    Ach ja, die Nazikeule.

  • 19.07.2012 15:56 Uhr

    von karin bryant:

    ..wenn der Mann nicht Deutscher werden will dann steht doch nichts im Weg dass er als stolzer Tuerke in seine Heimat zurueck kehrt.Dort kann er dann waehlen,nur das Protestieren wuerde ich ihm nicht raten....

  • 19.07.2012 15:37 Uhr

    von vic:

    @ Chemiker,
    was war es doch gleich, das aus deinem Kommentar tropft...
    Ach ja, der deutsche Nationalismus.

  • 19.07.2012 15:16 Uhr

    von reblek:

    "Der ist 18 Jahre alt, die zweite Generation der Deutschtürken." . Wenn sich da nicht mal jemand verzählt hat und es sich nicht um die dritte handelt.

  • 19.07.2012 14:53 Uhr

    von Doc Greenthumb:

    Ein sehr berechtigtes Anliegen. Aber warum nur auf kommunaler Ebene? Ich finde, jeder Ausländer mit unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung (oder wie das heißt) sollte bei allen Wahlen stimmberechtigt sein.

  • 19.07.2012 14:36 Uhr

    von Chemiker:

    Ach ja, der türkische Nationalismus.

    Warum nimmt er nicht einfach die deutsche Staatsbürgerschaft an, wenn er schon seit 1968 hier lebt und arbeitet?
    Wenn es ihm so wichtig ist, hier alle paar Jahre ein Kreuzchen machen zu dürfen, ist das ja wohl kein Hindernis.
    Aber Deutscher werden... bloß nicht.
    Sich hier begraben lassen... ebenfalls nicht.

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