• 28.08.2012

Aktivistin im Gaza-Streifen getötet

Fürs Gericht ein Unfall

Die Studentin Rachel Corrie aus den USA wurde 2003 im Gazastreifen von einem Armee-Bulldozer überfahren. Nun scheiterten ihre Eltern mit einer Zivilklage.von Susanne Knaul

  • 03.09.2012 20:01 Uhr

    von SomaRiot:

    Die Kommentare der Antizionistischen Vollpfostenfront sprechen mal wieder Bände.

    Sie sind zu dumm und beschränkt um auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass dem Bulldozerfahrer in der beschriebenen Situation keine Schuld getroffen haben könnte oder diese nicht hat nachgewiesen werden können. Dass es sich um einen tragischen - möglicherweise aber nicht zwingend selbstverschuldeten - Unfall gehandelt haben könnte. Obwohl in dem Artikel auch ein Beispiel für eine Verurteilung eines israelischen Soldaten gebracht worden ist, also für die Unabnhängigkeit der israelischen Justiz ist. Wenn es einem tatsächlich nur darum ginge, Bestandteile der israelischen Politik zu kritisieren, könnte man wenigstens die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Gericht korrekt entschieden (oder in einem rechtsstaatlichen Verfahren eine Fehlentscheidung getroffen hat - wer kann das von hier aus seriös beurtelen?) hat. Aber nein, es wird gehetzt und Gift und Galle gespuckt.

    Ein (überflüssiger) Nachweis dafür, dass die sprechende und schreibende Mehrheit (hier und in nahezu beliebigen anderen Foren) der Israelkritiker bei allen "friedensbewegten"(hihi) Motiven einfach nur vom Hass auf Israel zerfressene, ideologisch verblendete, dumme Menschen sind.

    Na gut, mit abfälligen Bemerkungen kann man euch nicht aufrütteln, auch dies ist hinreichend belegt.

    Sehr traurig und ziemlich hoffnungslos.






  • 30.08.2012 16:50 Uhr

    von alex:

    @end.the.nonsense

    na was wird beat wohl gemeint haben? selber mal das köpflein anstrengen. so schwierig ist das nun wirklich nicht.

    ich helfe ihnen: die deutschen sagen "nie wieder krieg!" und die israelis "nie wieder ...".

    es ist interessant, wie so ein blutspuckender antisemit wie sie, aus kz-türmen der deutschen im handumdrehen grenzposten der israelis macht. so etwas nennt man relativierung des holocaust. gerade in deutsch geschrieben ist so etwas optimal, um sich für die npd-landtagsfraktion zu bewerben. also auf zum nächsten karrieresprung.



  • 30.08.2012 15:22 Uhr

    von end.the.occupation:

    >> Wenn es mal wieder soweit ist, dass die Enkel der Täter vergessen, dass Auschwitz für Israel eine andere Konsequenz hat als für Deutschland

    Ach ja? Welche Konsequenzen denn? Etwa: "Diesmal stehen wir auf den Wachtürmen!"

    Und wozu dient diese Mobilisierung der deutschen Vegangenheit - wenn nicht zu ihrer Entsorgung?


  • 29.08.2012 13:37 Uhr

    von R.J:

    Die Achtung von Menschenrechten von Israel einzufordern ruft viel Gehässigkeit hervor, auch dann, wenn man schon längst tot ist.

  • 29.08.2012 12:00 Uhr

    von max:

    Mit der schwachsinnigen Argumentation kann man auch Züge in Gleisblockierer rasen lassen, denn die hätten ja einfach mal weggehen können.
    die ganzen toten inder, die die britische armee niederschießen ließ, als sie gewaltfreien widerstand leisteten waren auch selbst schuld, hat sie ja keiner gezwungen, sich mit der kolonialmacht nazulegen und befehle nicht befolgen!
    ich würde das urteil wirklich gerne lesen, denn wenn die brgündung nur ansatzweise so ist, dann ist sie ein abgesang auf alle gewaltfreien protestformen. aber wer zur gewalt greift ist natürlich terrorist.
    ergo: opfer oder terrorist, ihr habt die wahl ...

  • 29.08.2012 10:39 Uhr

    von Herr im Haus:

    „Dies war ein schlechter Tag nicht nur für unsere Familie, sondern für die Menschenrechte, für den Rechtsstaat und für Israel.“

    Wie lange noch darf Israel Vabanque spielen?

  • 29.08.2012 09:37 Uhr

    von Beat Höstergerser:

    Es ist doch immer wieder interessant, wie selbstherrlich hier Deutsche mit der deutschen Geschichte umgehen und glauben, dass Israel sich doch bitte schön, nach dieser zu richten habe.

    Wenn es mal wieder soweit ist, dass die Enkel der Täter vergessen, dass Auschwitz für Israel eine andere Konsequenz hat als für Deutschland, möchte ich diesen arisierten "Pace"-Apologeten entgegenrufen:

    "Euer geliebtes Heimatland, liebe ehemalige Volksgemeinschaftler ist nicht der Nabel der Welt. Bevor ihr beseelt rumtönt, kümmert euch um eure Probleme mit NSU, dem strukturellen Ausländerhass im Osten und um eure NPD, um die freien Kameradschaften, die antiliberalen und nationalkonservativen Landesregierungen in Hessen, Thüringen und Bayern, um eure Homohasser in CSU, CDU und SPD und um eure antisemitische Linke. Da habt ihr genug zu tun."

  • 29.08.2012 00:20 Uhr

    von das dilemma:

    ..ist wohl, dass die besetzten Gebiete dem israelischen Militär und dessen Gerichtsbarkeit unterstehen, dort also wahrscheinlich auch für Ausländer (ich gebe zu, dass ich das nicht weiß) die übliche, demokratische Zivilgesetzgebung außer Kraft gesetzt ist, wie es übrigens für Palästinenser normal ist. Heißt für ausländische Aktivisten wohl: Man muss da mit größeren Gefahren rechnen, auch mit militärischer Brutalität.

    Für den demokratischen Staat Israel ist es aber - wie für jeden anderen demokratischen Staat auch - kein Ruhmesblatt, wenn Demonstranten getötet werden, auch wenn es unerlaubte, aber gewaltlose Demonstrationen im besetzten Gebiet sind. Da es bisher nicht viele ausländische Demonstranten gab, die durch Planierraupen und Kopfschüsse getötet wurden, kann man zunächst keine Absichtstaten mutmaßen, ohne erst den einzelnen Fall zu untersuchen. (Von palästinensischen Toten sei hier ausdrücklich nicht die Rede)

    Es verwundert mich als Israel- UND Palästina-Freund immer wieder, dass manche Leute das Einreißen von palästinensischen Häusern mit der Schoah begründen wollen. Das bedeutet eine Verhöhnung der Schoah-Opfer und stellt letztlich ein unlogisches Dogma dar, wonach alles richtig ist, was Teile des israelischen Staates tun (und das glaubt auch in Israel niemand). Es ging im beschriebenen Fall auch nicht um die Unterstützung von Hamas, sondern darum, eine Hauszerstörung zu verhindern.

    Gerade als Deutsche sollte man sich im Gegenteil historisch verpflichtet fühlen, zu sprechen, wenn es um Menschenrechtsverletzungen und die Aushöhlung des Rechtsstaates (z.B. in Israel durch Militärrecht) geht, auch oder gerade dann, wenn sie von Freunden begangen werden. (Und sowieso erst recht im eigenen Land)

    Übrigens gibt es auch israelische Aktivistengruppen wie ICAHD, die ebenso mutig gegen derlei Hauszerstörungen vorgehen, und die ebenfalls nicht dafür bekannt sind "die Hamas in ihrem Vernichtungswahn" zu unterstützen. Bitte differenzieren!

  • 28.08.2012 22:43 Uhr

    von Hagen:

    Wer sich in Gefahr begibt.............!!!

  • 28.08.2012 18:44 Uhr

    von Thomas H:

    Wer sich mitten in einem allgemeinen Protestgetümmel vor die Räumschaufel eines gerade anfahrenden gepanzerten Bulldozers setzt, dessen Fahrer durch die kleinen Sichtöffnungen in der Panzerung nur ein sehr eingeschränktes Sichtfeld hat (wie auf dem Foto über dem Artikel sehr gut zu erkennen ist), der/die begibt sich damit schlicht und ergreifend grob fahrlässig in akute Lebensgefahr!

    Der Fahrer des Bulldozers hatte überhaupt keine Chance gahabt, die junge antiisraelische Aktivistin Rachel Corrie unterhalb seinen schmalen Sichtbereichs vor der Räumschaufel seinenes Armee-Bulldozers wahrnehmen zu können.
    Ihm eine Tötungsabsicht beim tragischen Tod von Rachel Corrie zu unterstellen, ist einfach nur infame und bösartige Demagogie!

    Rachel Corrie könnte nach wie vor am Leben sein und weiterhin ihren Hass gegen Israel in allerlei mehr oder weniger gewaltfreien Aktionen medienwirksam inszenieren, wenn sie sich nicht dermaßen leichtsinnig vor den Armee-Bulldozer geworfen hätte!

    Sie im Nachhinein zur Heldin und Märtyrerin im Kampf gegen den jüdischen Staat zu inszenieren, verweist lediglich darauf, dass manche israelhassende westliche Aktivist/innen in bestimmten konfrontativen Situationen inzwischen selbst dermaßen von diesem meschuggenen palästinensischen Opferkult besessen zu sein scheinen, dass sie sogar extremste Risiken an Leib und Leben dafür in Kauf zu nehmen bereit sind, um so selbst als "Märtyrer im Kampf gegen den Zionismus" zu enden, -quasi als mediales Dschihad-Kanonenfutter für Hamas und Konsorten!

    Diese hassideologische Verblendung ist m.E. das eigentliche Kernproblem bezüglich der tragischen Ereignisse, die zum Tod von Rachel Corrie geführt haben.

  • 28.08.2012 17:59 Uhr

    von Harald:

    Sämtliche Armee-Vorfälle werden in Israel genauestens untersucht und in der Öffentlichkeit ausgiebigst diskutiert. Entschieden wird von unabhängigen Gerichten, in denen übrigens alle Volksgruppen vertreten sind.

    Daß Angehörige den Tod einer Tochter nicht verkraften, ist menschlich nachvollziehbar.
    Nur kann deswegen nicht der Rechtsstaat abgeschafft werden.

    Wenn es im Artikel heißt: "Die ISM-Aktivisten versuchen, durch ihre Anwesenheit Konflikte zwischen Palästinensern und Soldaten oder Siedlern zu entschärfen." - dann wird diese romantisierende Darstellung der Wirklichkeit nicht gerecht.

    Wenn sich Zivilisten zu einem Mandat ermächtigen, die Hamas in ihrem Vernichtungswahn gegenüber Israel zu unterstützen und in militärische Aktionen einzugreifen, mit dem einzigen Ziel, solche Artikel wie diesen hier zu provozieren, so kann von "entschärfen" keine Rede sein.

  • 28.08.2012 17:06 Uhr

    von Gonzi:

    Ja, Rechtsauslegung versteht man in Israel.

    Ist auch gar nicht anders denkbar, sonst könnte man sich ja auch gleich selbst abschaffen,
    wollte man Maßstäbe ansetzen, die andernorts in Betracht kämen.

  • 28.08.2012 16:27 Uhr

    von I.Q:

    Der Zyonismus kennt eben keine Grenzen (auch nicht gebietsbezogene), so wird beim Spiegel die Aussage des Richters angeführt,
    „"Sie (Corrie) hat sich nicht aus dem Gebiet entfernt, wie es jeder denkende Mensch getan hätte"

    Rachel Corrie soll also nicht zu den vernünftig denkenden Menschen gehört haben, eine schöne Würdigung, die der Richter da vom Stapel gelassen hat und den Eltern der jungen Frau vor die Nase setzte.

    Wie handelt ein Planierraupenfahrer, der nicht sehen können soll, was er vor der Schaufel hat und auch keinen zweiten Mann, der ihm sagen kann, was im „toten Winkel“ passiert?

    Das Denken vernünftiger Menschen, will man andererseits seit Jahrzehnten und auch gegenwärtig nicht gelten lassen, wenn es etwa um die Flüchtlingsrückkehr geht.

    Man hatte ja derem „Denken“ gehörig nachgeholfen, als man etwa in Haifa im Dezember 1947 die Bomben gegen „Araber“ unter dem Schutz der britischen Mandatsmacht hochgehen ließ und verkündete, schon mal möglichst viele Zivilisten hinter die Linien treiben zu wollen, da man erwartete, man würde später, wenn die Briten abgezogen seien, mit einem „plötzlichen Überfall“ aus arabischen Staaten zu rechnen haben. Und wo das nicht gelungen war, hat man auch in den 50ern noch nachgeholfen, was sich dann „Abschiebung“ nannte.

  • 28.08.2012 16:01 Uhr

    von Ute:

    Hier sollte man mit der israelischen Gerichtsbarkeit nicht allzu selbstvergessen umgehen und an die deutsche Geschichte denken.

    Die Mörder von Walther Rathenau wurden später auch als Helden gefeiert und verehrt.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder