Anti-Mafia-Razzia in Italien: Mafioso mit Solarstrom
Die Anti-Mafia-Behörde beschlagnamt Güter im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Im Fokus der Ermittler steht der Chef des größten Wind- und Solarunternehmens Italiens.
ROM dpa | Der italienischen Anti-Mafia-Behörde ist ein großer Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Sie beschlagnahmte am frühen Mittwochmorgen in Italien Güter im Wert von mehr als 1,3 Milliarden Euro.
Es war die bisher größte Aktion dieser Art, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Im Fokus der Ermittler stand der Unternehmer Vito Nicastri, Chef des größten italienischen Unternehmens für Wind- und Solarenergie.
Der 57 Jahre alte Nicastri soll dem engen Kreis um den obersten Boss der Cosa Nostra, Matteo Messina Denaro, angehören und unter anderem als Strohmann fungiert haben. Die Aktion treffe das Umfeld der Cosa Nostra mitten ins Herz, kommentierte die Behörde. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass Nicastri seinen unternehmerischen Erfolg auch seiner Nähe zur organisierten Kriminalität verdanke.
Im Mittelpunkt der Aktion stand der Wohnsitz des Unternehmers in Sizilien. Auch in der Lombardei, in Latium und in Kalabrien wurden Güter beschlagnahmt, darunter 98 Immobilien und sieben Autos.
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