brief des tages

Ein Placet für weltweite Zerstörungswut?

„Es ist besser, schlecht zu regieren, als nicht zu regieren“, taz vom 8. 2. 18Wir brauchen Klartext, auch über das Ergebnis der Groko-Verhandlungen: Klimazerstörung ahoi – Hunderttausende Menschen, die am Profit der Energie- und Autoindustrie und der politischen Mittäterschaft häufig qualvoll zugrunde gehen; weiter moralinsaure Kriegspolitik, heuchlerische Waffenexporte, ungezählte Opfer weltweit; Flüchtlingspolitik, die allen in Sonntagsreden beschworenen humanen Werten hohnspricht – Zehntausende Leichen im Mittelmeer, in der nordafrikanischen Wüste, in marok­kanischen und libyschen Lagern; Arme, die immer mehr verelenden – und früher sterben. Reiche, die noch reicher werden sollen.

„Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“ (Brecht) Eine krankmachende und letztlich tötende Ungerechtigkeit. Eine Politik gegen Gerechtigkeit, gegen Frieden, gegen Umweltschutz – eine Katastrophe.

„… nicht zu regieren“ und Respekt gegenüber den Lebensbedürfnissen dieser Menschen zum Maßstab eigener Politik zu machen, das wäre die Alternative – nicht nur zur Großen Koalition. Günter Rexilius, Mönchengladbach