5 dinge, die wir diese woche gelernt haben

1 Sojabohnen sind hart wie Stahl

Ein sogenannter Handelskrieg zwischen China und den USA rückt näher. Bereits Anfang März hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, aus China importierten Stahl mit einem Strafzoll von 25 Prozent zu belegen. Nun reagierte China und kündigte Zölle unter anderem auf US-amerikanische Sojabohnen an. Die werden in Bundesstaaten angebaut, in denen Trump viele Wähler hat. Keine Strafzölle gibt es weiterhin auf verbotene Metaphern: Ob die Menschen in Jemen und Syrien Angst vor einem Handelskrieg haben, ist nicht bekannt.

2 Jürgen Klopp hat gute Zähne

April ist keine besonders spannende Zeit für Fußballfans. Wer Meister wird, ist entschieden, und für die Frage, wer absteigt, ist es noch zu früh. Wie gut, dass es die Cham­pions League gibt. Dort durfte man diese Woche einen Fallrückzieher von Cristiano Ronaldo bewundern. Noch schöner war aber das Grinsen von Jürgen Klopp nach dem Sieg seiner Liverpooler gegen Manchester City. Um es angemessen darzustellen, ist diese Zeitungsseite aber nicht breit genug.

3 Klogehen ist ­Privatsache

Wer bei der Arbeit in der Toilette ausrutscht und sich dabei verletzt, hat keinen Dienstunfall. Das entschied das Sozialgericht Heilbronn, wie in dieser Woche bekannt wurde. Dasselbe Gericht hatte 2012 geurteilt, dass es auch kein Dienstunfall ist, wenn ein Mitarbeiter in der Kantine auf Salatsoße ausrutscht. Nahrungsaufnahme sei privat. Immerhin ist das Gericht von vorne bis hinten konsequent.

4 Hunde wollen nicht nur spielen

In Hannover hat am Dienstag ein Hund seine Besitzer, eine 52-jährige Frau im Rollstuhl und ihren 27-jährigen Sohn, totgebissen. Dass der Staffordshire-Terrier-Mischling kaum die Wohnung verlassen habe und Haufen auf dem Balkon machte, soll dem Tierschutzverein bekannt gewesen sein. Ob der Hund eingeschläfert wird, steht noch nicht fest.

5 Jens Spahn hat ein neues Amt

Nach seinem Ausflug in die Sozialpolitik (Hartz IV) hat sich Jens Spahn der inneren Sicherheit zugewandt. Er warnt vor rechtsfreien Räumen in „Arbeitervierteln“, etwa in Berlin. Wo diese zu finden sind oder ob Spahn zu viel von der 20er-Jahre-Serie „Babylon Berlin“ geschaut hat, ist unbekannt. Die Bild hat dabei bereits vergessen, welches Amt der CDU-Politiker innehat, und nannte ihn konsequent „Groko-Minister“. Wer den Pflegenotstand bearbeitet, bleibt indes unklar. Offenbar ist das Gesundheitsministerium ein ministerfreier Raum.Kersten Augustin Sebastian Erb