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taz zahl ich – freiwillig

Bislang schien das Experiment geglückt: 12.182 Menschen leisten derzeit einen freiwilligen Beitrag für den Journalismus der taz im Netz. Selbstverantwortung im Austausch für eine frei zugängliche, kritische Berichterstattung. Das ist Idee und Hoffnungsmotor zugleich: Die taz kann den digitalen Umbruch meistern, wenn sie im Digitalen eigene Wege geht. Jedoch gibt es keine Garantie, dass dies tatsächlich gelingt.

Denn viele der Unterstützer*innen verlassen uns wieder. Im ersten Quartal 2018 hatten wir einen Bruttozuwachs von 1.494 und einen Nettozuwachs von 864 Leser*innen. Seit Anfang 2018 haben damit 630 Personen ihre freiwillige Beitragszahlung wieder eingestellt. 55 Prozent der ehemaligen Zahler*innen gaben einen Grund an, wonach bei den meisten Menschen (38 Prozent) finanzielle Umstände ausschlaggebend sind, gefolgt von der ausbleibenden Nutzung (21 Prozent). Der dritthäufigste (13 Prozent) Grund ist der Wechsel zu einem anderen taz-Abo. Insgesamt meldeten sich seit Beginn von „taz zahl ich“ im April 2011 16.434 Personen an – weit mehr als die 12.182, die aktuell dabei sind.

Indes ergibt sich die Dringlichkeit nach neuen Unterstützer*innen gerade auch aufgrund des Aboschwunds der Printausgabe. Würde sich dieser so fortsetzen wie 2017, ergäbe sich bis 2021 ein finanzieller Verlust von 2,72 Millionen Euro. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir deshalb daran arbeiten, dass „taz zahl ich“ weiterwächst: Damit wir die wichtigen Debatten in Zukunft dort führen, wo sie zunehmend stattfinden: im Netz. Ilija Matusko