was tun in bremen?

Fr, 11. 1., 20 Uhr, Theater Bremen

Lulu die Erste

Gleich zwei Lulus stehen zum Jahresbeginn auf dem Spielplan des Bremer Theaters. Bevor am 27. Januar Alban Bergs Oper Premiere feiert, legt am kommenden Freitag zunächst das Schauspiel vor. Hier allerdings auch mit Musik: Armin Petras inszeniert Frank Wedekinds „Lulu“ mit Musik der Tiger Lillies. Derbe also, mit burlesken Ausschweifungen und zumindest textlich hart an der Grenze des guten Geschmacks. Für Petras ist das übrigens bereits die zweite Runde: die Tiger-Lillies-Lulu hat er bereits 2017 in Stuttgart auf die Bühne gebracht – und für seinen Zugriff auf Lulus Missbrauchsgeschichte durchwachsene Kritiken bekommen. Man kann gespannt sein auf den Bremer Anlauf, in dem neben hiesigen Ensemblemitgliedern auch einige Darsteller*innen der Stuttgarter Inszenierung zu sehen sein werden. Und dann kommt ja wie gesagt auch noch die Oper zum Monatsende hinterher.

Fr, 11. 1., 19.30 Uhr, Schule 21

Musik über Musik

Rolf Kirschbaum (Pachinko Fake) und Matthias Weishoff (Party Diktator) muss man in Bremen als Künstler kaum noch vorstellen. Und auch das gemeinsame Akustik-Projekt ist nun auch schon seit einige Jahren unterwegs. Wichtig ist an dieser Stelle eigentlich nur, dass ihre minimalistisch hingerockte Reise durch die Musikgeschichte mal wieder zu Hause zu sehen ist. Am Freitag nämlich, in der Schule 21.

Fr, 11. 1., 20 Uhr, Galerie Kʼ

Welt und Wort

Wer heute noch ernsthaft versucht, die ganze Welt in einem Bild zu malen, der nimmt dafür entweder den Planeten von oben aus dem All oder einen Stapel Bücher. Na gut, so unmittelbar erschließt sich die zweite Variante vielleicht nicht. Aber es erschließt sich schon, dass ein Maler wie Thomas Hartmann (unter anderem) hier nach der Wirklichkeit sucht. Auch Hartmanns ab Freitag in der Galerie K’ausgestellten Bilder haben eine Nachbarschaft zum geschriebenen Wort: In einer Ausgabe des Spiegels ist Hartmann vor einigen Jahren über ein Foto des Kulturkritikers Alexander Kluge gestolpert. Zwischen Filmrollen stehend zeigt es Kluge sowohl dokumentarisch in vertrauter Szene als auch in seinem Arbeitsumfeld inszeniert. Hartmann hat das Bild aus Zeitung und Kontext herausgeschnitten und in zwei hochformatige Ölbilder übersetzt. Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 23. Februar. (jpk)