Der Ausbau der Stromleitungen ist wichtig für die Energiewende. Trotzdem geht er nur schleppend voran – und Fehler der Vergangenheit werden wiederholt.von Heike Holdinghausen
Die Behauptung, dass für den Umstieg auf regenerative oder alternative Energien ein Betrag in Billionenhöhe erforderlich sei, kamm von dem CDU-Politiker und Lobbyisten Oettinger - derzeit in Brüssel. Irgendwann wird er auch wieder in die Industrie gehen und das ewige Karussel aufrechterhalten.
Allerdings ist die Infrastruktur im Preiskampf der privatisierten Stromanbieter sträflich vernachlässigt worden. Für alle Formen von Energie ist deren Erneuerung jetzt erforderlich.
11.11.2010 12:27 Uhr
von Waage:
Vorsicht Falle - Augen auf beim Netzausbau! . Wird der Umstieg auf erneuerbare Energien möglichst dezentral (demokratisch!!!) angelegt, lassen sich die dafür nötigen Netzausbauten auf ein Minimum reduzieren. "Luxusstromautobahnen" nutzen vor allem den Energiekonzernen um ihr Großprojekte (Nord- und Ostsee-Windparks und Wüstenstrom) umzusetzen und nebenbei Widerstand gegen die „Erneuerbaren“ in der Fläche zu provozieren. BetreiberInnen von Bürgerwindanlagen im Binnenland und PV- Anlagen auf Haus und Stalldächern könnten so langfristig wieder aus dem Markt zurückgedrängt werden. . Kleiner Tipp: einfach mal das eine oder andere Akw in Norddeutschland stilllegen und stattdessen mehr Bürgerwindanlagen in Bayern aufbauen, dann gibt es auch nicht so viel Druck auf der Leitung.
11.11.2010 11:53 Uhr
von NeueWege:
Der Bau des Stromnetzes ist ein leidiges Thema. In den letzten Jahrzehnten wurde darauf auch weitgehend verzichtet, nun haben wir den hohen Bedarf des Verzugs und durch die Umstellung auf ein europäisches Netz aufzuholen. Was mir deutlich auffällt ist folgendes: Da der Bau teuer und unbeliebt ist, scheinen die Verantwortlichen die Trassen an Orten zu planen, an denen es viel Widerstand geben wird. Credo: "Wir wollen ja, aber werden nicht gelassen"! So nicht, lasst die Energiewende kooperativ und gut geplant endlich Wirklichkeit werden.
Leserkommentare
11.11.2010 14:52 Uhr
von Celsus:
Die Behauptung, dass für den Umstieg auf regenerative oder alternative Energien ein Betrag in Billionenhöhe erforderlich sei, kamm von dem CDU-Politiker und Lobbyisten Oettinger - derzeit in Brüssel. Irgendwann wird er auch wieder in die Industrie gehen und das ewige Karussel aufrechterhalten.
Allerdings ist die Infrastruktur im Preiskampf der privatisierten Stromanbieter sträflich vernachlässigt worden. Für alle Formen von Energie ist deren Erneuerung jetzt erforderlich.
11.11.2010 12:27 Uhr
von Waage:
Vorsicht Falle - Augen auf beim Netzausbau!
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Wird der Umstieg auf erneuerbare Energien möglichst dezentral (demokratisch!!!) angelegt, lassen sich die dafür nötigen Netzausbauten auf ein Minimum reduzieren.
"Luxusstromautobahnen" nutzen vor allem den Energiekonzernen um ihr Großprojekte (Nord- und Ostsee-Windparks und Wüstenstrom) umzusetzen und nebenbei Widerstand gegen die „Erneuerbaren“ in der Fläche zu provozieren.
BetreiberInnen von Bürgerwindanlagen im Binnenland und PV- Anlagen auf Haus und Stalldächern könnten so langfristig wieder aus dem Markt zurückgedrängt werden.
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Kleiner Tipp: einfach mal das eine oder andere Akw in Norddeutschland stilllegen und stattdessen mehr Bürgerwindanlagen in Bayern aufbauen, dann gibt es auch nicht so viel Druck auf der Leitung.
11.11.2010 11:53 Uhr
von NeueWege:
Der Bau des Stromnetzes ist ein leidiges Thema. In den letzten Jahrzehnten wurde darauf auch weitgehend verzichtet, nun haben wir den hohen Bedarf des Verzugs und durch die Umstellung auf ein europäisches Netz aufzuholen. Was mir deutlich auffällt ist folgendes: Da der Bau teuer und unbeliebt ist, scheinen die Verantwortlichen die Trassen an Orten zu planen, an denen es viel Widerstand geben wird. Credo: "Wir wollen ja, aber werden nicht gelassen"!
So nicht, lasst die Energiewende kooperativ und gut geplant endlich Wirklichkeit werden.