Band Frei.Wild: Klare Worte gegen Rechts
Die Band Frei.Wild gilt als rechtsoffen – und beschimpft Anhänger von Pegida und AfD als „Idioten“. Die Fans sind empört.
Manchmal funktioniert die Welt simpler, als gedacht. Zwei Jahre lang hat Musikexperte Klaus Farin die Mitglieder der Südtiroler Band Frei.Wild getroffen, sie auf Tour begleitet und die vier Musiker in ihrer glorifizierten Heimat besucht.
Auch die Gesinnung der Fans hat er per Fragebogen überprüft, mehr als 4.000 sollen es gewesen sein. Farin wollte wissen: Ist die Band tatsächlich – so wie immer wieder behauptet – rechts, oder zumindest „rechtsoffen“, weil sie sich nicht genügend von Fremdenfeinden distanziert?
Das alles hätte sich Farin sparen können. Die Band selbst hat jetzt für eine sehr viel deutlichere Einordnung gesorgt. An Pegida, AfD und „Keine Asylanten in …„ gerichtet, schreiben die vier auf ihrer Webseite: „Ihr seid hier nicht willkommen, […, verpisst euch, wir sind die gänzlich falsche Band für euch.“
Die beleidigten Kommentare der Beschimpften folgen gleich darunter – und ziemlich ausnahmslos. Als „Ja-Sager“ und „geldgierige Heuchlerband“ wird die Band dort tituliert, die gesinnungstechnische Kehrtwende sei von Indymedia geklaut und sei – wer weiß, was schlimmer ist? – dem Regiment der linken Gutmenschendiktatur geschuldet.
Ihre Credibility für Patriotismus und Unangepasstheit, für die die Fans Frei.Wild schätzten, haben die Südtiroler damit eingebüßt – und auch bewiesen, warum es lukrativer war, sich bisher mit klaren Worten gegen Rechts zu zieren.
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