Sollten Chemiewaffen in die Hände der islamischen Hisbollah gelangen, werde Israel dagegen vorgehen. Dann sei Israel auch zum Krieg bereit, sagte der israelische Außenminister.

Droht mit Chemiewaffen: Baschar al-Assad. Bild: dpa
Ein hochrangiges Mitglied der iranischen Streitkräfte hat das Ausland mit scharfen Worten vor einer Einmischung in Syrien gewarnt. Masud Dschasajeri, Kommandeur der Revolutionsgarden, wandte sich insbesondere an die „verhassten Araber“ – eine Anspielung auf Saudi-Arabien und Katar. Bislang hätten Syriens Verbündete nicht in den Konflikt eingegriffen, sagte Dschasajeri der Nachrichtenagentur Fars. „Sollte dies geschehen, würden entscheidende Schläge gegen die Front des Gegners ausgeführt werden und besonders gegen die verhassten Araber.“ (rtr)
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Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat Barack Obama wegen seiner Syrien-Politik kritisiert. „Ich glaube, wir haben die Lage in Syrien von Anfang an falsch eingeschätzt“, sagte er dem TV-Sender CNBC. Amerika hätte wesentlich aggressiver gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad vorgehen sollen. „Die Welt will amerikanische Führung und amerikanische Stärke“, sagte Romney auf einer Wahlkampfveranstaltung. (dpa)
Israel droht mit Waffengewalt, sollten chemische Kampfmittel in Syrien in die Hände der islamistischen Hisbollah gelangen. In dem Fall sei sein Land zum Krieg bereit, sagte Israel Außenminister Avigdor Lieberman am Dienstag in Brüssel. Er nahm dort am EU-Israel Assoziierungsrates teil. (dpa)
Die syrische Opposition ist nach eigenen Angaben zu einer Übergangsregierung unter einem Vertrauten von Präsident Baschar al-Assad bereit. „Wir sind mit einem Rückzug Assads und der Übertragung seiner Aufgaben an eine der Persönlichkeiten des Regimes einverstanden“, sagte ein Sprecher des oppositionellen Syrischen Nationalrats am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Nationalratssprecher Georges Sabra sagte, Syrien verfüge in der Führung und in der Armee über “patriotische Figuren“, die das Land vorübergehend führen könnten. Namen nannte er jedoch nicht. (afp)
Das syrische Militär hat nach Angaben der Opposition auch am Dienstag wieder mehrere Viertel der nordwestlichen Stadt Aleppo aus Helikoptern heraus beschossen. Betroffen seien vor allem Sukkari und Salaheddin, aber auch weitere Stadtteile, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Ein Vertreter der syrischen Aufständischen berichtete, die Rebellen hätten mehrere Viertel Aleppos „befreit“, darunter auch Salaheddin. (afp)
Nach heftigen internationalen Reaktionen hat Syrien seine Aussagen zum möglichen Einsatz von Chemiewaffen korrigiert. Das arabische Land würde „niemals chemische und biologische Waffen nutzen“, erklärte der Außenministeriumssprecher Dschihad Makdissi nach Angaben des staatlichen syrischen Fernsehens. Am Vortag hatte der selbe Sprecher erklärt, Syrien würde Chemiewaffen zwar nicht gegen die Aufständischen im eigenen Land, wohl aber gegen „äußere Aggressoren“ einsetzen. (dpa)
Bei der gewaltsamen Unterdrückung einer Meuterei sind in einem Gefängnis im syrischen Aleppo acht Häftlinge getötet worden. Wie der oppositionelle Syrische Nationalrat (CNS) mitteilte, setzten die Sicherheitskräfte in der Nacht zum Dienstag scharfe Munition und Tränengas gegen einen „friedlichen Sitzstreik“ der Insassen des zentralen Gefängnisses von Aleppo ein. Dort habe es zudem einen Brand gegeben. Das Gefängnis sei aber aus der Luft von Helikoptern aus beschossen worden, so dass den Häftlingen nicht habe geholfen werden können.
Die syrische Führung hat nach Angaben der Rebellen Chemiewaffen an grenznahe Flughäfen des Landes verlegt. Die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) teilte mit, sie habe „genaue“ Kenntnisse über die Standorte der Waffen und Anlagen zu ihrer Herstellung und könne bestätigen, dass entsprechende Verlagerungen stattgefunden hätten. Den Angaben zufolge wurden erste Chemiewaffen bereits vor mehreren Monaten verlegt. Um welche Flughäfen oder welche Grenze es sich handeln soll, teilte die FSA nicht mit. (afp)
US-Präsident Barack Obama hat Syrien vor einem Einsatz von Chemiewaffen gewarnt. Obama sagte am Montag in Nevada, die Machthaber in Damaskus sollten keinen „tragischen Fehler“ begehen und chemische Waffen einsetzen. „Die Welt schaut zu.“ Und sie würde das Regime zur Verantwortung ziehen, mahnte er. (dpa)
Nach Schätzungen der UN haben 42.000 Syrer ihr Land verlassen und Zuflucht in die Türkei gesucht. Jeweils zwischen 30.000 und 34.000 Menchen sind nach Jordanien und in den Libanon geflüchtet, 8.000 in den Irak.
Die Sicherheitsberater kommen aus den USA, die Polizisten aus Pakistan: Bahreins Königshaus traut dem eigenen Volk nicht. Zu Recht, denn es protestiert täglich. von Marc Thörner

Seit Frühjahr 2011 demonstrieren in Syrien tausende Menschen in Syrien für einen Machtwechsel. Präsident Baschar al-Assad lässt hart zurückschlagen – laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien sind seit Beginn des Aufstandes 32.000 Menschen getötet worden.
Eine Karte mit der Übersicht über die regionalen Interessen der Nachbarstaaten finden Sie hier.
Eine Karte mit der Übersicht über die befreiten Gebiete finden Sie hier.
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