>>Grünen-Chef Cem Özdemir sieht in der Armuts- und Reichtumsanalyse „auch einen dramatischen Bericht zur Lage der Demokratie“: „Wenn der Staat es nicht schafft, alle am gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand teilhaben zu lassen, sinkt das Vertrauen der Menschen in den Staat.“<< Ja ja. Die Grünen haben ja schon mal regiert. Was sie damals, zum zusammen mit der SPD taten, sagt mehrs aus als wohlfeile Spüche vor der Wahl.
--- @drehmstz: Wie viel kostet es die Gesellschaft, diese paar Reichen auszuhalten? Wir können uns die Parasiten längst nicht mehr leisten. Aber mit Zelten im Bankenviertel alleine werden wir sie nicht los. Dafür müssen wir, die Mehrheit, schon konkretere Massnahmen ergreifen.
19.09.2012 19:35 Uhr
von Comment:
@Wolfgang Banse
Es ist nunmal wie es ist, wenn Kommentare freigeschaltet werden oder nicht: Hausrecht! Das muss man einfach mal so hinnehmen, wie auch andere und ich.
Lieber Wolfgang Banse,
freuen wir uns doch einfach gemeinsam, dass zum Artikel ein Angehöriger des Gewinnergeschlechtes abgebildet wurde und keine Frau und denken wir uns wie es dazu kam. :-)
19.09.2012 12:13 Uhr
von <<<<<<<<<<<<wolfgsng Banse:
Tzm obigebn Artikel hatte ich einen Kommentar verfasst.Dieser ist nicht sichtbar. Es fällt auf,dass seit geraumer Zeit Kommentare bei der taz de nicht erscheinen.,wie z.B. zum Artikel gleiche Rechte wo über eine Pastorin in der Hannoverschen Landeskirche berichtet wurde. Das Recht auf uneingeschrenkte Meinungsfreiheit ist in der Verfassung der Bundesrepublik-Deutschland verankert.
19.09.2012 10:33 Uhr
von Weiße Rose:
Die Besitzstandswahrer aus Wirtschaft, mit ihren Strohleuten aus CDU/CSU/FDP/SPD/Grünen, wird rein gar nichts unternehmen, um dieses schreiende Unrecht zu unterbinden! Im Gegenteil: Die Reaktion wird weiter vorangetrieben, beschleunigt und zementiert. Bevor wir uns versehen, sind wir (wieder) Leibeigene und Sklaven in einer dekadenten Klassengesellschaft, wie vor Jahrhunderten.
19.09.2012 09:51 Uhr
von Hafize:
Die Regierung tut überhaupt nichts gegen den Anstieg der Armut. Man muss nur die Rentendebatte sich ansehen und erkennt schnell, dass es Regierungspolitik ist, arme Menschen moralisch zu verurteilen, ihnen keine Lösungen anzubieten.
In III-Welt-Ländern gibt es einen einfachen, aber klaren sozialen Aufbau: Es gibt eine sehr kleine Oberschicht, die häufig nicht mehr als 5 oder 10 Prozent umfasst, aber gut und gerne 60 bis 90 Prozent des Kapitals besitzt, dann kommen 15 bis 25 Prozent Mittelschicht, die nur noch geringen Anteil an Kapital hat, und dann kommt der Rest, der praktisch Nichts besitzt.
Und dieses Muster wird in Deutschland immer klarer zu erkennen: Es geht dahin, dass die absolute Oberschicht konstant bleibt, was ihre Anzahl angeht, aber stark an Kapital dazu gewinnt, die Mittelschicht abnimmt und die Unterschicht wächst. Bis sie irgendwann auch bei 50 bis 70 Prozent liegt und praktisch besitzlos geworden ist. Zur Freude von Discountern und No-Name-Anbietern muss sie ihre gesamten Einkünfte Monat für Monat aufbrauchen und hat nur Miniersparnisse parat.
18.09.2012 20:31 Uhr
von drehmstz:
Lesen wir den Armutsbericht einmal gegen den Strich: Wie viel kostet es die Gesellschaft, diese paar Reichen auszuhalten? Deretwegen werden gigantische Natur- und Human-Ressourcen vergeudet, bloß um damit die Raffgier der oberen Zehntausend zu befriedigen, die am Kontostand hängen wie ein Heroinsüchtiger. So viel Kohle wie die auf den diversen Konten haben, können sie und ihre Erben niemals verfressen und versaufen. Aber der Geld-Raffzahn macht alles platt, was sich irgendwie zu Geld machen lässt. Einzige Therapie: Schröpfen. Ist ein bekanntes Verfahren aus der Medizin, sollte aber auf die Geldwirtschaft unter umgekehrten Vorzeichen angewendet werden. Die aktuell Geschröpften sind die Habenichtse, deren Habseligkeiten - (dieses Wort wurde vom Goethe-Institut zum schönsten deutschen Wort erklärt) gerademal ein Prozent des Gesamtreichtums ausmachen, sollten endlich ihre Therapie beenden und den Überfütterten Paroli bieten. Auch die Überfütterten müssen mal zur Armutskur.
18.09.2012 20:28 Uhr
von DIE WAHRE TAZ:
Das Staatsvermögen wird durch Privatisierungen fleißig reduziert. Über die Betriebe der Daseisvorsorge können die „Reichen“ dann noch einmal direkt bei den „Armen“ abkassieren. Die Aktionäre der Konzerne Veolia und RWE haben so bei den Berliner Wasserbetrieben in den letzten Jahren über eine Milliarde Euro an Gewinnen eingefahren. Möglich ist das durch Preismissbrauch in Höhe von 20-30% – mit Deckung durch den SPD/CDU-Senat.
Anstatt die Preise zu senken und Veolia zur Verantwortung zu ziehen, klagt der Senat gegen das Bundeskartellamt, das die Preistreiberei aufgedeckt hat. Da verwundert es nicht, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen ärmer.
Hier die neueste PM des Wassertischs zum Thema: http://berliner-wassertisch.info/bayram-nussbaum-ist-eine-gefahr-fur-das-gemeinwohl-pressemitteilung-vom-14-09-2012/
18.09.2012 19:58 Uhr
von Detlev:
Absurd wird es, wenn Ursula von der Leyen diesen Armut- und Reichtumsbericht kommentiert. Sie empfiehlt ihre eigene Politik, so als ob die Reichen per Zufall reicher, die Armen ärmer wurden. Sie wurden reich und arm, weil der Staat sich nicht zu einer armutspräventiven Politik durchringen kann. Das ist sogar so, dass von der Leyen einst um ein paar wenige Euro für Hartz-Empfänger stritt. Danach rechnete sie am Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorbei. Bei ihr ist wirklich nicht zu erkennen, wo sie für sozialen Ausgleich, sprich für eine Abnahme an Armut, aktiv ist. Schlimm wird es dann, wenn die Menschen arm und alt sind und sich keiner mehr an eine Ursula von der Leyen, Olaf Scholz oder Wolfgang Clement oder Walter Riester erinnern kann.
Das waren nämlich die Personen, die einfach eine falsche Rentenpolitik auf den Weg brachten, die Arbeitgeber, sprich Unternehmer entlasteten und aus der Pflicht nahmen. Deswegen steigt wahrscheinlich auch der Reichtum von Unternehmern jetzt stärker an: Der Staat entlässt ihn aus der Rentenpflicht, die private Vorsorge pflobt an der Gier der Banken und Versicherungen. Das ist der Stoff für Alpträume und den empfiehlt Ursula von der Leyen, wenn sie ihre Politik empfiehlt.5
18.09.2012 19:38 Uhr
von Caesar:
Ich sehe in diesem Gutachten auch, dass (wenn auch nur am unteren Ende) mehr Menschen über Vermögen verfügen. Nur eine Statistik lässt sich demnach auch so interpretieren, dass heute mehr Menschen über Vermögen verfügen. Die viel gescholtene "prekäre Beschäftigung" (sofern dieser Begriff in diesem Zusammenhang zulässig ist) sollte man auch mal anders darstellen können. Ein Großteil dieser Personen würden ohne diese Möglichkeiten noch heute ohne Beschäftigung dastehen. Für 13 EUR im Monat lässt sich eine Altersvorsorge aufbauen (sollte mit ein paar vermiedenen SMS möglich sein). Ich erinnere mich an einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass Beschäftigung (wenn auch zu schlechteren Bedingungen) besser ist, als "lebenslange Stütze". Somit ist es für mich nur logisch, dass jene Menschen, die jetzt in die Statistik zählen natürlich ein "Zerrbild" in der Statistik verursachen können. Ich würde mir wünschen, wenn einer der Herrschaften Journalisten meinem Ansatz nachgehen würde. Grundsätzlich finde ich den ständigen Pessimismus unerträglich, auch wenn ich nicht zu den "gescholtenen" Top Verdienern gehöre. Ich muss sagen, mir geht es gut und ich kann mich einrichten.
18.09.2012 19:33 Uhr
von Wolfgang Banse:
Sozialer Friede in Deutschland ist geferdet Mit der Eionführung der Währung Euro ist der Mittelstzand weggebrochen.Es gibt nur noch arm und reich.Dies wird auf Dauer den sozialen Frieden in Gefahr bbringen. Esd reicht nicht aus im regelmäßigen Abstand Armutsbereichte heraus zu geben,wenn diese nicht behoben wird.
18.09.2012 19:29 Uhr
von swilly:
Ist doch alles politisch gewollt! Oder fallen die entsprechenden Gesetze vom Himmel?
18.09.2012 19:03 Uhr
von Thorben:
Ich bin erst seit dem Euro immer im Dispo. Aber solange es für Miete, Strom und Rotwein reicht, ists wurscht. Die anderen/ reicheren sind auch nicht glücklicher und müssen obendrein noch Schiss haben, wegen ihrer Kohle geliebt, beklaut, übers Ohr gehauen oder entführt zu werden.
18.09.2012 19:01 Uhr
von Mirko Malessa:
Das das so kommen würde, wußte man schon ab frühestens 1992; zumindest wer zwei Gehirnhälften hatte.
Kaum war die Mauer weg wurden alle--aber auch wirklich alle--schamlos beklaut.
10 Sekunden telefonieren für 6 Pfennige. Mann, fanden das alle supertoll. Viel billiger als für 20 Pfennige unbegrenzt lange telefonieren zu können. Schon da wars klar wieviele Menschen in D nur mit einer Gehirnhälfte versehen sind.
Danach ging alles schnell.
Karl Marx hatte Recht (Brezhnev nicht).
Was kommt als nächstes?! Für 100e pro Tag ne S-Klasse mieten können, weil, anders wird man den Kram nicht mehr los?!
18.09.2012 18:40 Uhr
von Otto:
Armut ist zweckdienlich in einer kapitalisitschen Ökonomie. Warum sollten die, die die Verkehrsformen des Kapitals regeln und also seinem Zweck dienen, Armut abschaffen? Armut macht die Ware Arbeitskraft billig, niedrige Löhne ermöglichen hohe Gewinne. Das ist Sinn und Zweck unserer Ökonomie und doch nicht etwa den erwirtschafteten Reichtum zu verteilen - seit wann das denn?
18.09.2012 18:37 Uhr
von Gemeinwesen:
Reiche sollen sich am Gemeinwesen beteiligen ? Was isn das Gemeinwesen ? So Flughäfen und sowas, die dann nach schlechter Planung tausenddreihundert Millionen mehr kosten ? Höhere Gehälter sind richtig und keine Prekariatsdiskussionen. Die meisten Firmen haben selbst keinen Überblick über ihre Finanzen. Jahresabschlußberichte sind so echt wie ein i-phone zum halben Preis aus Hongkong. Das ist ein Problem. Dann ist da die Angst vor der Auseinandersetzung mit der Oberschicht, die sich der Politik ja schon anbietet, von ihrem Geld auch mehr abzugeben. So absurd sind die Zustände schon, finde ich. Entweder lieben wir das Leiden oder wir ängstigen uns davor, das bißchen Geld, den vermobbten Job auch noch zu verlieren. Es muß harte und sachliche Auseinandersetzungen zu diesem Thema geben, keine Fronten sondern sinnvolle Konzepte und keine Drohungen zur Altersarmut, zumal wenn die Rechnungshöfe auf ständige Verschwendung hinweisen. Politiker leben ob ihres shlechter werdenden Rufes wohl kaum auf in so einer Atmosphäre offensichtlicher Ungleichheit. Wir kleine Leut aber auch nicht, oder ? Ih glaube nicht, dass Reichtum "abgeschafft" werden sollte aber "Prekariat" kann ebenfalls zu einem Geschwür werden.
18.09.2012 17:59 Uhr
von Jemand:
Hat eigentlich mal irgendwer in diesem Land im Geschichtsuntericht aufgepasst? Es waren Zustände wie diese, die zum Kommunismus führten, warum soll es also besser werden, wenn man es ein zweites Mal versucht?
18.09.2012 17:41 Uhr
von susi0001:
Was heißt hier Bericht der Bundesregierung. Diese Bande sind doch die Verursacher dieser Schweinerei und halten es noch nicht mal für nötig etwas dagegen zu unternehmen sondern quatschen nur rum und füllen ihre die Taschen!
Leserkommentare
20.09.2012 04:40 Uhr
von claudia:
>>Grünen-Chef Cem Özdemir sieht in der Armuts- und Reichtumsanalyse „auch einen dramatischen Bericht zur Lage der Demokratie“: „Wenn der Staat es nicht schafft, alle am gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand teilhaben zu lassen, sinkt das Vertrauen der Menschen in den Staat.“<<
Ja ja. Die Grünen haben ja schon mal regiert. Was sie damals, zum zusammen mit der SPD taten, sagt mehrs aus als wohlfeile Spüche vor der Wahl.
---
@drehmstz:
Wie viel kostet es die Gesellschaft, diese paar Reichen auszuhalten?
Wir können uns die Parasiten längst nicht mehr leisten. Aber mit Zelten im Bankenviertel alleine werden wir sie nicht los. Dafür müssen wir, die Mehrheit, schon konkretere Massnahmen ergreifen.
19.09.2012 19:35 Uhr
von Comment:
@Wolfgang Banse
Es ist nunmal wie es ist, wenn Kommentare freigeschaltet werden oder nicht: Hausrecht!
Das muss man einfach mal so hinnehmen, wie auch andere und ich.
Lieber Wolfgang Banse,
freuen wir uns doch einfach gemeinsam, dass zum Artikel ein Angehöriger des Gewinnergeschlechtes abgebildet wurde und keine Frau und denken wir uns wie es dazu kam. :-)
19.09.2012 12:13 Uhr
von <<<<<<<<<<<<wolfgsng Banse:
Tzm obigebn Artikel hatte ich einen Kommentar verfasst.Dieser ist nicht sichtbar.
Es fällt auf,dass seit geraumer Zeit Kommentare bei der taz de nicht erscheinen.,wie z.B. zum Artikel gleiche Rechte wo über eine Pastorin in der Hannoverschen Landeskirche berichtet wurde.
Das Recht auf uneingeschrenkte Meinungsfreiheit ist in der Verfassung der Bundesrepublik-Deutschland verankert.
19.09.2012 10:33 Uhr
von Weiße Rose:
Die Besitzstandswahrer aus Wirtschaft, mit ihren Strohleuten aus CDU/CSU/FDP/SPD/Grünen, wird rein gar nichts unternehmen, um dieses schreiende Unrecht zu unterbinden!
Im Gegenteil:
Die Reaktion wird weiter vorangetrieben, beschleunigt und zementiert.
Bevor wir uns versehen, sind wir (wieder) Leibeigene und Sklaven in einer dekadenten Klassengesellschaft, wie vor Jahrhunderten.
19.09.2012 09:51 Uhr
von Hafize:
Die Regierung tut überhaupt nichts gegen den Anstieg der Armut. Man muss nur die Rentendebatte sich ansehen und erkennt schnell, dass es Regierungspolitik ist, arme Menschen moralisch zu verurteilen, ihnen keine Lösungen anzubieten.
In III-Welt-Ländern gibt es einen einfachen, aber klaren sozialen Aufbau: Es gibt eine sehr kleine Oberschicht, die häufig nicht mehr als 5 oder 10 Prozent umfasst, aber gut und gerne 60 bis 90 Prozent des Kapitals besitzt, dann kommen 15 bis 25 Prozent Mittelschicht, die nur noch geringen Anteil an Kapital hat, und dann kommt der Rest, der praktisch Nichts besitzt.
Und dieses Muster wird in Deutschland immer klarer zu erkennen: Es geht dahin, dass die absolute Oberschicht konstant bleibt, was ihre Anzahl angeht, aber stark an Kapital dazu gewinnt, die Mittelschicht abnimmt und die Unterschicht wächst. Bis sie irgendwann auch bei 50 bis 70 Prozent liegt und praktisch besitzlos geworden ist. Zur Freude von Discountern und No-Name-Anbietern muss sie ihre gesamten Einkünfte Monat für Monat aufbrauchen und hat nur Miniersparnisse parat.
18.09.2012 20:31 Uhr
von drehmstz:
Lesen wir den Armutsbericht einmal gegen den Strich:
Wie viel kostet es die Gesellschaft, diese paar Reichen auszuhalten? Deretwegen werden gigantische Natur- und Human-Ressourcen vergeudet, bloß um damit die Raffgier der oberen Zehntausend zu befriedigen, die am Kontostand hängen wie ein Heroinsüchtiger. So viel Kohle wie die auf den diversen Konten haben, können sie und ihre Erben niemals verfressen und versaufen. Aber der Geld-Raffzahn macht alles platt, was sich irgendwie zu Geld machen lässt. Einzige Therapie: Schröpfen. Ist ein bekanntes Verfahren aus der Medizin, sollte aber auf die Geldwirtschaft unter umgekehrten Vorzeichen angewendet werden. Die aktuell Geschröpften sind die Habenichtse, deren Habseligkeiten - (dieses Wort wurde vom Goethe-Institut zum schönsten deutschen Wort erklärt) gerademal ein Prozent des Gesamtreichtums ausmachen, sollten endlich ihre Therapie beenden und den Überfütterten Paroli bieten. Auch die Überfütterten müssen mal zur Armutskur.
18.09.2012 20:28 Uhr
von DIE WAHRE TAZ:
Das Staatsvermögen wird durch Privatisierungen fleißig reduziert. Über die Betriebe der Daseisvorsorge können die „Reichen“ dann noch einmal direkt bei den „Armen“ abkassieren. Die Aktionäre der Konzerne Veolia und RWE haben so bei den Berliner Wasserbetrieben in den letzten Jahren über eine Milliarde Euro an Gewinnen eingefahren. Möglich ist das durch Preismissbrauch in Höhe von 20-30% – mit Deckung durch den SPD/CDU-Senat.
Anstatt die Preise zu senken und Veolia zur Verantwortung zu ziehen, klagt der Senat gegen das Bundeskartellamt, das die Preistreiberei aufgedeckt hat. Da verwundert es nicht, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen ärmer.
Hier die neueste PM des Wassertischs zum Thema: http://berliner-wassertisch.info/bayram-nussbaum-ist-eine-gefahr-fur-das-gemeinwohl-pressemitteilung-vom-14-09-2012/
18.09.2012 19:58 Uhr
von Detlev:
Absurd wird es, wenn Ursula von der Leyen diesen Armut- und Reichtumsbericht kommentiert. Sie empfiehlt ihre eigene Politik, so als ob die Reichen per Zufall reicher, die Armen ärmer wurden. Sie wurden reich und arm, weil der Staat sich nicht zu einer armutspräventiven Politik durchringen kann. Das ist sogar so, dass von der Leyen einst um ein paar wenige Euro für Hartz-Empfänger stritt. Danach rechnete sie am Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorbei. Bei ihr ist wirklich nicht zu erkennen, wo sie für sozialen Ausgleich, sprich für eine Abnahme an Armut, aktiv ist. Schlimm wird es dann, wenn die Menschen arm und alt sind und sich keiner mehr an eine Ursula von der Leyen, Olaf Scholz oder Wolfgang Clement oder Walter Riester erinnern kann.
Das waren nämlich die Personen, die einfach eine falsche Rentenpolitik auf den Weg brachten, die Arbeitgeber, sprich Unternehmer entlasteten und aus der Pflicht nahmen. Deswegen steigt wahrscheinlich auch der Reichtum von Unternehmern jetzt stärker an: Der Staat entlässt ihn aus der Rentenpflicht, die private Vorsorge pflobt an der Gier der Banken und Versicherungen. Das ist der Stoff für Alpträume und den empfiehlt Ursula von der Leyen, wenn sie ihre Politik empfiehlt.5
18.09.2012 19:38 Uhr
von Caesar:
Ich sehe in diesem Gutachten auch, dass (wenn auch nur am unteren Ende) mehr Menschen über Vermögen verfügen. Nur eine Statistik lässt sich demnach auch so interpretieren, dass heute mehr Menschen über Vermögen verfügen.
Die viel gescholtene "prekäre Beschäftigung" (sofern dieser Begriff in diesem Zusammenhang zulässig ist) sollte man auch mal anders darstellen können. Ein Großteil dieser Personen würden ohne diese Möglichkeiten noch heute ohne Beschäftigung dastehen. Für 13 EUR im Monat lässt sich eine Altersvorsorge aufbauen (sollte mit ein paar vermiedenen SMS möglich sein).
Ich erinnere mich an einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass Beschäftigung (wenn auch zu schlechteren Bedingungen) besser ist, als "lebenslange Stütze". Somit ist es für mich nur logisch, dass jene Menschen, die jetzt in die Statistik zählen natürlich ein "Zerrbild" in der Statistik verursachen können.
Ich würde mir wünschen, wenn einer der Herrschaften Journalisten meinem Ansatz nachgehen würde.
Grundsätzlich finde ich den ständigen Pessimismus unerträglich, auch wenn ich nicht zu den "gescholtenen" Top Verdienern gehöre. Ich muss sagen, mir geht es gut und ich kann mich einrichten.
18.09.2012 19:33 Uhr
von Wolfgang Banse:
Sozialer Friede in Deutschland ist geferdet
Mit der Eionführung der Währung Euro ist der Mittelstzand weggebrochen.Es gibt nur noch arm und reich.Dies wird auf Dauer den sozialen Frieden in Gefahr bbringen.
Esd reicht nicht aus im regelmäßigen Abstand Armutsbereichte heraus zu geben,wenn diese nicht behoben wird.
18.09.2012 19:29 Uhr
von swilly:
Ist doch alles politisch gewollt! Oder fallen die entsprechenden Gesetze vom Himmel?
18.09.2012 19:03 Uhr
von Thorben:
Ich bin erst seit dem Euro immer im Dispo. Aber solange es für Miete, Strom und Rotwein reicht, ists wurscht. Die anderen/ reicheren sind auch nicht glücklicher und müssen obendrein noch Schiss haben, wegen ihrer Kohle geliebt, beklaut, übers Ohr gehauen oder entführt zu werden.
18.09.2012 19:01 Uhr
von Mirko Malessa:
Das das so kommen würde, wußte man schon ab frühestens 1992; zumindest wer zwei Gehirnhälften hatte.
Kaum war die Mauer weg wurden alle--aber auch wirklich alle--schamlos beklaut.
10 Sekunden telefonieren für 6 Pfennige. Mann, fanden das alle supertoll. Viel billiger als für 20 Pfennige unbegrenzt lange telefonieren zu können. Schon da wars klar wieviele Menschen in D nur mit einer Gehirnhälfte versehen sind.
Danach ging alles schnell.
Karl Marx hatte Recht (Brezhnev nicht).
Was kommt als nächstes?! Für 100e pro Tag ne S-Klasse mieten können, weil, anders wird man den Kram nicht mehr los?!
18.09.2012 18:40 Uhr
von Otto:
Armut ist zweckdienlich in einer kapitalisitschen Ökonomie. Warum sollten die, die die Verkehrsformen des Kapitals regeln und also seinem Zweck dienen, Armut abschaffen? Armut macht die Ware Arbeitskraft billig, niedrige Löhne ermöglichen hohe Gewinne. Das ist Sinn und Zweck unserer Ökonomie und doch nicht etwa den erwirtschafteten Reichtum zu verteilen - seit wann das denn?
18.09.2012 18:37 Uhr
von Gemeinwesen:
Reiche sollen sich am Gemeinwesen beteiligen ? Was isn das Gemeinwesen ? So Flughäfen und sowas, die dann nach schlechter Planung tausenddreihundert Millionen mehr kosten ? Höhere Gehälter sind richtig und keine Prekariatsdiskussionen. Die meisten Firmen haben selbst keinen Überblick über ihre Finanzen. Jahresabschlußberichte sind so echt wie ein i-phone zum halben Preis aus Hongkong. Das ist ein Problem. Dann ist da die Angst vor der Auseinandersetzung mit der Oberschicht, die sich der Politik ja schon anbietet, von ihrem Geld auch mehr abzugeben. So absurd sind die Zustände schon, finde ich. Entweder lieben wir das Leiden oder wir ängstigen uns davor, das bißchen Geld, den vermobbten Job auch noch zu verlieren. Es muß harte und sachliche Auseinandersetzungen zu diesem Thema geben, keine Fronten sondern sinnvolle Konzepte und keine Drohungen zur Altersarmut, zumal wenn die Rechnungshöfe auf ständige Verschwendung hinweisen. Politiker leben ob ihres shlechter werdenden Rufes wohl kaum auf in so einer Atmosphäre offensichtlicher Ungleichheit. Wir kleine Leut aber auch nicht, oder ? Ih glaube nicht, dass Reichtum "abgeschafft" werden sollte aber "Prekariat" kann ebenfalls zu einem Geschwür werden.
18.09.2012 17:59 Uhr
von Jemand:
Hat eigentlich mal irgendwer in diesem Land im Geschichtsuntericht aufgepasst? Es waren Zustände wie diese, die zum Kommunismus führten, warum soll es also besser werden, wenn man es ein zweites Mal versucht?
18.09.2012 17:41 Uhr
von susi0001:
Was heißt hier Bericht der Bundesregierung.
Diese Bande sind doch die Verursacher dieser Schweinerei
und halten es noch nicht mal für nötig etwas dagegen zu unternehmen sondern quatschen nur rum und füllen ihre die Taschen!