Mit 100 Kilo war es eine relativ kleine Weltkriegsbombe, die der Kampfmittelräumdienst der Polizei am Mittwochvormittag in Moabit entschärfen musste.von C. Ott

Ruckzuck war die Bombe entschärft Bild: reuters
Das Team um Einsatzleiter Dietmar Püpke brauchte gut 20 Minuten, um den Zünder herauszudrehen. Häufig liegen Bomben in über drei Metern Tiefe. Diese hatte sich nur einen Meter ins lockere Erdreich gebohrt, „nicht zu tief, nicht spitzwinklig, nicht verkantet“, so Püpke, im Prinzip unproblematisch.
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Deshalb hatten die Sprengstoffexperten nach dem Fund am Dienstagnachmittag entschieden, für Evakuierung und Bergung den folgenden Tag abzuwarten. Eine solche Bombe sei so lange ungefährlich, wie man sie in Ruhe lasse, so Püpke. Der Bau der S-Bahn-Strecke S 21 störte diese Ruhe.
250 Polizisten waren ab 10 Uhr im Einsatz, um die Anwohner in einem 300-Meter-Radius zu evakuieren. Laut Polizeisprecher Stefan Redlich kontrollierten sie rund 50 Hauseingänge. Die Feuerwehr half 12 Personen beim Verlassen der Wohnung.
Rund 150 Menschen warteten in der Aula der Ersten Gemeinschaftsschule Berlin Mitte, einige Anwohner verfolgten die Entschärfung im Freien. Zu sehen war wenig: nur eine Brücke ohne Verkehr, rotweißes Flatterband und Polizisten, die geduldig den Stand der Bergung erläuterten.
Um 13.30 Uhr war die Gefahr gebannt, die Vollsperrung wurde aufgehoben. Die Bahn hatte Züge im Fern- und Regionalverkehr umgeleitet, teilweise gab es Ausfälle. Wie viele Personen betroffen waren, konnte das Unternehmen gestern nicht sagen.
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