Bosnien und Herzegowina

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Artikel, Bücher und Weblinks

Bild: Thomas Dimmers

ARTIKEL

Offene Drohungen des IS. Erich Rathfelder in der taz vom 11. April 2016 über Terrorgefahr in Bosnien. In der Altstadt von Sarajevo sind seit einigen Monaten immer mehr Islamisten anzutreffen. Und die Armee wird zum Ziel von Angriffen.

Seine Eitelkeit führte zum Fall. Über den Prozess gegen Radovan Karadzic schreibt Erich Rathfelder am 24. März 2016 in der taz. Das UN-Tribunal für Kriegsverbrechen in Den Haag fällt am Donnerstag das Urteil über den bosnisch-serbischen Kriegsherrn Radovan Karadžić.

Es ist politisch nicht gewollt. Die Ethnologin Marica Filipovic im Interview mit Thomas Brock in der taz vom 14. August 2015 über das Nationalmuseum in Sarajevo. Filipović ist Vizedirektorin des Nationalmuseums. Sie hofft auf dessen Wiedereröffnung im Oktober.

Auf ewig getrennt. Kommentar von Norbert Mappes-Niediek in der taz vom 4. Juli 2015 über den 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica. Vor zwanzig Jahren fand in Srebrenica das schlimmste Massaker seit 1945 statt. Das Motiv war Rache – und politisches Kalkül.

Die Unerwünschten. In der taz vom 4. Februar 2015 schreibt Erich Rathfelder über deutsche Asylpolitik. Seit Herbst 2014  gilt Bosnien und Herzegowina als „sicherer Herkunftsstaat“. Aber was heißt das schon? Besuch in einer Roma-Siedlung.

Du zahlst, ich springe. Reportage von Gabriela M. Keller in der taz vom  20. September 2014 über die Brückenspringer von Mostar.Die Brücke von Mostar in Bosnien-Herzegowina galt als Sinnbild der multiethnischen Stadt. Für Edi Fink bietet sie die Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Staatschef Tito war mein Pate. Sudbin Music überlebte als 18jähriger die jugoslawische Kriegsgräuel. In seiner Heimat Prijedor wirbt er heute für Verständigung und eine neue Erinnerungskultur. Artikel von Erich Rathfelder auf taz.de am 1. März 2014

"Jeder weiß, was damals passiert ist". Mehr als 400 Leichen sind bis jetzt aus einem Massengrab in der Gemeinde Prijedor geborgen worden. Doch niemand will etwas gewusst haben. Artikel von Erich Rathfelder auf taz.de am 17. Januar 2014

Raus aus Dayton - aber wie? Mit dem Abkommen von Dayton endete der Bürgerkrieg in Bosnien. Doch um das Land aus seiner Agonie zu reißen, braucht es einen neuen Anlauf. Artikel von Erich Rathfelder auf taz.de am 21. November 2010.

Vermittlerin zwischen europäischer und islamischer Wissenskultur. Artikel von Stefan Schreiner auf qantara.de vom 9. Juli 2009.

Karadazic'Erbe lastet auf Sarajevo. Eli Tauber über die jüdische Gemeinde in Sarajevo. Während der Belagerung Sarajevos konnten jüdische Bürger die Stadt verlassen. Sie verhalfen auch vielen Muslimen zur Flucht. Ein Besuch bei der jüdischen Gemeinde 15 Jahre später. im Artikel von Erich Rathfelder in der taz vom 1. August 2008.

Abgründe hinter renovierten Fassaden in Ostbosnien. Artikel von Martin Woker in der Neuen Zürcher Zeitung vom 11. Juli 2008. Das Städtchen Visegrad in Ostbosnien erhofft sich Aufschwung von der zum Unesco-Weltkulturerbe erklärten und vom Nobelpreisträger Ivo Andric beschriebenen Brücke über die Drina. Doch die schweren Verbrechen des jüngsten Kriegs lasten auf dem Ort.

BÜCHER

Erich Rathfelder: Schnittpunkt Sarajevo, Schiler-Verlag 2006, 2. Aufl. 2008, (Leseprobe hier) (Ulrich Fischer: "Ein faszinierendes Buch! Ich habe es gelesen wie einen Roman. Erich Rathfelder beschreibt die Dichte und Komplexität der jüngsten Geschichte von Bosnien und Herzegowina nicht nur außerordentlich kenntnisreich, sondern auch mit offensichtlicher Zuneigung und sehr viel persönlichem Engagement.") Ein Interview mit Erich Rathfelder zum Buch und zur Geschichte des Landes im Deutschlandradio Kultur vom 15. Juni 2006: hier

Erich Rathfelder, Carl Bethke (Hg): Bosnien im Fokus - die zweite politische Herausforderung des Christian Schwarz-Schilling, Hans-Schiler-Verlag, 2010. Aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren 22 Autoren und Gesprächspartner das Wirken von Christian Schwarz-Schilling in Bosnien und Herzegowina und die Entwicklungen und Veränderungsprozesse des Landes.

Holm Sundhaussen: Sarajevo. Die Geschichte einer Stadt. Böhlau Verlag 2014. Holm Sundhaussen war Professor für Südosteuropäische Geschichte an der FU Berlin.

Saša Stanišic: Wie der Soldat das Grammofon repariert,  Roman, Luchterhand Literaturverlag 2006, 19,99 €. Vom Bosnienkrieg der 1990er Jahre und wie sich die Menschen dadurch verändert haben, erzählt der autobiografisch gefärbte Roman des 1978 geborenen Autors, der selbst mit 14 Jahren aus dem bosnischen Visegrad nach Deutschland floh. Rezension von Helmut Böttiger in der SZ HIER

Ivo Andric: Die Brücke über die Drina - Eine Visegrader Chronik. Deutscher Taschenbuch Verlag 2013, 9,90 €. Die Chronik vom Bau der Brücke im 16. Jahrhundert bis zu ihrer Sprengung im Ersten Weltkrieg ist ein Epos über die Geschichte des Balkans. Ivo Andric (1892 - 1975), serbischer Schriftsteller bosnischer Herkunft, erhielt 1961 den Nobelpreis für Literatur. Eine Rezension von Dževad Karashan aus "Die Zeit": HIER

Joe Sacco: Bosnien. Ed. Moderne 2010. Eine Graphic Novel über den Bosnien-Krieg am Beispiel der Stadt Gorazde.

Lettre International Heft 31: HOMMAGE À SARAJEVO (1995); mit Beiträgen von Marko Vesovic, Noel Malcom, Jean-Pierre Faye, Predrag Matvejevic, Jan Stage, Vlado Mrkic, Nenad Velickovic, Velibor Colic, Abdulah Sidran, Marusa Krese, Michael Ignatieff, Dubravko Lovrenovic, Jean Baudrillard, Dzevad Karahasan, Andreas Zumach, Juan Goytisolo, Susan Sontag und vielen anderen (www.lettre.de)

Marko Plesnik: Sarajevo. Mit Ilidza, Butmir, Rakitnica-Schlucht und den Wintersportgebieten. Trescher Verlag 2013. Reiseführer.

INTERNET

Zur Rolle der Religionen in Südosteuropa - Konfliktpotenzial & Brückenfunktion. Dietrich Schlegel berichtet über eine Konferenz der Südosteuropa-Gesellschaft vom Juni 2007 in der Evangelischen Akademie Tutzing; der vollständige Bericht steht als pdf-Datei zur Verfügung. Berichtet wird darin u.a. über die Vorträge von: Ludwig Steindorff: „Religion und Nationswerdung – Das Beispiel der Bosniaken (Muslime), Kroaten und Serben in Bosnien-Herzegowina“. Das Neben-, Mit- und Gegeneinander dieser drei communities bestimmt durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart das Schicksal des Staates Bosnien und Herzegowina; und über den Vortrag von Mato Zovkic (der kroatische Geistliche ist Generalvikar der Erzdiözese Sarajevo): „Religionsgemeinschaften zwischen dem individuellen Recht und der ethnisch-religiösen Identität in Bosnien und Herzegowina“; ein Plädoyer für ein friedliches Miteinander der religiösen Gemeinschaften bei gegenseitiger Anerkennung ihrer Verschiedenartigkeit und Identität.

Die „European Stability Initiative“ (ESI, www.esiweb.org) analysiert seit 1999 die Entwicklung in Südosteuropa. Dort finden Sie einen Überblick über alle Bosnien-Berichte, auch in deutscher Sprache.

Das Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) berichtet in englischer Sprache über die gesamte Balkan-Region, natürlich auch über Bosnien-Herzegowina: www.birn.eu.com