• 01.09.2012

Bürgerkrieg spaltet Syrien

Gefährlicher Kontrollverlust

Präsident Assad verliert die Kontrolle über das Land. Das macht sein Regime umso unberechenbarer. Es betreibt die Spaltung der Bevölkerung.von Gabriela M. Keller

  • 03.09.2012 15:37 Uhr

    von Frère Jack:

    Ganz besonders schlimm an dieser uninformierten versuchten Meinungsmache aufgrund von ungeprüften (und wahrscheinlich noch schlecht übersetzten)Abschriften von US-jüdischen "Politikstimmungsmachern" (Kriegstreibern) ist, dass die Schreiberin fuer FOCUS arbeitet und noch schlimmer fuer Springers WELT. Einmal googlen reicht...TAZ wird systematisch unterwandert, Linke Zeitung, das war einmal, wenn die nun schon Drop Outs (oder von höherer Stelle installiert?!?!) von FOCUS nehmen, arme TAZ und peinlich ist es aber vor allem traurig.

  • 03.09.2012 05:01 Uhr

    von henry miller:

    josh hin oder her, wer hebraeisch liest ist dieser tage ohnehin im vorteil. ganz schoen lustig ist das hier, die taz war doch frueher fuer neuigkeiten naja unterhaltsames skurilles bekannt. Syrien sagt: Aegypten erleideit Realitaetsverlust
    Egypt's President is too new in his post and doesn't fully understand Syrian politics, a Damascus official said Sunday, after Mohamed Morsi publicly sided with those opposed to President Bashar al-Assad.

    "We heard the words of President Morsi. If I may say so, it was a disappointment," Syrian Foreign Ministry spokesperson Jihad Makdissi told Lebanon's pro-Damascus television channel NBN.

    "I think the new Egyptian presidency is not fully developed yet. In my personal view, his dose of reality will increase with the passing of time. We hope that he will be able to reach an understanding of the whole truth of what is happening in Syria, and to take a position at that level."

    In a speech to the summit of the Non-Aligned Movement in Tehran last Thursday, Morsi denounced the "oppressive regime" in Damascus, which he said had lost all legitimacy.

    That comment prompted the Syrian delegation at the summit to walk out, and embarrassed Iran which fully supports Damascus.

    Makdissi said Morsi's comments stemmed from his background in Egypt's Muslim Brotherhood movement, which is affiliated with one of Syria's main opposition groups.

    "As for President Morsi, we all know that he has a Muslim Brotherhood background," Makdissi told NBN.

    "But he is now president of a crucial Arab country, Egypt. Now, despite his Brotherhood background, he now has a relationship with important institutions in Egypt, such as the Ministry of Foreign Affairs," he added.

    "Syria hopes that Egypt recovers its natural role in the Arab world."

    Turning to Lebanon, Makdissi said that Syrian Ambassador to Lebanon, Ali Abdel Karim Ali, was carrying out his duty in line with diplomatic protocols.

    “[…] I hope that our relation with Lebanon would be perfect and I think that the performance of Ambassador Ali is [consistent with] the diplomatic protocols,” Makdissi told NBN television.

    He added that the Syrian envoy was making efforts “to build bridges between the two counties and not demolish them. If they want to [burn] them then this [decision is left to the] Lebanese.”

    Makdissi’s remarks were made following some demonstrations in Lebanon during which young protesters called for expelling the Syrian envoy.

    Politicians affiliated with the Western-backed March 14 have also demanded that the Syrian Ambassador be dismissed especially after the arrest of former Information Minister Michel Samaha.

    -AFP/NOW Lebanon

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    To read more: http://nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=432640#ixzz25N7u6JSL
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    http://nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=432640

  • 02.09.2012 17:28 Uhr

    von titakjang:

    @ Syrer: was für ein Quatsch ist das denn? Ich lese seit Monaten Joshua Landis (und seit Jahren Juan Cole) und er ist einer der bestinformierten Blogs über die Region! Wer ist denn für dich "das Volk"? die FSA oder der SNC, oder Kurden, oder einfach nur deine Sippe (wie leider für nicht wenige Syrer, die ich kenne, da hat die taz die dritte Dimension des ländlichen Syrien vergessen - neben Religion und Ethnie den CLAN zu erwähnen)

    @ sando: Alewiten sind nicht das Gleiche wie Alawiten ;-)

  • 02.09.2012 04:34 Uhr

    von Syrer:

    Aus welcher US-Postille hat die TAZ diesen Bericht eigentlich abgeschrieben?
    Der im Bericht zitierte Joshua Landis irrt sich, Assad ist nämlich sehr wohl am Ende!
    Die Armee ist völlig verrottet, und Assad hält sich nur noch durch die blutrünstigen alewitischen Schergen, die ihn an die Macht gebracht hatten.

    ZITAT von Joshua Landis: „Zwar können die Rebellen die Armee aus bestimmten Vierteln zurückschlagen, doch ich sehe nicht, wie sie sie besiegen können.“

    Ganz einfach: Viele Soldaten desertieren (weil sie noch so was wie ein Gewissen haben), und sie kämpfen nun auf der Seite des Volkes.
    Das war von Anfang an so und nimmt jetzt noch zu.

    Der "Experte" der anonym bleiben möchte, bezeichnet das fälschlicherweise als "Massaker an Alewiten." Es ist aber der LEGITIME Freiheitskampf gegen ein unterdrückerisches alewitisches Regime!

    Wenn sich demnächst die "Wahrnehmung des Konflikts verändert", liegt das am ehesten an "Eperten" wie ihm, und der dazugehörigen Journaille.


  • 02.09.2012 03:44 Uhr

    von Baalabaki:

    Ich kann es kaum noch erwarten bis dieser Alawitenführer endlich entmachtet ist!

    „In dieser Revolution ging es zunächst um Menschen, die es satt hatten, sich vom Geheimdienst schikanieren zu lassen“
    Darum geht es auch immer noch. Deshalb soll ja Assad endlich von der Bildfläche verschwinden.

    Er ist sowieso nur durch Korruption und trübe Machenschaften (Gesetzesänderung) an die Macht gekommen.

    Es wird Zeit für freie Wahlen, demokratische Wahlen, aber das bedeutet noch lange nicht eine Demokratie "nach westlichem Vorbild".
    Das Volk hat eigene Vorstellungen.
    Einmischungen von außen würden alles nur verschlimmern, aber genau das sehe ich leider kommen.

  • 02.09.2012 01:59 Uhr

    von sando:

    Mir scheint es nicht ein Religionskrieg Alewiten gegen Sunniten zu sein, wie der Artikel versucht zu suggerieren (Dschihad). Sondern der Bürgerkrieg verläuft m.E. nach einem Drehbuch, das bekannt ist. Zerschlagung einer sozialistischen Regierung (Baath-Partei) durch einen Bürgerkrieg unter Nutzung von gegenläufigen Interessen im Lande. Devide et impera. Siehe Jugoslawien, siehe Irak, siehe Libyen. Ich sehe dahinter die USA in ihrem Steben nach Weltmacht, die in Syrien ihre Verbündeten Türkei und Saudi- Arabien vorschicken.

  • 02.09.2012 00:42 Uhr

    von toddi:

    Nachdem circa 5-6 Beiträge der ZENSUR zum Opfer gefallen sind – etwas zu „Nachdenken und lernen, wiedererkennen auch für die (Chef)- Redaktion!
    Kontrollverlust? Realitätsverlust? Wahrheitsverlust?
    Einige der Grundtaktiken, die von den Massenmedien benutzt werden um die Menschen in die Irre zu führen, sind folgende:
    Lüge im großen Stil und mache Rückzieher so still wie möglich. Die Massenmedien (speziell die Zeitungen) sind berüchtigt dafür,eindeutig unehrlich zu berichten und nicht belegte Geschichten auf der Titelseite zu bringen, nur um dann diese Geschichten, wenn sie dabei erwischt werden, unauffällig und auf der letzten Seite zurückzunehmen. In diesem Fall ist der entscheidende Punkt, dass diese Lüge in das kollektive Bewusstsein gehämmert wird. Ist die Lüge erst einmal endgültig entblößt, dann ist es bereits zu spät und ein großer Teil der Bevölkerung wird es nicht registrieren oder sich darum kümmern, wenn die Wahrheit herauskommt.
    Ein gutes Beispiel hierfür wären die geheimen Absprachen der Massenmedien mit der Bush Administration, die getätigt wurden um die amerikanische Öffentlichkeit nach 9/11davon zu überzeugen, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hat und das obwohl kein konkreter Beweis vorlag um das zu belegen.
    Unbestätigte oder kontrollierte Quellen als Fakt hinstellen
    Medien benutzen oftmals Informationen als Beweise, die von “nicht genannten” Quellen, von Regierungsquellen, hinter denen eine offensichtliche Voreingenommenheit und Absicht steht oder von “Experten“-Quellen, ohne dabei aber eine alternative “Experten”sicht zuzulassen, stammen.Die Informationen die von diesen Quellen zur Verfügung gestellt werden, sind normalerweise von nichts Anderem als blindem Vertrauen gedeckt .
    Berechnende Unterlassungen - auch bekannt als “Rosinenpickerei”-Angaben.
    Ein einfaches Stück Information oder Hauptelement der Wahrheit kann eine komplette Desinformationsnachricht aus der Bahn werfen, also tun sie einfach so als würde dieses Stück nicht existieren, anstatt zu versuchen es zu beschönigen.Wenn eine Tatsache unterschlagen wird kann die Lüge gänzlich logisch erscheinen. Diese Taktik wird auch ausgiebig benutzt, wenn sich Desinformationsagenten und korrupte Journalisten in offene Debatten einschalten.
    Ablenkung und die Erzeugung von Relevanz
    Manchmal quillt die Wahrheit an das öffentliche Bewusstsein, unabhängig davon was die Medien versuchen um sie zu begraben. Wenn das passiert dann ist deren einziger Ausweg, zu versuchen, den öffentlichen Fokus zu verändern und damit die Öffentlichkeit von der Wahrheit wegzulenken, an der sie schon so nah dran war, sie zu erkennen.
    Die Medien schaffen das durch übertriebenes Berichten über irgendeine Sache, die nichts mit den viel wichtigeren, in Reichweite liegenden, Belangen zu tun hat. Ironischerweise können die Medien eine unwichtige Geschichte nehmen und aufgrund der, bis zum Erbrechen veröffentlichten, Berichte viele Rezipienten zu der Überzeugung zu bringen, dass, wenn die Medien nicht aufhören darüber zu berichten, diese wichtig sein muss!
    Unaufrichtige Diskussionstaktiken
    Manchmal brechen Männer durch und erscheinen im TV, welche wirklich über das durchschnittliche amerikanische (bzw.europäische) Streben nach, auf ehrlichen und legitimem Fakten basierenden, Informationen besorgt sind. Trotzdem wird es ihnen nur sehr selten erlaubt, ihre Sicht der Dinge oder ihre Insider Informationen (mit den Menschen) zu teilen, ohne sich dabei durch eine Wand der sorgfältig konstruierten Täuschungen und der Propaganda zu kämpfen.
    Weil die Medien wissen, dass sie an Glaubhaftigkeit verlieren, wenn sie nicht ab und an Gäste zulassen die entgegengesetzte Ansichten haben, richten sie choreographierte und fachbezogene Fernsehdebatten ein, die in höchst eingeschränkter Umgebung stattfinden und welche die Gäste in eine Defensive drängt die es ihnen schwer macht ihre Ideen oder Fakten verständlich zu vermitteln.
    TV-Experten sind oftmals in der sogenannten “Alinsky Strategie” geschult.
    Saul Alinsky war ein “moral relativist” (Anm. d.Übers: Relativismus = Wahrheit ist relativ) und Meister der Lügen für einen “besseren Zweck”; im Wesentlichen ein heutigerMachiavelli. Seine “Regeln für Radikale” (Rules for Radicals) wurden ursprünglich für Basisbewegungsaktivisten (grassroots activists), die gegen das Establishment opponierten, geschrieben und sie rechtfertigen den Nutzen jedes notwendigen Mittels, um die gegnerische politische Seite niederzuschlagen.
    Aber ist es wirklich möglich ein auf Lügen basierendes Systen, durch die Benutzung von noch komplizierten Lügen und durch den Verzicht der eigenen Moral, zu besiegen?
    Heutzutage werden Alinskys Regeln öfter vom Establishment als von deren Gegnern benutzt. Diese Taktiken wurden von Regierungen und Desinformationsspezialisten der ganzen Welt angenommen, allerdings werden sie in Fernsehdebatten am sichtbarsten. Während Alinsky den Nutzen der Konfrontation innerhalb der Gesellschaft predigte, sind seine Diskussionsstrategien eigentlich dafür gemacht eine wahre und ehrliche Konfrontation, von widersprüchlichen Ideen, mit gerissenen Tricks und Ablenkungen zu umgehen.“
    Wer wirklich wissen will wie die "andere Seite" Stand 30.08.12 (wahrscheinlich wahrheitsgemäß) in vielem Nachvollziehbar und bestätigt, die militärische Situation um Syrien beschreibt: hier http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/08/31/syrische-armee-hat-die-provinz-daraa-unter-kontrolle-update-zu-syrien-fur-donnerstag-den-30-august-2012/#more-5557
    wer mehr über Desinformation erfahren will: http://lupocattivoblog.com/2010/03/15/strategien-der-desinformation-die-methoden-die-benutzt-werden-um-euch-im-dunkeln-zu-halten/ belegt mit populären Beispielen
    ein Angebot für Menschen die sich ihre eigene Meinung bilden wollen – die Position der „anderen Seite“ ist in den „freien Medien“ glaube ich hinreichend dokumentiert ;-) …

  • 01.09.2012 23:29 Uhr

    von Johan Schreuder:

    He TAZ idioten, wann werdet ihr endlich mal verstehen das ihr auch nur eine USA NGO seit.
    Print this you fuckers

  • 01.09.2012 21:58 Uhr

    von Wolfgang :

    Welche religiöse Macht auch immer in Syrien und der arabischen Rohstoff- und 'frauenfreundlichen' Monarchisten-Welt, nur das Kapital hat für den Westen und deren NATO der Finanz- und Monopolbourgeoisie Vorfahrt.

    Wer einen Beisitz im Vorstand der deutschen (Rohstoff-, Atom-Energie-, Rüstungs-)Konzerne und Aktiengesellschaften haben möchte, - aus den bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und deren Lobby-Bundesregierungen und Lobby-Parlamentsmehrheiten -, der kennt sein (BND-)Lied.

    Trotz alledem!

  • 01.09.2012 19:59 Uhr

    von Jörn:

    Kriegsziel: Gespaltenes Syrien
    Von Anfang an war für die USA nicht ein demokratisches sondern ein gespaltenes Syrien das Kriegsziel. Assad bevorzugte die Alawiten und diskriminierte den Rest der Bevölkerung. Die Rebellen bevorzugen ihre Volksgruppe und verfolgen die anderen.
    Dies ist leider keine Überraschung sonder war von vornherein Ziel der gezielten Unterstützung von aussen. Damit entfällt Syrien als Regionalmacht. Dies und nicht die Demokratisierung des Landes war das Ziel des von aussen massiv beeinflussten Aufstandes.
    Dass Assad nun seine ihm loyal gesinnten Volksgruppen mit Waffen ausrüstet ist nachvollziehbar. Schuld am Blutvergiessen haben die Unterstützer der Rebellen mindestens genauso viel wie Assad. Wer Krieger massiv mit Geld und Waffen ausrüstet muss sich vergewissern, dass diese die Menschenrechte einhalten und keine ethnischen Hetzjagden veranstalten. Die Situation wäre noch weitaus schlimmer, wenn China und Russland nicht dafür gesorgt hätten, dass einseitige Resolutionen im UN-Sicherheitsrat blockiert wurden.

  • 01.09.2012 18:24 Uhr

    von Ulli Müller:

    Auch gut zu lesen,
    dass es sich nicht (nur) um eine quasi Bewegung von unten.
    Wie fast immer im Nordafrika/Arabischen Staaten, bis hin nach Afghanistan,
    es geht entweder um die Clans, Stämme oder um eine religiöse Gruppe, die nicht an der Macht ist und an die Macht will,
    mit oder um Demokratie gehts meistens weniger.
    Entsprechend der religiösen Gruppen fallen die Unterstützer in den Nachbarländern aus.

  • 01.09.2012 16:45 Uhr

    von Harald:

    Einer der wenigen, propagandafreien Artikel zu Syrien überhaupt. Beruhigend zu lesen, daß hier auf taz-Online nicht nur Zwangsideologie herrscht.

    " Angesichts der ständig zunehmenden Regierungsgewalt zeichnet sich auch eine Radikalisierung der Rebellen ab und islamistische Strömungen gewinnen an Einfluss. " - ist für das taz-Politbüro ein bemerkenswerter Satz, nicht selbstverständlich und daher nicht hoch genug einzuschätzen.

    Klassisch ausgedrückt zeichnet sich seit Monaten ab, daß die Jakobiner es kaum noch abwarten können, ihr blutiges Handwerk auf das ganze Land auszudehnen. Daß bei dieser Gelegenheit auch gleich noch die Ungläubigen mitkassiert werden, dürfte gute Übung sein und im Westen, bis auf vereinzelte Leserbriefschreiber, keinen nennenswerten Protest auslösen.

    Syrien ist also auf normal-revolutionärem Weg.

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